Inklusion ins Bild gesetzt

BGW präsentiert Ergebnisse des Fotowettbewerbs „Mensch – Arbeit – Handicap“ – Prämierte Werke in Hamburg und im Internet zu sehen

Hamburg – Emotionale Momentaufnahmen, klassische Reportagereihen, analytisch durchkonzipierte Fotoserien: So vielfältig zeigen sich die Ergebnisse des Fotowettbewerbs „Mensch – Arbeit – Handicap“ der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW). 16 der fast 300 Einsendungen sind nun beim Fachkongress BGW forum in Hamburg prämiert worden. Den ersten Preis überreichte die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller. Zu sehen sind die ausgezeichneten Fotoarbeiten zur Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Arbeitsleben in einer Ausstellung und im Internet.

Besonders ausgezeichnet
Vier Fotoarbeiten wurden von der Jury, zu der unter anderem der renommierte Hamburger Fotograf Peter Bialobrzeski und der Art-Direktor des Magazins chrismon, Dirk Artes, gehörten, besonders ausgezeichnet:

  • Den ersten Preis erzielte Selina Pfrüner aus Köln mit ihrem Werk „Blinde Expertin“. Sie porträtiert darin eine fast erblindete medizinische Tastuntersucherin – als Ergebnis einer Suche nach Menschen, die nicht trotz, sondern gerade wegen ihres Handicaps beschäftigt werden.
  • Auf den zweiten Platz kam die Arbeit „HUMAN+“ von Thomas Victor aus Leipzig, die sich um die Hilfsmittel der Zukunft dreht und die in ihrer analytischen Konzentration an akademische Kunstfotografie erinnert.
  • Der dritte Preis ging an Inga Alice Lauenroth aus Berlin für die Reportage „Marietta, 21“. Sie hat mit der Kamera eine junge Frau mit Asperger-Syndrom begleitet.
  • Einen Sonderpreis vergab die Jury an Paul Kirchmeyr aus Berlin. In seiner Arbeit „Sähen meine Augen nicht“ imaginiert er den Verlust seines Augenlichts mithilfe der Kamera und dokumentiert Hilfsmittel blinder und sehbehinderter Menschen zur Bewältigung des Alltags.

Inklusion konkret gemacht
Die weiteren prämierten Einzelfotos und Bilderreihen zeigen wieder andere Aspekte und Ansichten des Wettbewerbsthemas – teils in Farbe, teils in Schwarz-Weiß. „Uns hat überwältigt, wie viele exzellente Fotoschaffende sich an unserem Wettbewerb beteiligt haben“, berichtet Prof. Dr. Stephan Brandenburg, Hauptgeschäftsführer der BGW, „wie hervorragend das Thema recherchiert wurde, wie mannigfaltig die vorgelegten Arbeiten sind. In den ausgezeichneten Werken wird Inklusion konkret. Sie zeigen, wie unterschiedliche Menschen gemeinsam arbeiten und Ziele erreichen, miteinander wachsen, zusammen Großes erreichen.“

Auch die Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für Arbeit und Soziales, Gabriele Lösekrug-Möller, zeigte sich beeindruckt: „Aus meiner Sicht ist der Wettbewerb in mindestens zweierlei Hinsicht herausragend“, erklärte sie. „Einerseits zeigt er, welche Potenziale in Menschen mit Behinderungen stecken, wenn ihnen die Chance zur Entfaltung gegeben wird“, so die Parlamentarische Staatssekretärin. „Andererseits wirbt er öffentlich dafür, mehr Menschen mit Behinderungen einzustellen. Insofern danke ich der BGW für ihre tolle Initiative und gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern ganz herzlich.“

Ziel und Hintergrund
Die BGW unterstützt mit ihrem Fotowettbewerb „Mensch – Arbeit – Handicap“ die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention. Die Arbeitswelt spielt für diese Inklusion eine wichtige Rolle, wie Prof. Dr. Stephan Brandenburg erläutert: „Arbeit schafft Struktur, verbessert die Möglichkeit, soziale Beziehungen aufzubauen und trägt zum Selbstwertgefühl bei.“

Die BGW ist dem Thema als gesetzliche Unfallversicherung in zweifacher Hinsicht verbunden: Zum einen hilft sie Versicherten nach Arbeits- und Wegeunfällen sowie nach Berufskrankheiten wieder ins berufliche und soziale Leben zurück. Zum anderen unterstützt sie das gesunde und sichere Arbeiten der bei ihr versicherten Menschen mit Behinderungen.

Prämierte Bilder sehen
Noch bis zum 30. September sind die prämierten Fotoarbeiten auf der Moorweide in Hamburg unweit des Bahnhofs Dammtor zu sehen. Weiter werden die Bilder vom 22. September bis 26. Oktober im „FC St. Pauli-Museum“ in der Gegengeraden des Hamburger Millerntor-Stadions am Heiligengeistfeld ausgestellt. Darüber hinaus zeigt die BGW die Werke im Internet unter www.bgw-online.de/ fotowettbewerb und informiert dort immer aktuell über weitere Ausstellungen.

Das Magazin chrismon, Medienpartner des Wettbewerbs, präsentiert in seiner Septemberausgabe eine Reportage mit den prämierten Bildern von Inga Alice Lauenroth. Die Geschichte der dort porträtierten jungen Frau auf dem Weg in Richtung Berufsleben ist auch online zu lesen: unter www.chrismon.de/borderline.

Über uns

Die Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) ist die gesetzliche Unfallversicherung für nicht staatliche Einrichtungen im Gesundheitsdienst und in der Wohlfahrtspflege. Sie ist für über 8 Millionen Versicherte in rund 630.000 Unternehmen zuständig. Die BGW unterstützt ihre Mitgliedsbetriebe beim Arbeitsschutz und beim betrieblichen Gesundheitsschutz. Nach einem Arbeitsunfall oder Wegeunfall sowie bei einer Berufskrankheit gewährleistet sie optimale medizinische Behandlung sowie angemessene Entschädigung und sorgt dafür, dass ihre Versicherten wieder am beruflichen und gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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