Die Zukunft des Urheberrechts zum Greifen nah: Das „Global Copyright Register“

Großartig! Aber was (zur Hölle) steckt dahinter?

Berlin, 1. Februar 2018: Copytrack steht in den Startlöchern für sein bislang aufregendstes Projekt: In Kürze wird das „Global Copyright Register“ live gehen: Es ist ein Vorhaben, das auf der Vision basiert, weltweit Streit und Missverständnisse im Bereich Urheberrecht aus dem Weg zu räumen, und das auf einer der modernsten Technologien für sichere und hochkomplexe Online-Datenbanken fußt: der Blockchain-Technologie.
Der Plan von Copytrack stößt vor allem bei Fotografen auf vielfachen Zuspruch. Doch ebenso zahlreich sind die Fragezeichen, denen das Unternehmen begegnet, wenn es um die technische Umsetzung und die Auswirkung der Neuerungen für Copytrack-Nutzer geht. Auch gibt es Unsicherheiten, inwiefern sich das Global Copyright Register vom bestehenden Copytrack-Service unterscheidet.

Vor diesem Hintergrund wird hier die Funktion des Global Copyright Registers erläutert, nachdem zunächst kurz die vielbesprochene und doch rätselhafte Blockchain-Technologie erklärt wird, auf der die spannendsten Innovationen im Online-Urheberrechtsschutz basieren.

Was ist die Blockchain? 
Obwohl die Blockchain-Technologie vielerorts als die “nächste große Sache“ nach der Erfindung des Internets genannt wird, ist ihre Funktionsweise nicht unbedingt einfach zu verstehen.  Die Blockchain ist eine kryptografisch gesicherte Datenbank und eine der sichersten Möglichkeiten, Informationen online zu verarbeiten. Jede Angabe, mit der eine Blockchain gefüttert wird, kann nachträglich nicht mehr geändert werden. Die Blockchain wird von einem dezentralen Netzwerk bereitgestellt, einem sogenannten Peer-to-Peer Netzwerk. Das bedeutet, dass jede Erweiterung von mehreren Peers, auch Miners genannt, bestätigt werden muss. Ist dies erfolgt, ist die Information „wie eingebrannt“ gesichert. Alle Teilnehmer des Netzwerkes können die Echtheit eines in der Blockchain gespeicherten Datensatzes einsehen und prüfen. 
Ursprünglich wurde die Blockchain als Abrechnungsmethode für die Kryptowährung „Bitcoin“ entwickelt. Doch heute ist sie für immer mehr neue und bestehende Geschäftsmodelle anwendbar.

Warum braucht die Welt ein Global Copyright Register?
Mit dem anspruchsvollen neuen Projekt möchte Copytrack die beiden Hauptprobleme des Umgangs mit digitalen Inhalten im Internet lösen: mangelhafte Eigentumsnachweise für Originalinhalte und von ihnen abgeleitete Werke sowie Intransparenz des Lizenzmarktes für digitale Inhalte im Internet. Mit Hilfe der Blockchain wird Copytrack ein Online-Umfeld schaffen,  dessen Service kostenlos ist und Bildbesitzern wie Bildnutzern gleichermaßen dienen soll. Fotografen können Bilder hochladen und gleichzeitig ihre Urheberschaft an diesen dauerhaft registrieren und belegbar machen. Jedes in der Blockchain gespeicherte Bild wird für immer mit seinem Urheber und den von ihm hinterlegten Nutzungsbedingungen verknüpft und einsehbar sein. Bildnutzer wiederum können eine Urheberschaft mittels der Plattform unkompliziert recherchieren. 

Im Detail: Wie funktioniert der Service des globalen Copyright Registers? 
Die Registrierung im Global Copyright Register ist eine Sicherheit für die Zukunft. Zurzeit sind online gestellte Inhalte oft nur schwer zurückzuverfolgen und Eigentümer entsprechend schwer auszumachen. Bilderklau – ob bewusst oder unbewusst – ist an der Tagesordnung.
Während der bereits bestehende Service von Copytrack die Aufklärung und Entschädigung bereits entstandener Schäden in Bezug auf nicht lizenzierte Bilder im Internet regelt, wird das Global Copyright Register zukünftig präventive Maßnahmen übernehmen und Transparenz in den Markt bringen. Bilderklau soll so von vorneherein vermieden werden.

Wer das Global Copyright Register nutzen will, muss zunächst einen komplexen Identifizierungsprozess durchlaufen. Sobald ein Nutzer ein Konto erfolgreich verifiziert hat, kann er  seine Bilder - im Kamera-RAW oder JPG Format - in das Register hochladen und so sein Urheberrecht an dem Werk registrieren. Anhand einiger Dokumente muss der Urheber die Metadaten des Bildes bestätigen. Sind alle Verifizierungsprozesse erfolgreich durchlaufen, werden die hochgeladenen Daten, bestehend aus Bild- sowie Teilen der Fotografendaten, verschlüsselt in die Blockchain geschrieben. Über die Blockchain lässt sich nun jederzeit eindeutig feststellen, wann wer welches Bild registriert hat und demnach der rechtmäßige Urheber des Bildes ist.

Aber nicht nur Urheber, sondern auch Bildnutzer profitieren vom Global Copyright Register: Wie bereits angedeutet wurde, konnte Copytrack in der Vergangenheit beobachten, dass unrechtmäßige Verwendungen von Bildern nicht immer vorsätzliche Straftaten sind – oft gibt es Situationen, in denen der Bildnutzer das Urheberrecht nicht richtig verstanden hat und sich seiner Schuld gar nicht bewusst ist. Neben der Sicherung der Urhebernachweise sollen daher im Global Copyright Register auch Bildnutzer wie Webseitenbetreiber oder Agenturen Bilder in eine sogenannte Rückwärtssuche hochladen können. Die Suchfunktion führt schnell und zuverlässig zum Urheber des Bildes und dessen Nutzungsbedingungen. Unbewusster Bilderklau soll so verhindert werden.

Ein weiterer wichtiger Punkt in der Planung von Copytrack wird ein virtueller, offener Marktplatz sein, der auf der „smart Contract-Technologie“ basiert. Durch diesen haben potentielle Bildnutzer die Möglichkeit, ein Bild direkt beim Autor zu lizenzieren. Solch ein Verkauf wird auf Basis der individuellen Lizenzen stattfinden, die der Urheber vorher genau festgelegt und in der Plattform registriert hat. Copytrack schafft auf diese Weise eine nie dagewesene Transparenz im „digitalen Bildmarkt“ und einen ungehinderten Austausch zwischen Urheber und Nutzer.
Um zusätzlich auch die Transaktionskosten zwischen den Teilnehmern zu minimieren, hat Copytack die Kryptowährung CPY Token eingeführt. Auch will das Unternehmen so die Lizenzeinnahmen von Fotografen steigern. Des Weiteren löst Copytrack ein weit verbreitetes Problem der Fotografen: die Abhängigkeit von großen Agenturen und den von diesen vorgegebenen Dumpingpreisen und Lizenzbestimmungen. 

Wie ist der Zeitplan?  
Das Global Copyright Register wird bereits Mitte 2018 eingeführt. Nutzer können ab dann ein Konto erstellen, ihre Bilder hochladen und ihr Urheberrecht autorisieren. Die nächste wichtige Stufe ist die Entwicklung der öffentlichen Plattform für weitere Medienarten neben Fotografie. Diese wird voraussichtlich gegen Ende 2018 abgeschlossen sein und ermöglicht es großen Unternehmen, das Global Copyright Register in ihr System zu integrieren und so ihre Urheberrechte an Audio-, Bild- und Videoarbeiten zu registrieren. Weitere Informationen zu Vorgehensweise können der Roadmap entnommen werden.

Welche Auswirkungen haben die Neuerungen auf die derzeitige Copytrack-Nutzung? 
Es liegt immer in der Hand der Copytrack-Nutzer, das globale Copyright Register zu verwenden und Teil der beschriebenen Neuerungen zu werden. Selbstverständlich wird aber auch der bestehende Service zur nachträglichen Lizenzierung bei Bilderklau zukünftig weiterhin uneingeschränkt jedem zur Verfügung stehen.

Weitere Informationen zum Global Copytrack Register sind auf der offiziellen Webseite zu finden.

Kontakt COPYTRACK:
Andrea Feustel, Oranienburger Strasse 4, 10178 Berlin
andrea.feustel@copytrack.com, Tel: +49 - 30 - 809.332.961, Fax: +49 - 30 - 809.332.999

Über Copytrack:
Copytrack (www.copytrack.com) wurde 2015 von Marcus Schmitt gegründet und beschäftigt heute rund 25 Mitarbeiter aus den Bereichen Legal, IT, Kundenservice und Finance. Der Service des kostenfreien Portals richtet sich u.a. an Fotografen, Verlage, Bildagenturen und E-Commerce-Anbieter. Copytrack spürt Urheberrechtsverstöße weltweit online auf. Der Service umfasst eine risikofreie Durchsuchung des Internets nach von den Nutzern hochgeladenen Bilddateien mit einer Treffergenauigkeit von 98 Prozent. Die Kunden von Copytrack definieren ohne Lizenz genutzte Bilder und bestimmen selbst die Höhe nachträglicher Gebühren gestützt durch einen automatischen Lizenzrechner im Portal. Copytrack übernimmt in voller Verantwortung eine außergerichtliche Lösung in 140 Ländern sowie eine gerichtliche Lösung in den urheberrechtlich relevanten Gebieten. Bei erfolgreicher Nachlizenzierung erhält der Rechteinhaber 70 Prozent der vereinbarten Summe.

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