Kulinarisches Kino: Das Geheimnis des Sherry

Paco Pérez kocht auf der Berlinale zu einer filmischen Hommage an den fast vergessenen Wein aus Spaniens Süden. Doch nicht nur der Sherry inspiriert den katalanischen Spitzenkoch – auch das Kino prägt seine Gerichte im Sternerestaurant „Cinco“.


BERLIN, 3.
Februar 2015 . – Er ist der Wein Andalusiens. Er inspirierte Shakespeare zu Versen, britische Piraten zu Raubzügen und Orson Welles zum Trinken. Doch sein Image ist im Laufe der Jahre eingestaubt, der vielseitige Geschmack nahezu in Vergessenheit geraten. Nun entdeckt eine neue Generation das Traditionsgetränk Spaniens wieder und der Sherry kehrt zurück an den Esstisch. Den Verfall und die Renaissance des charaktervollen Weins sowie seiner seltenen Variante, dem Palo Cortado, dokumentiert ein neuer Film von Regisseur José Luis López Linares. Am 11. Februar wird „Jerez & El misterio del Palo Cortado“ in der Berlinale-Reihe „Kulinarisches Kino“ uraufgeführt. Begleitet wird die Weltpremiere von einem Menü des Katalanen Paco Pérez, der neben der Küche im Berliner Boutiquehotel Das Stue zwei Zwei-Sterne-Restaurants in seiner Heimat betreibt.

Passend zum Film greifen die Gerichte des Abends unterschiedliche Sherry-Sorten auf. Nach Manzanilla-Sherry-Gelee mit Seespinne und Sherry-Luft zur Vorspeise, folgen wild gefangener Zackenbarsch mit einer Palo Cortado Reduktion und eine Moskatel-Eiscreme mit Fassgeschmack und Rosinen. „Wir wollen die vielen Facetten des Weins erlebbar machen – seine Frische und Vitalität, aber auch die oxidativen Noten. Darin ist das Menü wie der Film“, so Pérez. Was die Dokumentation indes sehenswert macht, liegt für ihn auf der Hand: „Für mich ist das Besondere, wie authentisch die Charaktere des Films vermitteln, was der Wein aus Jerez ihnen bedeutet. Wie er die Gegend und ihre Kultur geprägt hat. Diese kleinen und großen Geschichten berühren und die Menschen, die den Wandel der Weingüter durch die Zeit persönlich miterlebt haben, bringen den Zuschauer dazu, den Sherry lieben zu lernen.“

Aber auch abseits der Festivalbühne fasziniert das Kino den Katalanen. „Filme sind eine wundervolle Kunst. Dieses wohl dosierte Zusammenspiel aus Realität und Fiktion begeistert mich schon immer“, schwärmt der 52-Jährige. Selbst für neue Gerichte dienen seinem Team ab und an Leinwandklassiker als Ideenquelle. „Eines unserer Desserts im Cinco ist von Regisseur Quentin Tarantino und seinem Erfolgsfilm Kill Bill inspiriert“, verrät Küchenchef und Patissier Andreas Rehberger, der zusammen mit seinen beiden Kollegen Monty Aguiló und Patricio Pato Zucarini die Geschicke der Berliner Dependance von Paco Pérez leitet. „Die Tarta Nevada ist ein weißes Törtchen aus Schokolade und Joghurt, gefüllt mit flüssiger Himbeere. Sobald der Gast es ansticht, erinnert der Teller an die kunstvoll-blutigen Kampfszenen der Hauptdarsteller im Schnee“, erklärt der Österreicher .

Das Kulinarische Kino gehört mit 16 Filmen zu einem der Publikumsfavoriten während der Berlinale. Karten für Filme mit Menü kosten 85 Euro. Vorverkauf ab sofort an den Vorverkaufsstellen in den Arkaden am Potsdamer Platz, im Haus der Berliner Festspiele, im Kino International, der Audi City Berlin sowie online unter www.berlinale.de. 

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Daniela Heykes 
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Das STUE // 5-CINCO // CASUAL

Das Stue ist ein Luxus-Boutique-Hotel im Westen Berlins. Eine verschwiegene Adresse mit 78 edlen Zimmer und Suiten inmitten des Botschaftsviertels der Hauptstadt und mit direktem  Blick auf die Gehege des Berliner Zoos sowie den Tiergarten. Die Gastronomie ist von der mediterran-avantgardistischen Küche des spanischen Spitzenkochs Paco Pérez geprägt. Gemeinsam mit einem international besetzten, dreiköpfigen Küchenchefteam verantwortet Pérez die Kulinarik der Restaurants CASUAL und 5-CINCO, welches 2013 – knapp ein Jahr nach Eröffnung – mit dem ersten Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde. In seiner Heimat Llança und in Barcelona betreibt der Katalane zudem die beiden zweifach besternten Restaurants „Miramar“ und „Enoteca“.

Weitere Informationen unter www.das-stue.com oder www.5-cinco.com .

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Über uns

Das STUEIm Westen der Hauptstadt, in einem imposanten, denkmalgeschützten Gebäude aus den 1930er Jahren, das einst die Königlich Dänische Gesandtschaft beherbergte, eröffnete Anfang 2013 das edle Boutique-Hotel mit ungewöhnlichem Namen. Gelegen im Botschaftsviertel mit unmittelbarer Nähe zum Berliner Zoo und dem Charme eines luxuriösen aber ebenso wohnlichen Privatrefugiums empfängt das Haus seither seine Gäste. HOTELDas STUE verfügt über 78 individuell gestalte Gästezimmer und Suiten. Für das einzigartige Design zeichnet das spanische Architekturbüro LVG Arquitectura verantwortlich, während das Zusammenspiel von historischer Fassade und modernem Interieur die Handschrift der mehrfach ausgezeichneten, spanischen Designerin Patricia Urquiola trägt. Die Räume sind von natürlichen Holzmaterialien, gedeckten Farben und Kupfer geprägt, organische Formgebung wechselt sich ab mit klaren Linien und Farbakzente schaffen eine warme Atmosphäre. Ausgesuchte Designmöbel stammen u.a. aus den Manufakturen von Molteni, B&B Italia & Floss Lights. CINCO und CASUAL by PACO PÉREZDie Leitung der Restaurants obliegt Paco Pérez, Eigentümer und Küchenchef des renommierten Zwei-Sterne-Restaurants Miramar in Llánça an der spanischen Costa Brava und dem Zwei-Sterne-Restaurant „Enoteca“ im Hotel Arts in Barcelona. Das Herzstück der Gastronomie im Das Stue ist das „5-Cinco by Paco Pérez“. Hier begeistern der Katalane und sein dreiköpfiges Küchenchefteam mit dem Spanier Monty Aguiló Wray, dem Argentinier Patricio Pato Zucarini sowie dem Österreicher Andreas Rehberger mit einer mediteran-avantgardistischen Küche, die bereits wenige Monate nach der Hoteleröffnung mit einem Stern im Guide Michelin ausgezeichnet wurde. Im zugehörigen All-Day-Dining-Restaurant „Casual“ geht es entspannter zu. Hier treffen hochwertigste Zutaten auf ehrliche Handwerkskunst und die Tapas-Variationen des spanischen Sternekochs animieren zum gemeinsamen Genießen. Mittags bietet das Casual ein Business Lunch Menü mit wöchentlich wechselnder Karte.Die Restaurantkonzepte im Das STUE sind das erste Projekt des Ausnahmekochs außerhalb Spaniens. HOTELBARNeben dem einzigartigen Blick in die Gehege des Berliner Zoos steht hier eine klassische Barkultur im Fokus. In der von Jonas Siuts konzipierter Karte finden sich ausgesuchte Cocktails und Eigenkreationen, die Drinks aus den 1920er- und 30er-Jahren nachempfunden sind. SUSANNE KAUFMANN SPAAuf 260 Quadratmetern beherbergt das Spa einen exklusiven Wellnessbereich mit drei Massageräumen, Sauna, Gym und Pool mit Terrasse im Gartengeschoss. Die rein natürlichen Pflegeprodukte der Linie Organic Treats stammen von Susanne Kaufmann und werden nach strengsten ökologischen Prinzipien hergestellt. Weitere Informationen auch unter www.susannekaufmann.com KUNSTDie im Hotel zu sehende Kunst ist vor allem eins: ungewöhnlich. Die Bandbreite reicht von historisch bis skurril, von einer übergroßen Krokodil-Skulptur des Pariser Künstlers Quentin Garel bis hin zu Schwarz-Weiß-Modefotografien und Porträts einiger der wichtigsten Fotografen der Moderne, wie Richard Avedon, Horst, Irving Penn, F.C. Gundlach und Henri Cartier-Bresson. Die Bilder sind Teil einer privaten Sammlung der Hotelbesitzer. Andere Skulpturen und Gemälde greifen spielerisch die unmittelbare Nähe zum Zoo auf, darunter eine eindrucksvolle Giraffe und Gorillas aus buntem Drahtgeflecht von der Mailänder Künstlerin Benedetta Mori sowie kleine, aus Leder handgefertigte Tiere von Omersa, welche teilweise sogar als Kissen oder Fußablage das Mobilar ergänzen. HISTORIEDer KaDeWe-Architekt Johann Emil Schaudt (1874-1957) errichtete das Gebäude in den Jahren 1938-1940. Die in Anlehnung an den dänischen Klassizismus gestaltete Königlich Dänische Gesandtschaft zeichnet sich durch ihr repräsentatives Erscheinungsbild aus und greift die Geschäftshausarchitektur der 1920er Jahre auf.

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Am 11. Februar kocht der spanische Spitzenkoch Paco Pérez im Rahmen der Berlinale-Reihe Kulinarisches Kino zur Weltpremiere des Regisseurs José Luis López Linares. Der Kartenverkauf hat nun begonnen.
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Zitate

Für mich ist das Besondere, wie authentisch die Charaktere des Films vermitteln, was der Wein aus Jerez ihnen bedeutet. Wie er die Gegend und ihre Kultur geprägt hat. Diese kleinen und großen Geschichten berühren und die Menschen, die den Wandel der Weingüter durch die Zeit persönlich miterlebt haben, bringen den Zuschauer dazu, den Sherry lieben zu lernen.
sagt Paco Pérez über das Sehenswerte des Dokumentarfilms.
Eines unserer Desserts im Cinco ist von Regisseur Quentin Tarantino und seinem Erfolgsfilm Kill Bill inspiriert. Die Tarta Nevada ist ein weißes Törtchen aus Schokolade und Joghurt, gefüllt mit flüssiger Himbeere. Sobald der Gast es ansticht, erinnert der Teller an die kunstvoll-blutigen Kampfszenen der Hauptdarsteller im Schnee.
verrät Küchenchef und Patissier Andreas Rehberger, der zusammen mit seinen beiden Kollegen Monty Aguiló und Patricio Pato Zucarini die Geschicke der Berliner Dependance von Paco Pérez leitet.