600 € für Forschung an der Zwiebelwurzel

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an Schülerinnen und Schüler an der LMU München verliehen

Die Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) hat am Samstag, 06. Juni 2015 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende W-Seminararbeiten verliehen. In Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung wurden in den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Geographie, Informatik, Mathematik und Physik die jeweils drei besten Einsendungen ausgezeichnet.

Die Jury entschied sich für 8 Schülerinnen und 10 Schüler, die mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Die Preisträger beschäftigten sich mit vielfältigen Themen wie „Urban Farming“, der Lichtverschmutzung des Münchner Sternenhimmels sowie der Krankheit ALS und ihren Auswirkungen auf den Bewegungsapparat.

Dr. Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ist sich sicher: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt.“

Auch Dr. Kristina Hock, engagierte und erfahrene Jurorin der Fakultät für Chemie an der LMU, ist erfreut über „[e]ine stetig steigende Zahl an eingereichten Seminararbeiten aus allen naturwissen-schaftlichen Bereichen[, die] zeigt, dass das Interesse an den MINT-Fächern auch bei Schulen aus dem Münchner Raum großgeschrieben wird. Die Bandbreite der erforschten, spannenden Themen reicht zum Beispiel im Fachbereich Chemie von der klassischen Analytik, über die Pharmazie bis zur Synthese neuer vielversprechender Silica-Nanopartikel. Egal, ob die jungen Forscher die Kooperations-möglichkeiten mit der Uni nutzen oder nicht, erreichen sie in ihren Arbeiten ein beachtenswertes Niveau. Einige können von Bearbeitungstiefe und Umfang gut mit einer Masterarbeit mithalten.“

Abiturientinnen und Abiturienten belegen im Rahmen ihres Lehrplans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wissenschaftliche Arbeiten erlernen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerinnen und Schüler der Region München an der LMU für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Universität, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und der kritischen Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Stiftungsvorsitzender Dr. Schneider zu den Sachpreisen für die Schulen: „Die Schulen der Erstplatzierten erhalten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Dies verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.“

Die Fachpreise wurden von Karl-Heinz Schupp, Beiratsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung, sowie den Fachjuroren verliehen.


Die diesjährigen Preisträgerinnen in Biologie:
1.    Platz: Julia Simon vom Christoph-Probst-Gymnasium in Gilching mit dem Thema „Mitosestadien der Zwiebelwurzel“
2.    Platz: Anna-Maria Riedmaier vom Gymnasium Grafing mit dem Thema „Untersuchungen an einer ökologisch auffälligen Stelle der Ebersberger Weiherkette“
3.    Platz: Emily Auerbach vom Max-Born-Gymnasium mit dem Thema „Die Beeinträchtigung des menschlichen Bewegungsapparates durch ALS und die damit verbundene Alltagsproblematik“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Christoph-Probst-Gymnasium.

Die diesjährigen Preisträger in Chemie:
1.    Platz: Elisabeth Hilger vom Gymnasium Grafing mit dem Thema „Untersuchungen an einer ökologisch auffälligen Stelle der Ebersberger Weiherkette“
2.    Platz: Moritz Kleybolte vom Otto-von-Taube-Gymnasium mit dem Thema „Silicium-Nanokristall modifizierte Silica-Nanopartikel: Synthese, Charakterisierung und Anwendung“
3.    Platz: Annika Kranz vom Humboldt Gymnasium Vaterstetten mit dem Thema „Formgedächtnislegierungen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Grafing.


Die diesjährigen Preisträger in Geographie:
1.    Platz: Shereen Freudensprung vom Viscardi Gymnasium Fürstenfeldbruck mit dem Thema „Urban Farming – nachhaltige Versorgung mit Lebensmitteln im Stadtgebiet“
2.    Platz: Patrick Zenk vom Gymnasium Neubiberg mit dem Thema „Hydrosphäre: Die Welt des Wassers – das Wasser der Welt“
3.    Platz: Franziska Golibrzuch vom Franz-Marc-Gymnasium Markt Schwaben mit dem Thema „Analyse des Wohngebiets Burgenfeld und seiner Bevölkerung“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Viscardi Gymnasium.


Die diesjährigen Preisträger in Informatik:
1.    Platz: Hendrik Noeller vom Otto-von-Taube-Gymnasium mit dem Thema „A Framework to Support Users with Real Time Colaboration“
2.    Platz: Jan von Brügge vom Oskar-Maria-Graf-Gymnasium mit dem Thema „Simulation von genetischen Algorithmen: Zufall am Beispiel von Fechten“
3.    Platz: Tobias Hilbig vom Viscardi-Gymnasium Fürstenfeldbruck mit dem Thema „Optimierung und Laufzeitanalyse einer Kl für das Spiel Vier gewinnt“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Otto-von-Taube-Gymnasium.

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik:
1.    Platz: Michael Nickl vom Pestalozzi Gymnasium München mit dem Thema „Implementation des Schachspiels auf der Basis von heuristischen Strategien“
2.    Platz: Marvyn Bornemann vom Pestalozzi Gymnasium München mit dem Thema „Das Spiel Hex und der Fixpunktsatz von Brouwer“
3.    Platz: Sonja Weiland vom Feodor-Lynen-Gymnasium Planegg mit dem Thema „Einführung in die Knotentheorie und Analyse von Segelknoten“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Pestalozzi Gymnasium München.


Die diesjährigen Preisträger in Physik:
1.    Platz: Alexander Helff vom Klenze-Gymnasium München mit dem Thema „Messung, Verarbeitung und Interpretation des Radiosignals von Cygnus A und Cygnus X“
2.    Platz: Felix Jäger vom Otfried-Preußler Gymnasium Pullach mit dem Thema „Untersuchung der Lichtverschmutzung am Sternenhimmel über dem Raum München“
3.    Platz: Valentin Müller vom Humboldt Gymnasium Vaterstetten mit dem Thema „Thermogravimetrische Untersuchungen und anschließende Modulierung der Oxidationsreaktion von Kohlepartikeln anhand von Druckbleistiftminen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Klenze-Gymnasium München.

Foto: Die Preisträger mit Vizepräsident Prof. Dr. Martin Wirsing und Stiftungsbeirat Karl-Heinz Schupp.

Copyright: LMU München; mit Angabe des Autoren kostenlos nutzbar

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-227 447 15 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentierte das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgte stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkannte früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, machte er unzählige Kinder glücklich. Mit 90 Jahren verstarb Dr. Hans Riegel am 15. Oktober 2013 in Bonn. Mit seinen Stiftungen in Deutschland und Österreich unterstützt er seit Jahren innovative Projekte im Bildungsbereich. Ihm war es ein Anliegen, der Jugend von heute etwas zurückzugeben und für die Zukunft leistungsfähige Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Forschung zu fördern.

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel, Miteigentümer der Firma HARIBO. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Schwerpunkte der eigenen Projekte sind die Unterstützung der Kinderuniversität Bonn sowie die Durchführung der Schülerwettbewerbe „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit zwölf deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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Über 7.000 € Preisgeld wurden an Schüler und Lehrkräfte überreicht
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8 Schülerinnen und 10 Schüler ausgezeichnet
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Die Schulen der Erstplatzierten erhalten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Dies verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.
Dr. Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im fünften Jahr mit der LMU München die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.
Dr. Reinhard Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung
Wir freuen uns über eine stetig steigende Zahl an eingereichten Seminararbeiten aus allen naturwissenschaftlichen Bereichen, die zeigt, dass das Interesse an den MINT-Fächern auch bei Schulen aus dem Münchner Raum großgeschrieben wird. Die Bandbreite der erforschten, spannenden Themen reicht zum Beispiel im Fachbereich Chemie von der klassischen Analytik, über die Pharmazie bis zur Synthese neuer vielversprechender Silica-Nanopartikel. Egal, ob die jungen Forscher die Kooperations-möglichkeiten mit der Uni nutzen oder nicht, erreichen sie in ihren Arbeiten ein beachtenswertes Niveau. Einige können von Bearbeitungstiefe und Umfang gut mit einer Masterarbeit mithalten.
Jurorin Dr. Kristina Hock