Gold herstellen und die Physik des Kochens

Dr. Hans Riegel-Fachpreise würdigen wissenschaftliche Arbeiten

Zwölf Schülerinnen und Schüler wurden in Zusammenarbeit mit der Gemeinnützigen Privatstiftung Kaiserschild durch die Karl-Franzens-Universität Graz für ihre herausragenden wissenschaftlichen Arbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Mathematik und Physik ausgezeichnet. Sie erhielten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise am Freitag, 24. Mai 2013, im Rahmen eines Festaktes im Meerscheinschlössl der Karl-Franzens-Universität Graz. Geldpreise im Gesamtwert von insgesamt € 4.800 fördern die jungen Maturanten auf Ihrem weiteren Weg.

Klara Kreditsch vom BRG Knittelfeld beschäftigte sich in ihre wissenschaftlichen Arbeiten mit der „Physik des Kochens“. Eine ganz neue Art, Kochrezepte zu optimieren und die Vorgänge im Topf zu verstehen.

Warten macht selten Spaß. Wie kann man Warteschlangen simulieren, verstehen und optimieren? Herr Jakob Greistorfer vom Bischöflichen Gymnasium Graz widmete sich dem Thema anhand einer speziellen Software.

Renate Dworczak, Vizerektorin für Personal, Personalentwicklung und Gleichstellung der Karl-Franzens-Universität, strich die Bedeutung des Preises als frühzeitige Förderung von Nachwuchs-WissenschafterInnen hervor: „Der enge Kontakt und intensive Austausch zwischen Schule und Universität ebnet den ForscherInnen der Zukunft den Weg und soll sie zu Neugierde, Ausdauer und Ehrgeiz anregen. Von ihrer Motivation und ihren Forschungsergebnissen wird nicht nur die Wissenschaft, sondern auch die Gesellschaft künftig profitieren“.

Jedes Jahr werden jeweils die drei besten Fachbereichsarbeiten eines Schulfachs mit 600, 400 und 200 Euro belohnt. Die Schulen der Erstplatzierten erhalten außerdem einen Sachpreis im Wert von € 100 zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts.

„Ich bin von der Vielfalt der behandelten Themen und der Neugierde unserer Preisträger begeistert. Unsere Stiftung will diese jungen Talente zu einem Hochschulstudium motivieren und engagierte Schulen und Lehrer ehren.“, sagt Marco Alfter, Vorsitzender der Gemeinnützigen Privatstiftung Kaiserschild.  


Die diesjährigen Preisträger sind:
Biologie    
•    1. Platz: Andreas Reicher (BG/BRG Judenburg) – „Korrelation zwischen ER Stress und Catecholaminen“
•    2. Platz: Sarah Dormann (BRG Kepler) – „Epidermolysis bullosa - Leben wie ein Schmetterling“
•    3. Platz: Manuel Prevedel (BG/BRG Knittelfeld) – „Lipolyse-Lipidforschung a. v. Mausmodellen“

Chemie
•    1. Platz: Christian Horvat (BRG Kepler) – „Düngemittel“
•    2. Platz: Moritz Theissing (BRG Klusemannstraße Graz) – „Goldmacherei - Alchemie in der Epoche von Pracelsus“
•    3. Platz: Constantin Loidl (Sacre Coeur Graz) – „Aufputschmittel und Antidepressiva - moderner Wahnsinn oder medizinische Notwendigkeit“

Mathematik
•    1. Platz: Georg Andreas Maierhofer (Realgymnasium Mürzzuschlag) – „Principal Component Analysis und Independent Component Analysis“
•    2. Platz: Jakob Greistorfer (Bischöfliches Gymnasium Graz) – „Die Simulation von Warteschlangen - Eine Software-orientierte Einführung“
•    3. Platz: Georg Andreas Windischbacher (BG/BRG Oeversee) – „Euklidische Geometrie im Wettbewerb Känguru der Mathematik“

Physik
•    1. Platz: Fabian Klingberg (BG/BORG HIB Graz-Liebenau) – „Zykloide-Physik einer Kurve“
•    2. Platz: Klara Kreditsch (BG/BRG Knittelfeld) – „Bitte zu Tisch - die Physik des Kochens“
•    3. Platz: Stefan Janisch (BG/BRG Pestalozzistraße) – „Bildsensorik“

Sollten Sie weiteres Bildmaterial zur Veranstaltung benötigen, kontaktieren Sie mich bitte unter peter.laffin@kaiserschild-stiftung.at

Foto (v.l.): Frau Kreditsch, Herr Klingberg, Herr Reicher, Herr Greistorfer, Herr Janisch, Frau Dormann, Herr Horvat, Herr Maierhofer, Herr Loidl, Vertretung von Herrn Prevedel, Herr Theissing, Herr Windischbacher

© Gerhild Kastrun, KFU Graz (Abdruck kostenlos mit Angabe der Fotografin erlaubt)

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-180 360 86 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@kaiserschild-stiftung.at



Gemeinnützige Privatstiftung Kaiserschild
Die Kaiserschild-Stiftung mit Sitz in Hieflau besteht seit 2000 als Privatstiftung durch Herrn Dr. Hans Riegel. Innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe werden von uns unterstützt, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentiert das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgt stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkennt früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, macht er unzählige Kinder glücklich. Doch auch über sein unternehmerisches Engagement hinaus möchte er seine Ideen und Visionen umsetzen. 

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie ist gemeinnützig und operativ tätig. Dadurch kann die Dr. Hans Riegel-Stiftung eigene Projekte in langjährigen Kooperationen verwirklichen, was sie von reinen Förderstiftungen unterscheidet. Dies entspricht dem Willen des Stifters, die Gesellschaft nachhaltig positiv mitzugestalten, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. "HARIBO macht froh" - das galt auch für Dr. Hans Riegel selbst, denn die HARIBO-Begeisterung junger Menschen erfüllte ihn stets mit Glück. Seine Stiftung soll daher insbesondere jungen Menschen etwas zurückgeben und sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft fördern. Als produzierendem Unternehmer waren dem Stifter, neben seinem eigenen Fachgebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, besonders die Ingenieur- und Naturwissenschaften nahe. Ohne Technologie gäbe es schließlich keine Produkte, die der passionierte Marketing- & Vertriebs-Experte hätte vermarkten können. In der Tat sind die Ingenieurs-, Informatik- und Naturwissenschaften (nicht nur) in Deutschland eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohl. Der Stiftungs-Fokus liegt konsequenterweise auf der Förderung von Bildung sowie Forschung und Lehre in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Geiste des Stifters setzt sich die Dr. Hans Riegel-Stiftung für nachhaltige Förderung und aktives Mitgestalten entlang der gesamten Bildungskette ein. Weiterhin umfasst die Satzung der Stiftung „Bildende Kunst“ und „Mildtätigkeit“. Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit 13 deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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