Mädchen dominieren naturwissenschaftlichen Wettbewerb

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg verliehen

Die Carl von Ossietzky Universität Oldenburg hat am Freitag, den 10. Juni 2016 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten verliehen. In Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung wurden in den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Informatik, Mathematik und Physik die jeweils besten Einsendungen ausgezeichnet. Rund 90 Schülerinnen und Schüler aus Nordwest-Niedersachsen bewarben sich mit ihren Seminararbeiten.

Interaktive Kleidungsstücke, Stirlingmotor und weitere aktuelle Themen

11 Schülerinnen und 5 Schüler überzeugten die Jury mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten. Die Preisträger/innen beschäftigten sich mit vielfältigen Themen, wie zum Beispiel der Entwicklung eines interaktiven Kleidungsstücks, der Krankheit Diabetes mellitus oder dem Stirlingmotor. Annina Falldorf und Lea-Marie Rohlfs betrachteten in ihrer Arbeit Sport aus biologischer Sicht. Fabian Rudolf untersuchte die Photovoltaik-Anlage seiner Schule anhand wissenschaftlicher Kriterien.

„Neugier, Begeisterung und Hingabe sind die wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche Forschungsarbeit – das demonstrieren auch die diesjährigen Preisträgerarbeiten wieder eindrucksvoll“, lobt der Studiendekan der Oldenburger Fakultät V Mathematik und Naturwissenschaften, Prof. Dr. Andreas Engel. „Die Preise der Dr. Hans-Riegel Stiftung sind eine wunderbare Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler in ihrem Streben nach selbständiger wissenschaftlicher Arbeit zu unterstützen. Zusätzlich ermöglichen sie der Universität einen frühen Kontakt zu ihren zukünftigen Studierenden.“

Prof. Ingeborg Henzler, Vorstandsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ergänzt: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im sechsten Jahr mit der Universität Oldenburg die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen und werden das auch in Zukunft tun.“

Forschen in der Schule

Während der gymnasialen Oberstufe können die Schüler/innen Forschungsarbeiten selbstständig anfertigen. Mit diesen „Seminararbeiten“, die ins Abitur eingebracht werden, bewarben sich die Schüler/innen an der Universität für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Universität, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Mit schulischen Leistungen bis zu 600€ gewinnen

Die Fachpreise sind in jedem Fach mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz dotiert. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise wurden von Prof. Ingeborg Henzler und Prof. Dr. Engel verliehen.

Die diesjährigen Preisträgerinnen in Biologie:
1.    Platz: Annina Falldorf und Lea-Marie Rohlfs vom Gymnasium Sulingen mit dem Thema „Sport biologisch betrachtet“
2.    Platz: Geske Rippen vom KGS Wiesmoor mit dem Thema „Diabetes mellitus und das Prinzip der diätischen Therapie“
3.    Platz: Linda Ponath von der Kooperativen Gesamtschule Rastede mit dem Thema „Die Folgen des Klimawandels für Flora und Fauna der Alpen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Sulingen.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Chemie:
1.    Platz: Lina Tiedemann vom Gymnasium Warstade mit dem Thema „Leukämie unter besonderer Berücksichtigung der Tyrosinkinase-Hemmer“
2.    Platz: Max Uetrecht von der Graf-Friedrich-Schule Gymnasium in Diepholz mit dem Thema „Die Zuckerrevolution für Europa? Gewinnung, Wirkung und Bedeutung von Stevia“
3.    Platz: Christiane Steffens vom Gymnasium Warstade mit dem Thema „Phenprocoumon als Gerinnungshemmer“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Warstade.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Informatik:
1.    Platz: Meret Lindanis vom IGS Flötenteich in Oldenburg mit dem Thema „Konzeption und Entwicklung eines interaktiven Kleidungsstücks“
2.    Platz: Fabian Rudolf vom Herbartgymnasium in Oldenburg mit dem Thema „Verantwortungsbewussten Umgang mit Energie und Medien durch intelligente Technik pädagogisch sinnvoll und anschaulich fördern - das neue Darstellungskonzept der Photovoltaik-Anlage des Herbartgymnasiums“
3.    Platz: Klaas Hendrik Schweneker vom Gymnasium Sulingen mit dem Thema „Schwärme und Herden“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das IGS Flötenteich in Oldenburg.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Mathematik:
1.    Platz: Karlina Mundin von der Liebfrauenschule Vechta mit dem Thema „Napoleonische Dreiecke und der Fermatpunkt“
2.    Platz: Gesa Reents vom Mariengymnasium Jever mit dem Thema „Das IS-LM-Modell auf Grundlage John Hicks`Interpretation der ‚General Theory of Employment, Interest and Money‘"
3.    Platz: Tim Bohlemann von der Graf-Anton-Günther-Schule in Oldenburg mit dem Thema „Die Fibonacci-Folge“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt die Liebfrauenschule Vechta.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Physik:
1.    Platz: Christina Meinert vom Ratsgymnasium in Osnabrück mit dem Thema „Der Stirlingmotor“
2.    Platz: Sophie Wendt vom Windthorst Gymnasium in Meppen mit dem Thema „Entwicklung eines Messaufbaus zum Vergleich verschiedener Standardlampen“
3.    Platz: Sascha Kühnert von der Freien Waldorfschule Evinghausen mit dem Thema „Erneuerbare Energien und die experimentelle Untersuchung eines Peltier-Elements“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Ratsgymnasium in Osnabrück.

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-227 447 15 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentierte das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgte stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkannte früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, machte er unzählige Kinder glücklich. Mit 90 Jahren verstarb Dr. Hans Riegel am 15. Oktober 2013 in Bonn. Mit seinen Stiftungen in Deutschland und Österreich unterstützt er seit Jahren innovative Projekte im Bildungsbereich. Ihm war es ein Anliegen, der Jugend von heute etwas zurückzugeben und für die Zukunft leistungsfähige Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Forschung zu fördern.

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie ist gemeinnützig und operativ tätig. Dadurch kann die Dr. Hans Riegel-Stiftung eigene Projekte in langjährigen Kooperationen verwirklichen, was sie von reinen Förderstiftungen unterscheidet. Dies entspricht dem Willen des Stifters, die Gesellschaft nachhaltig positiv mitzugestalten, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. "HARIBO macht froh" - das galt auch für Dr. Hans Riegel selbst, denn die HARIBO-Begeisterung junger Menschen erfüllte ihn stets mit Glück. Seine Stiftung soll daher insbesondere jungen Menschen etwas zurückgeben und sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft fördern. Als produzierendem Unternehmer waren dem Stifter, neben seinem eigenen Fachgebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, besonders die Ingenieur- und Naturwissenschaften nahe. Ohne Technologie gäbe es schließlich keine Produkte, die der passionierte Marketing- & Vertriebs-Experte hätte vermarkten können. In der Tat sind die Ingenieurs-, Informatik- und Naturwissenschaften (nicht nur) in Deutschland eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohl. Der Stiftungs-Fokus liegt konsequenterweise auf der Förderung von Bildung sowie Forschung und Lehre in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Geiste des Stifters setzt sich die Dr. Hans Riegel-Stiftung für nachhaltige Förderung und aktives Mitgestalten entlang der gesamten Bildungskette ein. Weiterhin umfasst die Satzung der Stiftung „Bildende Kunst“ und „Mildtätigkeit“. Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit 13 deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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Über 7.000 € Preisgeld wurden an Schüler und Lehrkräfte überreicht
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Mehr als 90 Einsendungen niedersächsischen Schülern gingen ein
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Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im sechsten Jahr mit der Universität Oldenburg die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen und werden das auch in Zukunft tun.
Prof. Ingeborg Henzler, Dr. Hans Riegel-Stiftung
Neugier, Begeisterung und Hingabe sind die wichtigsten Voraussetzungen für erfolgreiche Forschungsarbeit – das demonstrieren auch die diesjährigen Preisträgerarbeiten wieder eindrucksvoll. Die Preise der Dr. Hans-Riegel Stiftung sind eine wunderbare Möglichkeit, Schülerinnen und Schüler in ihrem Streben nach selbständiger wissenschaftlicher Arbeit zu unterstützen. Zusätzlich ermöglichen sie der Universität einen frühen Kontakt zu ihren zukünftigen Studierenden.
Juror Prof. Dr. Jan Lipfert