Mädchen dominieren naturwissenschaftlichen Wettbewerb

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg verliehen

Die Naturwissenschaftliche Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) hat am Samstag, 12. April 2014 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende W-Seminararbeiten verliehen. In Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung wurden in den Un-terrichtsfächern Chemie, Geographie, Mathematik und Physik die jeweils besten drei einge-sandten Arbeiten ausgezeichnet. Rund 160 Schülerinnen und Schüler aus Franken und der Oberpfalz hatten sich um die Fachpreise beworben.

In diesem Jahr entschied sich die Jury für 8 Schülerinnen und 4 Schüler, welche mit ihren wis-senschaftlichen Arbeiten überzeugten. Mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer gelten bisher als überwiegend männliche Domäne, aber auch in diesem Jahr wurde das Vorurteil wi-derlegt. Die jungen Talente beschäftigten sich mit Themen wie Wasseranalyse, schwimmende Städte, mathematische Musik oder „Funktionsweise eines Toasters“.

Prof. Dr. Frank Duzaar hob vor allem die Qualität der Arbeiten hervor: „Bemerkenswert ist nach wie vor die Qualität der eingesandten Arbeiten; hier gilt auch der Dank den Schulen, den Leh-rern und Lehrerinnen für ihr Engagement. Besonderer Dank gilt vor allem der Dr. Hans Riegel Stiftung für ihr Engagement. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass sich unter den Preisträgern mehr Schülerinnen finden. Ich kann alle, insbesondere die Schülerinnen nur ermuntern, ein Studium in dem MINT-Fächern aufzunehmen.“
Herr Dr. Schneider, Vorstandsvorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ist sich sicher: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Ta-lente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im fünften Jahr mit der FAU Erlangen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.“

Seit der Einführung des G8 belegen Abiturientinnen und Abiturienten im Rahmen ihres Lehr-plans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wis-senschaftliche Arbeiten erlernen sollen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerin-nen und Schüler an der FAU für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, be-stehend aus Professoren und Dozenten der FAU, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und der kritischen Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen und Gymnasien der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Stiftungsvorsitzender Dr. Schneider zu den Sachpreisen für die Schulen: „Ab diesem Jahr er-halten die Schulen der Erstplatzierten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Die Erhöhung der Investitionen dafür verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu för-dern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitun-gen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstüt-zen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.

Die Fachpreise wurden von Dr. Reinhard Schneider von der Dr. Hans-Riegel-Stiftung, sowie dem Dekan der Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Frank Duzaar und Mitgliedern der Jury verliehen. Für alle weiteren Wettbewerbsteilnehmer, die nicht zu den Preisträgern zählten, gab es als Anerkennung für ihre Arbeiten fachbezogene Sachpreise und eine Urkunde.

Die diesjährigen Preisträger in Chemie:
1.    Platz: Rebekka Maria Hufnagel vom Dürer-Gymnasium in Nürnberg mit dem Thema „Chemische Konservierungsstoffe im Vergleich zu natürlichen Haltbarmachern“
2.    Platz: Nina Bauer vom Olympia-Morata-Gymnasium in Schweinfurt mit dem Thema „Biologische und chemische Analyse der Horhäuser Quelle ‚Bergbrünnlein‘ “
3.    Platz: Vera Lambrecht vom Armin-Knab-Gymnasium in Kitzingen mit dem Thema „Die Funktionsweise der konventionellen und funktionellen Magnetresonanztomographie, sowie deren Bedeutung für die Alzheimer-Diagnostik

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Dürer-Gymnasium in Nürnberg.

Die diesjährigen Preisträger in Geographie:
1.    Platz: Leonie Vetter vom Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Küs-tenschutz unter besonderer Berücksichtigung des deutschen Küstenraumes und des Klimawandels“
2.    Platz: Johannes Lindenmeier vom Gymnasium Dinkelsbühl mit dem Thema „Leben un-ter dem Vulkan – Neapel im Schatten des Vesuv“
3.    Platz: Jakob Einhaus vom Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen mit dem Thema „Schwimmende Städte und künstliche Inseln – Häuser auf dem Wasser“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Marie-Therese-Gymnasium in Erlangen.

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik:
1.    Platz: Lena Gerhardt vom Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt mit dem Thema „Lösen algebraischer Gleichungen dritten und vierten Grades über den Körper der komplexen Zahlen“
2.    Platz: Anna-Katharina Hirmer vom Gregor-Mendel-Gymnasium in Amberg mit dem Thema „Der Satz von Euler und seine Bedeutung für die RSA-Verschlüsselung“
3.    Platz: Phillip Otto vom Markgräfin-Wilhelmine-Gymnasium in Bayreuth mit dem Thema „Der Satz von Euler und seine Bedeutung für die RSA-Verschlüsselung“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Fränkische Schweiz in Ebermannstadt.

Die diesjährigen Preisträger in Physik:
1.    Platz: Timo Nachbar vom Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz mit dem Thema „Pla-nung, Entwicklung und Bau eines linearen Kernfusionsreaktors mittels elektrostatischem Trägheitseinschluss“
2.    Platz: Nadine Frisch vom Wolfram-von-Eschenbach-Gymnasium in Schwabach mit dem Thema „Das Vogelflugprinzip in Natur und Technik – Schwerpunkt Umsetzung am Verkehrsflugzeug“
3.    Platz: Anja Wenk vom Helene-Lange-Gymnasium in Fürth mit dem Thema „Aufbau, Wirkungsgrad und Funktionsweise eines Toasters“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz.

Mit der Etablierung der Dr. Hans-Riegel-Fachpreise an der Universität Erlangen-Nürnberg möchten die Veranstalter insbesondere die Begeisterung für die Naturwissenschaften stärken und mit attraktiven Preisgeldern einen zusätzlichen Anreiz setzen. Schließlich werden die Grundlagen für eine naturwissenschaftliche Orientierung bereits in der Schule gelegt.


Foto v.l.n.r.: 1. Reihe: Rebekka Maria Hufnagel, Lena Gerhardt, Timo Nachbar, Vera Lam-brecht, Leonie Vetter, Anna-Katharina Hirmer, Nina Bauer, Nanine Frisch; 2. Reihe: die FAU-Juroren Prof. Dr. Jürgen Schatz, Dr. Berhard Lucke, Prof. Dr. Frank Duzaar sowie Phillip Otto, Anja Wenk, Johannes Lindenmeier, Jakob Einhaus und Dr. Reinhard Schneider, Dr. Hans Rie-gel-Stiftung.

Foto: Gerd Gaetzschmann / FAU

Die Nutzung des Bildes ist mit Angabe des Fotografen kostenlos möglich.

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-180 360 86 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentierte das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgte stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkannte früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, machte er unzählige Kinder glücklich. Mit 90 Jahren verstarb Dr. Hans Riegel am 15. Oktober 2013 in Bonn. Mit seinen Stiftungen in Deutschland und Österreich unterstützt er seit Jahren innovative Projekte im Bildungsbereich. Ihm war es ein Anliegen, der Jugend von heute etwas zurückzugeben und für die Zukunft leistungsfähige Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Forschung zu fördern.

Tags:

Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel, Miteigentümer der Firma HARIBO. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Schwerpunkte der eigenen Projekte sind die Unterstützung der Kinderuniversität Bonn sowie die Durchführung der Schülerwettbewerbe „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit zwölf deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

Abonnieren

Medien

Medien

Quick facts

Insgesamt erhielten 12 Abiturienten der Region € 4.800,00 Preisgeld
Tweeten
Vier Schulen wurden Sachpreise im Gesamtwert von € 1.000 zur Förderung des naturwissenschaftlichen Unterrichts überreicht.
Tweeten
Über 150 Schülerinnen und Schüler der Metropolregion nahmen in diesem Jahr mit ihren Seminararbeiten teil.
Tweeten
Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise wurden zum fünften Mal an Talente der Region verliehen.
Tweeten

Zitate

Ab diesem Jahr erhalten die Schulen der Erstplatzierten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Die Erhöhung der Investitionen dafür verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzliche Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.
Dr. Reinhard Schneider, Vorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im fünften Jahr mit der FAU Erlangen die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.
Dr. Reinhard Schneider, Vorsitzender der Dr. Hans Riegel-Stiftung
Bemerkenswert ist nach wie vor die Qualität der eingesandten Arbeiten; hier gilt auch der Dank den Schulen, den Lehrern und Lehrerinnen für ihr Engagement. Besonderer Dank gilt vor allem der Dr. Hans Riegel Stiftung für ihr Engagement. Es ist auch ein gutes Zeichen, dass sich unter den Preisträgern mehr Schülerinnen finden. Ich kann alle, insbesondere die Schülerinnen nur ermuntern, ein Studium in dem MINT-Fächern aufzunehmen.
Prof. Dr. Frank Duzaar, Dekan an der FAU Erlangen-Nürnberg