MaturantInnen erforschen Bier und den Kraftstoff der Zukunft

Dr. Hans Riegel-Fachpreise in Salzburg verliehen

Die Universität Salzburg hat mit der Kaiserschild-Stiftung am Dienstag, 23. September 2014, die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Matura-Arbeiten verliehen. In Kooperation wurden in den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik die jeweils besten drei eingesandten Arbeiten ausgezeichnet. Schülerinnen und Schüler aus ganz Salzburg konnten sich mit ihren freiwillig erstellten Fachbereichsarbeiten bewerben.

Chemische Kampfstoffe, Hohe Tauern, Wasserstoff-Speicher und weitere aktuelle Themen

In diesem Jahr entschied sich die Jury für fünf Schülerinnen und sieben Schüler, welche mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Die jungen Talente beschäftigten sich u.a. der Frage, wie Wasserstoff als Kraftstoff der Zukunft sicher gespeichert werden kann. Sebastian Steiner vom WRG Salzburg untersuchte mehrere Verfahren, wie das leicht-entzündliche Gas aufbewahrt und transportiert wird. Auch Christina Hartsleben nahm sich ein spannendes Thema vor. Pünktlich zum Anstich der Wies’n in München stellt sie die Frage „Bier – Genuss oder Gefahr“ und kommt zu vielfältigen Antworten. Der erste Platz in Biologie ging an Fabian Rosskopf, der den Nationalpark Hohe Tauern genau untersuchte und damit seiner Schule einen Experimentierkasten als Sachpreis verdiente.

Maurizio Musso, Vorsitzender der Fachjury der Universität Salzburg, ist hocherfreut über die Qualität der eingereichten Fachbereichsarbeiten: „Aus der fachwissenschaftlichen Begutachtung der Arbeiten geht eindeutig hervor, dass die besten Talente Arbeiten eingereicht haben, die aufgrund ihrer sachlichen Inhalte und deren Darstellung und Diskussion bereits auf einem Niveau liegen, welches streckenweise durchaus vergleichbar ist mit guten Bachelorarbeiten in den entsprechenden Fachgebieten. Hohes Lob gehört auch den Lehrerinnen und Lehrern, die solche Talente erkennen und motivieren können.“

Marco Alfter, Vorstandsvorsitzender der Kaiserschild-Stiftung, ergänzt: „Die Kaiserschild-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Österreich in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im vierten Jahr mit der Universität Salzburg die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen.“

Forschen in der Schule

In diesem Jahr konnten MaturantInnen letztmalig freiwillig Forschungsarbeiten selbstständig anfertigen. Dadurch erlernen sie das wissenschaftliche Arbeiten und wie die Erkenntnisse optimal ausgewertet und präsentiert werden. Mit diesen „Fachbereichsarbeiten“, die in die Matura eingebracht werden, konnten sich die Schülerinnen und Schüler bei der Universität Salzburg für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der Universität Salzburg, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Ab dem nächsten Schuljahr werden alle MaturantInnen eine „vorwissenschaftliche Arbeit“ erstellen. Diese können dann für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise eingesandt werden. So erhalten noch mehr Schüler/iInnen die Möglichkeit, sich mit den eigenen Forschungsergebnissen einer universitären Jury zu stellen.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Bis zu € 600 Preisgeld und Belohnung für engagierte Schulen

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Stiftungsvorstand Marco Alfter zu den Sachpreisen für die Schulen: „Ab diesem Jahr erhalten die Schulen der Erstplatzierten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Die Erhöhung der Investitionen dafür verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzlicher Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.“

Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise wurden von Vizerektorin Sylvia Hahn und Marco Alfter verliehen.

Die diesjährigen Preisträger in Biologie:
1.    Platz: Fabian Rosskopf vom BORG Radstadt mit dem Thema „Nationalpark Hohe Tauern – Nationalpark der vier Elemente“
2.    Platz: Maximilian Scheid vom PG Herz-Jesu-Missionare mit dem Thema „Lebensraum Watt am Beispiel des Nationalparks Wattenmeer rund um die Insel Föhr“
3.    Platz: Maria-Sophia Stadler vom Akademisches Gymnasium mit dem Thema „Human Papilloma Viren am Beispiel von Kondylomen und Zervixkarzinom“

Die diesjährigen Preisträger in Chemie:
1.    Platz: Christina Hartsleben vom BG Tamsweg mit dem Thema „Bier - Genuss oder Gefahr“
2.    Platz: Valentin Hörschinger vom BG Salzburg mit dem Thema „ Chemische Kampfstoffe - Eigenschaften und Wirksamkeit “
3.    Platz: Johann Hinterstoisser vom BG Salzburg mit dem Thema „Anorganische Pigmente. Herstellung, Verwendung und Relevanz der anorganischen Farbpigmente in der heutigen Zeit“

Die diesjährigen Preisträger in Mathematik:
1.    Platz: Birgit Schwap vom BG Seekirchen mit dem Thema „Über die Entwicklung der Begriffe Null und Unendlich. Geschichtliches und der heutige Sprachgebrauch unter besonderer Berücksichtigung der Vorstellungen von Kindern“
2.    Platz: Laura Liudolt vom BORG Radstadt mit dem Thema „Der Rubik's Cube und seine mathematischen Grundlagen“
3.    Platz: Stefan Kitic vom Akademisches Gymnasium Salzburg mit dem Thema „Spieltheorie - Mathematisch modellierte Entscheidungen“

Die diesjährigen Preisträger in Physik:
1.    Platz: Sebastian Steiner vom WRG Salzburg mit dem Thema „Wasserstoff als Kraftstoff - Wie speichert man den Kraftstoff der Zukunft?“
2.    Platz: Sebastian Berger vom PG Borromäum mit dem Thema „Als die Bilder laufen lernten - Von der Nipkow-Scheibe zum modernen Display“
3.    Platz: Lisa Kuhn vom Privatgymnasium St. Ursula mit dem Thema „Und täglich grüßt das Zwillingsparadoxon - Die Auswirkung und Nutzung der Zeitdilatation im Alltag“

Mit der Etablierung der Dr. Hans-Riegel-Fachpreise in Salzburg möchten die Veranstalter die Begeisterung für die Naturwissenschaften stärken und mit attraktiven Preisgeldern herausragende Talente fördern. Schließlich werden die Grundlagen für eine naturwissenschaftliche Orientierung bereits in der Schule gelegt.

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-227 447 15 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@kaiserschild-stiftung.at



Gemeinnützige Privatstiftung Kaiserschild
Die Kaiserschild-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentierte das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgte stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkannte früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, machte er unzählige Kinder glücklich. Mit 90 Jahren verstarb Dr. Hans Riegel am 15. Oktober 2013 in Bonn. Mit seinen Stiftungen in Deutschland und Österreich unterstützt er seit Jahren innovative Projekte im Bildungsbereich. Ihm war es ein Anliegen, der Jugend von heute etwas zurückzugeben und für die Zukunft leistungsfähige Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Forschung zu fördern.

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie ist gemeinnützig und operativ tätig. Dadurch kann die Dr. Hans Riegel-Stiftung eigene Projekte in langjährigen Kooperationen verwirklichen, was sie von reinen Förderstiftungen unterscheidet. Dies entspricht dem Willen des Stifters, die Gesellschaft nachhaltig positiv mitzugestalten, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. "HARIBO macht froh" - das galt auch für Dr. Hans Riegel selbst, denn die HARIBO-Begeisterung junger Menschen erfüllte ihn stets mit Glück. Seine Stiftung soll daher insbesondere jungen Menschen etwas zurückgeben und sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft fördern. Als produzierendem Unternehmer waren dem Stifter, neben seinem eigenen Fachgebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, besonders die Ingenieur- und Naturwissenschaften nahe. Ohne Technologie gäbe es schließlich keine Produkte, die der passionierte Marketing- & Vertriebs-Experte hätte vermarkten können. In der Tat sind die Ingenieurs-, Informatik- und Naturwissenschaften (nicht nur) in Deutschland eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohl. Der Stiftungs-Fokus liegt konsequenterweise auf der Förderung von Bildung sowie Forschung und Lehre in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Geiste des Stifters setzt sich die Dr. Hans Riegel-Stiftung für nachhaltige Förderung und aktives Mitgestalten entlang der gesamten Bildungskette ein. Weiterhin umfasst die Satzung der Stiftung „Bildende Kunst“ und „Mildtätigkeit“. Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit 13 deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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Fast 6.000 € Preisgeld wurden an Schüler und Lehrkräfte überreicht
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Die Kaiserschild-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, welche Österreich in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im vierten Jahr mit der Universität Salzburg die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen.
Stiftungsvorstand Marco Alfter
Ab diesem Jahr erhalten die Schulen der Erstplatzierten Sachpreise im Wert von je 250 Euro. Die Erhöhung der Investitionen dafür verbinden wir mit dem Wunsch, diejenigen zu ehren und langfristig zu fördern, die für die talentierten Preisträger/innen verantwortlich sind: Lehrkräfte und Schulleitungen. Mithilfe von zusätzlicher Ausstattung für den naturwissenschaftlichen Unterricht unterstützen wir indirekt viele Talente bereits in der Schule.
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Aus der fachwissenschaftlichen Begutachtung der Arbeiten geht eindeutig hervor, dass die besten Talente Arbeiten eingereicht haben, die aufgrund ihrer sachlichen Inhalte und deren Darstellung und Diskussion bereits auf einem Niveau liegen, welches streckenweise durchaus vergleichbar ist mit guten Bachelorarbeiten in den entsprechenden Fachgebieten. Hohes Lob gehört auch den Lehrerinnen und Lehrern, die solche Talente erkennen und motivieren können.
Maurizio Musso, Vorsitzender der Fachjury der Universität Salzburg