Schüler dressieren Goldfische, bauen Motoren und suchen unbekannte Planeten

Gymnasiasten mit Dr. Hans Riegel-Fachpreisen ausgezeichnet

Köln. Die Universität zu Köln und die Dr. Hans Riegel-Stiftung zeichneten am 01. Oktober 2013 Forschungsarbeiten von Schülern der Region aus. Prämiert wurden jeweils drei Facharbeiten mit biologischem, chemischem, geographischem, mathematischem und physikalischem Schwerpunkt. Das Vorstandsmitglied der Dr. Hans-Riegel-Stiftung, Prof. Ingeborg Henzler, und der Studiendekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät, Prof. Dr. Bresges, überreichten die Auszeichnungen.

„Die Themenvielfalt und auch die Qualität der Arbeiten sind einfach beeindruckend! Dies bestätigt uns in unseren Fördermaßnahmen. Ich hoffe, dass die ausgezeichneten Talente weiterhin neugierig bleiben und wir in der Forschung oder Wirtschaft wieder von Ihnen hören werden. Wir werden die Preisträger durch unsere Alumni-Arbeit unterstützen und vielfach vernetzen.“, so Prof. Henzler von der Dr. Hans Riegel-Stiftung.

„Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet Kreativität, Neugierde und den intensiven Austausch mit anderen Forschern. Die Teilnahme am Wettbewerb der Dr. Hans-Riegel bietet einen hervorragenden Einstieg in diese spannende Welt. Unsere Gutachter, ständig auf der Suche nach jungen Talenten, setzen sich mit jeder guten Facharbeit vertieft auseinander. Höhepunkt war auch dieses Jahr die Preisverleihung - bis in den Abend standen die jungen Menschen mit den führenden Wissenschaftlern ihres Lieblingsfaches zusammen und unterhielten sich über die spannenden Themen ihrer Facharbeiten.“, so Studiendekan Prof. Dr. Andre Bresges.

Mehr als 60 Schülerinnen und Schüler aus Köln, Aachen und der Region haben sich für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise 2013 beworben. Hierzu zählt zum Beispiel Leena Georgi aus Köln, die den 2. Preis im Fach Biologie erhielt. Sie dressierte Goldfische und dokumentierte die erreichten Verhaltensänderungen.

Ebenfalls großen Einsatz brachte Gustav Müller-Franzes aus  Euskirchen beim Bau eines Stirling-Motors. Dies zu beschreiben und anschließend noch den Wirkungsgrad zu bestimmen, brachte ihm den dritten Platz im Fach Physik ein.

Merlin Kammerer aus Bensberg untersuchte das Konzept des „Fair Trade Towns“ in Bergisch-Gladbach. In Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und lokalen Unternehmen erforschte sie die Zielsetzungen und Ergebnisse von „Fair Trade“ in Bergisch Gladbach. Die Jury war begeistert und würdigt die englisch-sprachige Arbeit mit dem ersten Platz in Geographie.

Die ausgezeichneten SchülerInnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 600, 400 bzw. 200 Euro. Die Schulen der Erstplatzierten werden mit einem Sachpreis im Wert von 100 Euro bedacht. Folgende Personen wurden mit den Dr. Hans-Riegel-Fachpreisen geehrt:

Die Sieger im Fach Biologie:

1.    Platz: Jonas Werner (Gymnasium Haus Overbach, Jülich) – „Die Wirkungs-weise von Walnussbäumen auf andere Pflanzen“

2.    Platz: Leena Georgi (Hildegard von Bingen Gymnasium, Köln) – „Verhaltensänderung durch klassisches Konditionieren bei Goldfischen“

3.    Platz: Constantin Lichnog (Irmgardis-Gymnasium, Köln) – „Experimentelle Auseinandersetzung mit der FADS2-Maus im Hinblick auf den Nachweis einer gelungenen Mutation“

Die Sieger im Fach Chemie:

1.    Platz: Jacob Schneidewind (Kaiserin-Augusta-Schule, Köln) – „CO2 in der Cycloaddition - Kohlenstoffdioxid als Rohstoff für die chemische Industrie?“

2.    Platz: Niklas Herrmann (Albertus-Magnus-Gymnasium Bensberg) – „Tribo-lumineszenz - Leuchtstarke Alternativen zu Komplexen mit Metallen der seltenen Erden“

3.    Platz: Isaac Heimbach (Einhard-Gymnasium, Aachen) – „Einwirkungen von Umweltfaktoren auf die Adhäsion chemisch aushärtender Klebstoffe“

Die Sieger im Fach Geographie:

1.    Platz: Merlin Kammerer (Albertus-Magnus-Gymnasium, Bensberg) – „Fair Trade Town Bergisch Gladbach - Really fair or just prestige?“

2.    Platz: Vera Füssgen (Irmgardis-Gymnasium, Köln) – „Die Bebauung des Sürther Feldes in Köln-Rodenkirchen - ein Beispiel für nachhaltige Stadtentwicklung?“

3.    Platz: Sebastian Klein (Otto-Hahn-Gymnasium Bergisch Gladbach) – „Der Ausbau des Godorfer Hafens - ein Projekt, das Köln fit macht für das 21. Jahrhundert?“

Der Sieger im Fach Mathematik:

1.    Platz: Laurids Schmitz (Königin-Luise-Schule, Köln) – „Mathematische und technische Überlegungen zur Leonardo-Brücke“

Die Sieger im Fach Physik:

1.    Platz: Tobias Nägele (Gymnasium Haus Overbach, Jülich) – „Extrasolare Planeten - Methoden zur Detektion“

2.    Platz: David Franzmann (Einhard-Gymnasium, Aachen) – „Nachweis der Zeitdilatation mit dem Myonen-Experiment“

3.    Platz: Gustav Müller-Franzes (Emil-Fischer-Gymnasium, Euskirchen) – „Bau eines Stirlingmotors und experimentelle Überprüfung seines Wirkungsgrades“


Foto: Die Preisträgerinnen und Preisträger sowie Schulvertreter mit Dekan Prof. Schneider (1.v.l.), Stiftungsvorstand Prof. Henzler (2.v.r.) und Studiendekan Prof. Bresges (1.v.r.)
© Patric Fouad, Universität zu Köln

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-180 360 86 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentiert das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgt stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkennt früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, macht er unzählige Kinder glücklich. Doch auch über sein unternehmerisches Engagement hinaus möchte er seine Ideen und Visionen umsetzen. 

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie ist gemeinnützig und operativ tätig. Dadurch kann die Dr. Hans Riegel-Stiftung eigene Projekte in langjährigen Kooperationen verwirklichen, was sie von reinen Förderstiftungen unterscheidet. Dies entspricht dem Willen des Stifters, die Gesellschaft nachhaltig positiv mitzugestalten, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. "HARIBO macht froh" - das galt auch für Dr. Hans Riegel selbst, denn die HARIBO-Begeisterung junger Menschen erfüllte ihn stets mit Glück. Seine Stiftung soll daher insbesondere jungen Menschen etwas zurückgeben und sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft fördern. Als produzierendem Unternehmer waren dem Stifter, neben seinem eigenen Fachgebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, besonders die Ingenieur- und Naturwissenschaften nahe. Ohne Technologie gäbe es schließlich keine Produkte, die der passionierte Marketing- & Vertriebs-Experte hätte vermarkten können. In der Tat sind die Ingenieurs-, Informatik- und Naturwissenschaften (nicht nur) in Deutschland eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohl. Der Stiftungs-Fokus liegt konsequenterweise auf der Förderung von Bildung sowie Forschung und Lehre in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Geiste des Stifters setzt sich die Dr. Hans Riegel-Stiftung für nachhaltige Förderung und aktives Mitgestalten entlang der gesamten Bildungskette ein. Weiterhin umfasst die Satzung der Stiftung „Bildende Kunst“ und „Mildtätigkeit“. Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit 13 deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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Prof. Ingeborg Henzler, Dr. Hans Riegel-Stiftung
Wissenschaftliches Arbeiten beinhaltet Kreativität, Neugierde und den intensiven Austausch mit anderen Forschern. Die Teilnahme am Wettbewerb der Dr. Hans-Riegel bietet einen hervorragenden Einstieg in diese spannende Welt. Unsere Gutachter, ständig auf der Suche nach jungen Talenten, setzen sich mit jeder guten Facharbeit vertieft auseinander. Höhepunkt war auch dieses Jahr die Preisverleihung - bis in den Abend standen die jungen Menschen mit den führenden Wissenschaftlern ihres Lieblingsfaches zusammen und unterhielten sich über die spannenden Themen ihrer Facharbeiten.
Prof. Dr. Andre Bresges, Studiendekan der Universität zu Köln