Schüler untersuchen Flüchtlingsunterkünfte und Ampelschaltungen

Dr. Hans Riegel-Fachpreise an der LMU München verliehen

Die Ludwig-Maximilians-Universität München hat in Kooperation mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung am Mittwoch, den 22. Juni 2016 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für herausragende Schülerarbeiten verliehen. In den Unterrichtsfächern Biologie, Chemie, Geografie, Informatik und Mathematik wurden die jeweils besten Einsendungen ausgezeichnet. Insgesamt 118 Schülerinnen und Schüler aus dem Großraum München bewarben sich mit ihren Arbeiten.

Bio-Rhythmus, Auswirkung von Flüchtlingen auf München und weitere aktuelle Themen

In diesem Jahr entschied sich die Jury für 6 Schülerinnen und 8 Schüler, die mit ihren wissenschaftlichen Arbeiten überzeugten. Die Preisträger/innen beschäftigten sich mit vielfältigen Themen: Leonie Plikat behandelte in ihrer Arbeit die Auswirkung von Flüchtlingsunterkünften auf München. Die Jury der LMU wählte ihre Arbeit deshalb auf den ersten Platz im Fach Geographie. Veronika Gottfried beschäftigte sich mit der inneren Uhr und wie dieser Bio-Rhythmus sich beeinflussen lässt.

Karl-Heinz Schupp, Beiratsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung, ergänzt: „Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im siebten Jahr mit der LMU die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.“

Forschen in der Schule

Abiturientinnen und Abiturienten müssen im Rahmen ihres Lehrplans wissenschaftspropädeutische Seminare, sogenannte W-Seminare, in denen sie das wissenschaftliche Arbeiten erlernen sollen, belegen. Mit ihren Seminararbeiten konnten sich die Schülerinnen und Schüler an der Universität Potsdam für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise bewerben. Eine Fachjury, bestehend aus Professoren und Dozenten der LMU, begutachtete und bewertete die Arbeiten nach wissenschaftlichen Kriterien.

Maßstäbe für die Prämierung waren dabei in den naturwissenschaftlichen Arbeiten nicht nur das Ansammeln und Wiedergeben von Wissen aus den Lehrbüchern, sondern vor allem das eigene Experimentieren der Schülerinnen und Schüler und die kritische Auseinandersetzung mit praktischen Versuchen.

Die Fachpreise sind in jedem Fach dotiert mit jeweils 600 Euro für den ersten Platz, 400 Euro für den zweiten Platz und 200 Euro für den dritten Platz. Zudem erhalten die Schulen und Gymnasien der Erstplatzierten einen Sachpreis in Höhe von rund 250 Euro als Anerkennung der Betreuung der Arbeiten durch die jeweiligen Fachlehrer.

Die Fachpreise wurden von Prof. Dr. Sigmund Stintzing, Vizepräsident der LMU München sowie Karl-Heinz Schupp, Beiratsmitglied der Dr. Hans-Riegel-Stiftung und Mitgliedern der Jury verliehen.

Die diesjährigen Preisträger/innen in Biologie:
1.    Platz: Lukas Neudegger vom Wilhelm-Hauenstein Gymnasium in München mit dem Thema „Arbuskuläre Mykorrhiza und deren Auswirkung auf das Wachstum von Triticam aestivum, Tagetes patula und Petroselinum crispum“
2.    Platz: Veronika Gottfried vom Gymnasium Tutzing mit dem Thema „Das Ticken der inneren Uhr - Der zirkadiane Rhythmus des Menschen“
3.    Platz: Sophie Schoen vom Gymnasium Starnberg mit dem Thema „Elektrische Signale bei der Venusfliegenfalle“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Wilhelm-Hauenstein Gymnasium in München.


Die diesjährigen Preisträger in Chemie:
1.    Platz: Konrad Mundt vom Heinrich-Heine-Gymnasium in München mit dem Thema „Die Grenzen der acicimetischen Titration am Beispiel Vanillin“
2.    Platz: Moritz Klingan vom Otto-von-Taube Gymnasium in Gauting mit dem Thema „Purification of human Hsp27 (HspB1) and examination of the caperone activity at variing pH conditions”
3.    Platz: Sebastian Rößler vom Gymnasium Kirchseeon mit dem Thema „Bakterizide Wirkung von Hopfen“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Heinrich-Heine-Gymnasium in München.


Die diesjährigen Preisträgerinnen in Geografie:
1.    Platz: Leonie Plikat vom Michaeli-Gymnasium in München mit dem Thema „Die Unterbringung von Flüchtlingen in München seit 2013 und ihre Auswirkungen auf die Stadtentwicklung“
2.    Platz: Imke Schirmacher vom Carl-Spitzweg-Gymnasium in Germering mit dem Thema „Die Nutzung der Transportmittel auf dem Schulweg zum Carl-Spitzweg-Gymnasium - eine Analyse“
3.    Platz: Marie-Luise Holländer vom Otto-von-Taube Gymnasium in Gauting mit dem Thema „Glückliche Kinder-Glückliche Bürger - Was wir von den Holländern lernen können“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Michaeli-Gymnasium in München.

Die diesjährigen Preisträger in Informatik:
1.    Platz: Felix Wimbauer vom Feodor-Lynen Gymnasium in Planegg mit dem Thema „3D-Wahrnehmung von Daredevil, aktuelle Techniken zur 3D-Vermessung und Bau eines 3D-Scanners“
2.    Platz: Jens Metschkoll vom Gymnasium Olching mit dem Thema „Umsetzung datenschutzrechtlicher Vorgaben auf Websites“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Feodor-Lynen Gymnasium in Planegg.


Die diesjährigen Preisträger/innen in Mathematik:
1.    Platz: Felix Fischer vom Gymnasium Puchheim mit dem Thema „Annäherung an die Lösung des N-Körper-Problems mit Hilfe einer Computersimulation“
2.    Platz: Zoe Siebers vom Rainer-Maria-Rilke Gymnasium in Icking mit dem Thema „Vergleich der Effizienz verschiedener Ampelschaltungen an Engstellen mithilfe einer Simulation auf Basis des Nagel-Schreckenberg-Modells“
3.    Platz: Sebastian Burgkart vom Erasmus-Grasser Gymnasium in München mit dem Thema „Mathematische Untersuchungen bei dem Spiel Samsara“

Den Sachpreis für die Schülerförderung erhielt das Gymnasium Puchheim.


Mit der Etablierung der Dr. Hans-Riegel-Fachpreise an der LMU möchten die Veranstalter insbesondere die Begeisterung für die Naturwissenschaften stärken und mit attraktiven Preisgeldern einen zusätzlichen Anreiz setzen. Schließlich werden die Grundlagen für eine naturwissenschaftliche Orientierung bereits in der Schule gelegt.

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-227 447 15 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentierte das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgte stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkannte früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, machte er unzählige Kinder glücklich. Mit 90 Jahren verstarb Dr. Hans Riegel am 15. Oktober 2013 in Bonn. Mit seinen Stiftungen in Deutschland und Österreich unterstützt er seit Jahren innovative Projekte im Bildungsbereich. Ihm war es ein Anliegen, der Jugend von heute etwas zurückzugeben und für die Zukunft leistungsfähige Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Forschung zu fördern.

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel, Miteigentümer der Firma HARIBO. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Schwerpunkte der eigenen Projekte sind die Unterstützung der Kinderuniversität Bonn sowie die Durchführung der Schülerwettbewerbe „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit zwölf deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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Über 7.000 € Preisgeld wurden an Schüler und Lehrkräfte überreicht
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Mehr als 100 Einsendungen von Münchener Schülern gingen ein
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Die Dr. Hans Riegel-Stiftung begleitet junge Menschen auf ihrem Weg in ein naturwissenschaftliches Studium oder einen technischen Beruf. Mit diesem Wettbewerb finden und fördern wir die Talente, die Deutschland in Zukunft als gut ausgebildete Fachkräfte benötigt. Wir freuen uns, dass wir nun im siebten Jahr mit der LMU die Dr. Hans Riegel-Fachpreise verleihen können.
Karl-Heinz Schupp, Beiratsmitglied der Dr. Hans Riegel-Stiftung