Schüler untersuchen Waschmittel, hinterfragen Milchkühe-Zucht und gehen in den Windkanal

Oberstufenschüler erhalten "Dr. Hans Riegel-Fachpreise" an Uni Münster

An der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sind am Mittwoch (2. Oktober) 13 Schülerinnen und Schüler aus dem Regierungsbezirk Münster mit den "Dr. Hans Riegel-Fachpreisen" für die besten Facharbeiten in Biologie, Geografie, Chemie, Mathematik und Physik ausgezeichnet worden. Eine Jury aus Universitätsprofessoren hatte die Arbeiten der Oberstufenschüler begutachtet. Staatssekretär a. D. Wolf-Michael Catenhusen (Vorsitzender des Kuratoriums der ICBF-Stiftung, Münster) sowie Prof. Ingeborg Henzler (Vorstand der "Dr. Hans Riegel-Stiftung", Bonn) verliehen die Preise mit einem Gesamtwert von 5600 Euro im Namen der "Dr. Hans Riegel-Stiftung" und der Stiftung des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF).

Mehr als 70 Schülerinnen und Schüler aus dem ganzen Münsterland haben sich für die Dr. Hans Riegel-Fachpreise 2013 beworben. Hierzu zählt zum Beispiel Anna Höckeri aus Münster, die den 1. Preis im Fach Biologie erhielt. Sie untersuchte die Auswirkungen von intensiver Züchtung bei Milchkühen.

Annika Kühn beschäftigte sich mit der Wirksamkeit von verschiedenen Waschmitteln. Anhand der Aktivitäten einzelner Wirkstoffe erarbeitete sie mit chemischen Methoden die optimale Behandlung für bestimmte Flecken.

Der Strukturwandel ist im Ruhrgebiet eine große Herausforderung mit unterschiedlichen Ergebnissen. Lukas Koch beschäftigte sich mit dem Gelsenkirchener Nordsternpark und kam zu dem Ergebnis: „ein Vorzeigeprojekt“!. Die Jury war begeistert und würdigte die Arbeit mit dem ersten Platz in Geographie.

Die ausgezeichneten SchülerInnen erhalten ein Preisgeld in Höhe von 600, 400 bzw. 200 Euro. Die Schulen der Erstplatzierten werden mit einem Sachpreis im Wert von 100 Euro bedacht. Folgende Personen wurden mit den Dr. Hans-Riegel-Fachpreisen geehrt:

Biologie

1. Platz: Anna Höcker (Hannah-Arendt-Gymnasium, Lengerich) - „Embryotransfer als Mittel zur Höchstleistungszucht - Fluch oder Segen?“

2. Platz: Janik Sebastian Grothues (Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium, Münster) - „Die Einflussaktoren und Bedeutung der postprandialen Hyperglykämie am Beispiel eines Typ-1-Diabetikers“

3. Platz: Nina Lindemann (Gymnasium Petrinum, Recklinghausen) - „Biolumines-zenz beim Bakterium Vibrio fischeri als Bioindikator“

Chemie

1. Platz: Annika Kühn (Gymnasium St. Mauritz, Münster) – „Untersuchung der Proteaseaktivität verschiedener Waschmittel“

2. Platz: Philipp Heilen (Gymnasium Laurentianum, Warendorf) - „Auf den Spuren Liebigs - die Elementaranalyse“

3. Platz: Lara Benning (St.-Josef-Gymnasium, Bocholt) – „Der Radieschen-Indikator. Eine geeignete natürliche Alternative zu herkömmlichen chemischen Indikatoren?“

Geographie

1. Platz Lukas Koch (Albert-Schweitzer-/Geschwister-Scholl-Gymnasium, Marl) – „Der Nordsternpark – ein Vorzeigeprojekt des Strukturwandels im Ruhrgebiet“

2. Platz: Lukas Lenfort (Gymnasium Augustinianum, Greven) – „Windkraftanlagen vor meiner Haustür – Gefahr oder Chance für Mensch und Natur?“

Mathematik

1. Platz: Dennis Jaschek (Max-Planck-Gymnasium, Gelsenkirchen) – „Funktionentheorie. Untersuchung komplexwertiger Funktionen auf komplexe Differenzierbarkeit und Holomorphie unter besonderer Betrachtung der komplexen Exponentialfunktion“

2. Platz: Christian Klemm (Freiherr-vom-Stein-Gymnasium, Münster) – „Welchen Vorteil bringen die Erweiterungen SatNavs und A* gegenüber dem ursprünglichen Dijkstra-Algorithmus? Exemplarische Erläuterung anhand einer Route in Münster“

Physik

1. Platz: Marius Büdenbender (Gymnasium St. Mauritz, Münster) – „Experimentelle Untersuchung des Flettner-Rotors in einem Windkanal“

2. Platz: Steffen Isfort (Gymnasium Paulinum, Münster) – „Bau einer unterbre-chungsfreien Stromversorgung“

3. Platz: Lara Maria Bartels (Gymnasium Oesede, Georgsmarienhütte) – „Search for New Physics in the B-mu mu decay modes with LHCb“

Peter Laffin; Projektkoordinator „Dr. Hans Riegel-Fachpreise“
Tel.: 0049-228-180 360 86 oder 0049-151-1633 2264;
E-Mail: peter.laffin@hans-riegel-stiftung.com



Dr. Hans Riegel-Stiftung
Die Dr. Hans Riegel-Stiftung unterstützt innovative Bildungskonzepte und Ideen-Wettbewerbe, um aktiv an der Erneuerung der Bildungslandschaft mitzuarbeiten und junge Talente für die Herausforderungen der Zukunft zu stärken. Die ausgelobten Dr. Hans Riegel-Fachpreise fördern und belohnen außergewöhnliche Leistungen in den Naturwissenschaften. 
Ziel der Fachpreise ist, junge Talente im mathematisch-naturwissenschaftlichen Bereich zu fördern und frühzeitig den Kontakt zur Hochschule und entsprechenden Fördermöglichkeiten herzustellen. Außerdem wird durch diesen Wettbewerb der Austausch zwischen den Bildungsträgern Schule und Universität unterstützt und so eine bessere Begabtenförderung erreicht.


Hans Riegel
Hans Riegel wurde 1923, in Bonn, als Sohn eines Fabrikanten geboren und besuchte das Aloisiuskolleg in Bad Godesberg. Nach seiner Rückkehr aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft übernimmt er zusammen mit seinem Bruder Paul die Geschäftsführung des wiedereröffneten Betriebes. 
Hans Riegel repräsentiert das Unternehmen in der Öffentlichkeit und sorgt stetig für neue Produktentwicklungen. Er erkennt früh, wie er mit geschicktem Marketing die Marke HARIBO etablieren kann.
„HARIBO macht Kinder froh“, so lautete der ursprüngliche HARIBO Slogan seit den 30iger Jahren, der 1960 mit der Erweiterung "...und Erwachsene ebenso" ergänzt wurde. Kinder standen also von Anfang an im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit von Dr. Hans Riegel. 
Mit der Produktion von 100 Millionen Goldbären pro Tag, weltweit, macht er unzählige Kinder glücklich. Doch auch über sein unternehmerisches Engagement hinaus möchte er seine Ideen und Visionen umsetzen. 

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Über uns

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung ist eine rechtsfähige öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts mit Sitz in Bonn. Sie ist gemeinnützig und operativ tätig. Dadurch kann die Dr. Hans Riegel-Stiftung eigene Projekte in langjährigen Kooperationen verwirklichen, was sie von reinen Förderstiftungen unterscheidet. Dies entspricht dem Willen des Stifters, die Gesellschaft nachhaltig positiv mitzugestalten, um zukünftige Herausforderungen zu bewältigen und Innovation zu fördern. "HARIBO macht froh" - das galt auch für Dr. Hans Riegel selbst, denn die HARIBO-Begeisterung junger Menschen erfüllte ihn stets mit Glück. Seine Stiftung soll daher insbesondere jungen Menschen etwas zurückgeben und sie bei der Gestaltung ihrer Zukunft fördern. Als produzierendem Unternehmer waren dem Stifter, neben seinem eigenen Fachgebiet der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre, besonders die Ingenieur- und Naturwissenschaften nahe. Ohne Technologie gäbe es schließlich keine Produkte, die der passionierte Marketing- & Vertriebs-Experte hätte vermarkten können. In der Tat sind die Ingenieurs-, Informatik- und Naturwissenschaften (nicht nur) in Deutschland eine wichtige Basis für zukunftsgerichtete Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliches Wohl. Der Stiftungs-Fokus liegt konsequenterweise auf der Förderung von Bildung sowie Forschung und Lehre in den sogenannten MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Im Geiste des Stifters setzt sich die Dr. Hans Riegel-Stiftung für nachhaltige Förderung und aktives Mitgestalten entlang der gesamten Bildungskette ein. Weiterhin umfasst die Satzung der Stiftung „Bildende Kunst“ und „Mildtätigkeit“. Seit 1987 besteht die Privatstiftung von Herrn Dr. Hans Riegel. Die Gemeinnützigkeit der Stiftung wurde im Jahr 2000 anerkannt. Ziele der Aktivitäten sind die Verbesserung der Bildungsanstrengungen in Deutschland, Talentförderung und die Unterstützung leistungsfähiger Nachwuchskräfte. Die Entwicklung der Stiftung wird von Herrn Dr. Schneider als Vorsitzenden und Herrn Alfter als Geschäftsführer gelenkt. Den Vorstand verstärkt Frau Prof. Henzler, ehemalige Präsidentin der Fachhochschule Koblenz. Dr. Hans Riegel-Fachpreise Seit 2006 verleiht die Dr. Hans Riegel-Stiftung in Zusammenarbeit mit 13 deutschen Universitäten die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Diese zeichnen herausragende vorwissenschaftliche Arbeiten von Schüler/innen der Sekundarstufe II aus. Die Dr. Hans Riegel-Fachpreise belohnen die jeweils drei besten Einreichungen der Schulfächer Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik mit € 600, € 400 bzw. € 200. Die Auswahl über die Sieger/innen obliegt den Juroren der einzelnen Hochschulen. Pro Jahr beteiligen sich mehr als 1.000 deutsche Schüler/innen an den Dr. Hans Riegel-Fachpreisen, von denen pro Jahr ca. 150 Personen Geldpreise im Gesamtwert von knapp € 60.000 erhalten

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