Werden eine Handvoll Innovationen dem Harwarder einen Platz im Wald sichern?

Trotz unbestreitbarer Vorteile haben sich Harwader, Kombimaschinen aus Harvestern und Forwardern, bisher im Wald nicht durchsetzen können. Die weitere Verbreitung scheiterte bislang an der fehlenden Rentabilität.

Auf der Elmia Wood 2013 lässt der schwedische Erfinder Christer Lennartson seine Visionen Wirklichkeit werden und präsentiert eine Maschine mit dem Potenzial, sich auch am Markt zu behaupten.

Auf dem Markt werden bereits von einigen Herstellern Harwarder angeboten, aber die Forstunternehmer verhalten sich bislang abwartend und zeigen wenig Investitionsbereitschaft.

Christer Lennartson sieht dafür mehrere Gründe. Für ganz wesentlich hält er die bisherige Beschränkung der Aggregatwahl auf spezielle Durchforstungsköpfe, die damit zwangsläufig das Einsatzspektrum der Maschinen eingrenzt.

„Wir bieten den ersten Harwarder für die Endnutzung. Der Unternehmer kann an unserer Maschine jedes beliebige Aggregat einsetzen“, sagt Christer Lennartson.

Seine Maschine mit der Bezeichnung "the beauty" bietet eine Reihe neuer Lösungen:

  • Mit Blick auf das Abladen, als bisher kritische Schwachstelle, entwickelte er eine auf den Ladevorgang angepasste Anbaulösung. Im Wald arbeitet die Maschine als Harvester mit Rungenkorb. Ein gewöhnliches Aggregat wir zum Fällen und Entasten eingesetzt, der Einschnitt erfolgt direkt in den Rungenkorb.
    Zum Abladen wird das Aggregat dann aber gegen einen leistungsfähigen Greifer ausgewechselt. Das dabei zum Einsatz kommende Schnellwechselsystem ist der Kern seiner Neuentwicklung.
    „Der Fahrer kann innerhalb weniger Sekunden vom Führerhaus aus wechseln - es funktioniert perfekt“, sagt Lennartsson.
    Seine Maschine ist seit drei Jahren im  Einsatz und läuft seit September 2012 mit Maximalkapazität. Die technische Verfügbarkeit in diesem Zeitraum lag bei fast 100 Prozent. Die einzige aufgetretene Störung war ein gerissener Kühlerschlauch.
  • Weitere neue Features an der Maschine sind ein leistungsfähiger Kran mit zwei Tonnen Hubkraft bei 10 m Reichweite sowie ein ganz neu entwickelter hydraulischer Antrieb mit Motoren in jeder der zehn Radnaben.
  • "The beauty" bietet durch zehn einzeln aufgehängte Räder mit Niveauregulierung hohe Bodenpfleglichkeit. Zur Vermeidung von Schlupf und Scherkräften kann die Geschwindigkeit jedes Rades individuell gesteuert werden.

Die Befahrungsintensität und damit die Bodenschäden werden durch die Maschine insgesamt minimiert, da sie die Arbeit von zwei konventionellen Maschinen in einem Arbeitsgang erledigt.

Der größte Vorteil des Harwarders besteht nach Aussage von Lennartsson aber darin, dass der Fahrer die gesamte Aufarbeitung mit einer einzigen Maschine mit im Vergleich zu konventionellen Systemen um 25% reduziertem Zeitaufwand durchführen kann.

Falls Ihnen der Name „Christer Lennartsson“ bekannt vor kommt, liegt das daran, dass er sich bereits mit einigen spektakulären Entwicklungen einen Namen gemacht hat. Seine letzte und bekannteste Konstruktion war der ferngesteuerte Harvester „beast“. Damit wird auch klar, warum er seinen neu entwickelten Harwarder "the beauty" getauft hat.

Im aktuellen Projekt arbeitet Lennartsson mit dem Maschinenbauingenieur Andreas Andersson zusammen.

Kontakt:

Torbjörn Johnsen, Geschäftsbereichsleiter,  Elmia AB
torbjorn.johnsen@elmia.se
46 36 15 22 54

Elmia Wood vom 5. bis 8. Juni 2013

Forstleute aus aller Welt kommen zur Elmia Wood.  Die Grundidee hinter den Forstmessen von Elmia besteht darin, Maschinen und Technik moderner Forstwirtschaft im passenden Umfeld zu zeigen – im Wald. Es soll eine aktive Messe mit Vorführungen sein, die widerspiegeln, wie Forstwirtschaft in Skandinavien betrieben wird. Die Elmia Wood findet jedes vierte Jahr in den Wäldern rund um Jönköping statt. Willkommen zur Nr. 1 im Forst 5. – 8. Juni 2013!  www.elmiawood.com

Die Forstmessen von Elmia

Elmia Wood 5. bis 8. Juni 2013
SkogsElmia 4. bis 6. Juni 2015
Elmia Wood 7. bis 10. Juni 2017

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