BMBF fördert zwei neue Forschungsprojekte der Fachhochschule Köln

Anerkennung für die Leistungsfähigkeit der Forschung an der Fachhochschule Köln und deren Potenzial für den Markt: Gleich zwei neue Forschungsprojekte der Hochschule werden über das Programm FHProfUnt durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den nächsten drei Jahren gefördert. Die beiden Projekte beschäftigen sich mit dem Einsatz von RFID-Technologie in der industriellen Fertigung und der Verbesserung von Lasersystemen zur Überwachung von An- und Abflugschneisen auf Flughäfen. An dem Forschungsprojekt „Positionierung von Objekten mit Hilfe von RFID-Technologie (PositOR)“ sind neben der Fachhochschule Köln auch der Lehrstuhl für Integrierte Analogschaltungen der RWTH Aachen, das Department of Electrical, Computer & Communications Engineering der London South Bank University sowie die Unternehmen Indurad GmbH (Aachen) und Noretec GmbH (Köln) beteiligt. In dem Projekt sollen Verfahren zur zentimetergenauen Positionierung von Objekten mit Hilfe von RFID-Tags und -Lesegeräten entwickelt und deren praktische Einsetzbarkeit in der industriellen Fördertechnik untersucht werden. Bislang wird die passive RFID (Radio Frequency Identification)-Technologie im Indoor-Bereich und im industriellen Umfeld noch kaum verwendet, um Objekte mit hoher Genauigkeit zu positionieren oder zu lokalisieren. Erste Vorstudien am Institut für Nachrichtentechnik der Fachhochschule Köln lieferten hierzu bereits vielversprechende Ergebnisse. Geleitet wird das Projekt von Prof. Dr. Uwe Dettmar und Prof. Dr. Rainer Kronberger. Erhebliches Marktpotenzial verspricht auch das Forschungsvorhaben „Entwicklung eines neuartigen Doppler LIDARs (Light Detection and Ranging) für die Überwachung von Turbulenzen in An- und Abflugschneisen von Verkehrsflughäfen“ unter Federführung von Prof. Dr. Alfred Kurtz, Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften der Fachhochschule Köln: Weltweit wächst die Nachfrage nach Start- und Landeslots auf Flughäfen, vielerorts beschäftigen sich die Flugsicherheitsbehörden mit der Frage, wie sich die Staffelungsabstände ohne Einbußen in punkto Sicherheit verringern lassen. Voraussetzung hierfür ist eine exakte messtechnische Erfassung von so genannten Microbursts und Luftwirbeln wie sie bei Starts und Landungen erzeugt werden. Bislang eingesetzte LIDAR-Systeme sind hierfür nicht empfindlich genug. Die Forschergruppe um Prof. Dr. Kurtz und das beteiligte, auf anspruchsvolle Wetterradarsysteme spezialisierte Unternehmen Selex Sistemi Integrati GmbH konnten den Flughafen Köln-Bonn als Partner gewinnen, sodass auch Tests unter operationellen Bedingungen durchgeführt werden können. „Die Fachhochschule Köln ist im Bereich der Ingenieurwissenschaften seit Jahren sehr erfolgreich. Dies wird u. a. beim Erfolg bei der Einwerbung von Drittmitteln, auch aus dem BMBF-Forschungsprogramm deutlich“, unterstrich der Parlamentarische Staatssekretär im BMBF Thomas Rachel bei der Übergabe der Bewilligungsbescheide an die beteiligten Professoren am heutigen Freitag. Begleitet wurde der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesforschungsministerium u. a. von der Parlamentarischen Staatssekretärin im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit Ursula Heinen-Esser und dem Bundestagsabgeordneten Michael Paul. Mit dem Programm FHProfUnt unterstützt das BMBF die Zusammenarbeit zwischen Fachhochschulen und Unternehmen. Das Fördervolumen des BMBF für beide Projekte beträgt insgesamt 520.000 Euro, zudem steuern die beteiligten Unternehmen Leistungen im Wert von ca. 100.000 Euro bei. Beide Forschungsvorhaben bieten Studierenden zudem die Möglichkeit für Projekt- und Abschlussarbeiten, auch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses im Rahmen von Promotionsvorhaben ist geplant. Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Das Angebot der elf Fakultäten mit 400 Professorinnen und Professoren umfasst mehr als 70 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der European University Association (EUA); sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS7 an und ist eine zertifizierte umweltorientierte Einrichtung (EMAS und ISO 14001). Ansprechpartner für weitere Informationen Projekt Doppler LIDAR Fachhochschule Köln Fakultät für Informatik und Ingenieurwissenschaften Prof. Dr. Alfred Kurtz E-Mail: kurtz@gm.fh-koeln.de Projekt PositOR Fachhochschule Köln Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik Institut für Nachrichtentechnik Prof. Dr. Uwe Dettmar E-Mail: uwe.dettmar@fh-koeln.de Prof. Dr. Rainer Kronberger E-Mail: rainer.kronberger@fh-koeln.de Kontakt für die Medien Fachhochschule Köln Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Sybille Fuhrmann Tel.: 0221/82 75-31 19; Fax: 0221/82 75-33 94 E-Mail: sybille.fuhrmann@fh-koeln.de www.fh-koeln.de

Über uns

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.650 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Abonnieren

Dokumente & Links