»Die Zukunft der Gemeinwesenarbeit – Von der Revolte zur Steuerung und zurück«

Unter welchen gesellschaftlichen Bedingungen und mit welchen Zielen ist die Gemeinwesenarbeit (GWA) in den 60er Jahren in Deutschland an den Start gegangen? Wie hat sich ihre Rolle mit der Zeit verändert und wie wird heute die Rolle der GWA in Theorie, Praxis, Politik und Verwaltung jeweils definiert? Antworten auf diese Fragen gibt das Buch »Die Zukunft der Gemeinwesenarbeit – Von der Revolte zur Steuerung und zurück«.

Es fasst die Ergebnisse eines zweitägigen gleichnamigen Dies Academicus zusammen, den die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln gemeinsam mit Veedel e.V. im November 2010 durchgeführt hat. Zahlreiche ForscherInnen, PraktikerInnen, Verantwortliche aus der Verwaltung und der Politik waren damals der Einladung gefolgt, um die aktuelle und die zukünftige Rolle der Gemeinwesenarbeit am Beispiel der Stadt Köln neu auszuloten. Von Seiten der Wissenschaft wurden dabei aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen thematisiert, von Seiten der Praxis die Entwicklung und die Bausteine der GWA rekonstruiert und sowohl die Verwaltung als auch PolitikerInnen des Kölner Rates in die Diskussion um die Zukunft der GWA eingebunden. Die Teil­neh­merinnen und Teilnehmer waren sich einig, dass die Gemeinwesenarbeit zwar zunehmend in Kon­kurrenz zu anderen Ansätzen der Sozialen Arbeit gerät, sie aber als sozialwissenschaftliches, sozialraumorientiertes und partizipativ orientiertes Konzept weiterhin von besonderer Bedeutung ist. Herausgeber der Publikation, die im Springer VS Verlag für Sozialwissenschaften erschienen ist, sind Rolf Blandow (Veedel e.V.) sowie Judith Knabe (Dipl.-Soz.Arb., M.A.) und Prof. Dr. Markus Ottersbach, Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln.

»Die Zukunft der Gemeinwesenarbeit – Von der Revolte zur Steuerung und zurück«.
Hrsg.: Rolf Blandow, Judith Knabe und Markus Ottersbach, Springer VS für Sozialwissenschaften,
Wiesbaden, 2012, 239 Seiten, 39,00 €)

Vor dem Hintergrund des gesellschaftlichen Wandels, der vor allem in der Zusammensetzung der Bevölkerung der größeren Städte (mehr ältere Menschen, mehr Menschen mit Zuwanderungsgeschichte, stärkere soziale und ethnische Segregation in den Stadtteilen und Quartieren) sichtbar wird, sehen WissenschaftlerInnen und PraktikerInnen wei­ter­hin die Notwendigkeit, gute Konzepte zur (Weiter-) Entwicklung lebenswerter Stadtviertel auszuarbeiten. Aus diesem Grund und als Fortführung der letzten Tagung planen nun die Stadt Köln bzw. das Dezernat für Bildung, Jugend und Sport, die Praxis der Sozialraumkoordinationen in Köln, die Fachhochschule Düsseldorf (Dipl.-Sozialarbeiterin Anne van Rießen und Prof. Dr. Reinhold Knopp) sowie die Fachhochschule Köln (Prof. Dr. Markus Ottersbach und Dipl.-Sozialarbeiterin Judith Knabe, M.A.) gemeinsam eine Tagung zum Thema »Quartiere im sozialen und demografischen Wandel lebenswert gestalten – Herausforderungen und Chancen für neuere kommunale Ansätze«. Die Tagung wird im Frühjahr 2013 an der Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Köln stattfinden und steht allen Interessierten offen.

Weitere Informationen
Fachhochschule Köln

Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften
Prof. Markus Ottersbach, Judith Knabe, Dipl. Soz.Arb., M.A.
Tel.: 0221 / 82 75 - 33 31
E-Mail: markus.ottersbach@fh-koeln.de; judith.knabe@fh-koeln.de

Fachhochschule Düsseldorf
Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften
Prof. Dr. Reinhold Knopp
Dipl. Soz.Arb. Anne van Rießen
Tel.: 0211 / 811 06 26
E-Mail: reinhold.knopp@fh-duesseldorf.de; anne.van_riessen@fh-duesseldorf.de

Kontakt für Medien
Fachhochschule Köln
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Petra Schmidt- Bentum
Tel.: 0221 / 82 75 -31 19
E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

www.fh-koeln.de
www.facebook.com/fhkoeln
www.twitter.com/fhkoeln

Über uns

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.650 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.