Digitales Mikroskopie-System und HDR Panorama-Kamera für die Fachhochschule Köln

Zwei Professoren der Fachhochschule Köln gehören zu den Gewinnern des Förderwettbewerbs FH-Basis des Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Forschung NRW.

Prof. Dr. Gregor Fischer vom Institut für Medien- und Phototechnik (Fakultät für Informations-, Medien und Elektrotechnik) und Prof. Dr. Gerd Braun vom Institut für Anlagen und Verfahrenstechnik (Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme ) können nun Geräte anschaffen, die sowohl ihren Forschungsprojekten als auch ihre Studierenden nutzen. Prof. Dr. Gerd Braun wird von den Fördermitteln in Höhe von ca. 74.000 € ein digitales Mikroskopie-System zur Membran-Beobachtung und -Untersuchung anschaffen. Prof. Dr. Gregor Fischer war mit seinem Antrag zur Anschaffung einer HDR Panorama-Kamera im Wert von ca. 50.000 € erfolgreich. Insgesamt erhielten über den Förderwettbewerb FH-Basis 34 Projekte von 17 Fachhochschulen Finanzierungszusagen für Geräteanschaffungen. Das digitale Mikroskopie-System kombiniert den Komfort eines hoch auflösenden optischen Mikroskops mit den Vorzügen eines Rasterelektronenmikroskops (REM) und den Analysefunktionen eines Oberflächen-/Rauheitsmessgerätes. Im Gegensatz zum REM muss das beantragte System aber nicht durch speziell ausgebildetes Personal bedient werden. Auch Studierende können mit dem Mikroskop arbeiten. Das System ist mobil. Es kann an einen Beamer angeschlossen und somit in Vorlesungen und Übungen direkt eingesetzt werden. Zum Einsatz kommt das Mikroskopie-System im Institut für Anlagen und Verfahrenstechnik bei der Entwicklung neuer Filter- und Membranmaterialien sowie im Rahmen von Diplom- und Masterarbeiten. Membranen werden u. a. in der Wasseraufbereitung eingesetzt. Sie trennen beispielsweise in Kläranlagen den Klärschlamm vom Wasser ab. Um sie optimal nutzen zu können, muss das Ablagern von Partikeln auf der Oberfläche (das sogenannte Fouling) und auch das Ausfallen von schwerlöslichen Salzen (Scaling) eingedämmt werden. Das Mikroskopie-System macht sichtbar, was und wie viel sich auf der Membran ablagert. Eine HDR (high dynamic range) Panorama-Kamera ermöglicht 360°- Aufnahmen– also Rundum-Aufnahmen von Szenen mit höchstem Dynamikumfang. Aus diesen Aufnahmen lassen sich beispielsweise 3D-Szenerien für Computerspiele entwickeln. Weitere Einsatzmöglichkeiten sind Computeranimationen und die räumliche 3D Vermessung u.a. für die forensische Tatortfotografie. Prof. Fischer vom Institut für Photo- und Medientechnik wird die Kamera auch in der Lehre einsetzen. Studierende der Bachelor- und Masterstudiengänge des Instituts können sie im Rahmen ihrer Praktika nutzen. Mit der HDR-Panorama-Kamera erweitert das Institut für Medien- und Phototechnik sein Spektrum an Spezialkameras. Neben Kameras zur bildmäßigen Fotografie, z, B. einer Hasselblad, haben die Studierenden auch die Möglichkeit mit einer institutseigenen Hochleistungs-Infrarot-Kamera zu arbeiten. Professor Dr. Gerd Braun ist Professor für Thermodynamik und Thermische Verfahrenstechnik am Institut für Anlagen und Verfahrenstechnik der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Wasseraufbereitung und Membranprozesse. Er ist Gründungsmitglied der Kompetenzplattform Sustainable Technologies and Computational Services for Environmental and Production Processes (STEPS) der Fachhochschule Köln, die als Ziel die Durchführung von kooperativen Promotionsvorhaben u. a. auf dem Gebiet der Wasseraufbereitung hat. Professor Dr. Gregor Fischer ist Professor für Phototechnik am Institut für Medien- und Phototechnik der Fakultät für Informations-, Medien- und Elektrotechnik. Er lehrt Phototechnik, Digitales Finishing und Farbbildverarbeitung. Seine fachlichen Interessen sind u.a. die digitale Kameratechnologie allgemein und Verfahren zur Bildqualitätssicherung und -optimierung photographischer Systeme. Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland.16.600 Studierende werden von rund 400 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst rund 70 Studiengänge, jeweils etwa die Hälfte in Ingenieurwissenschaften bzw. Geistes- und Gesellschaftswissenschaften: von Architektur über Elektrotechnik und Maschinenbau, Design, Restaurierung, Informationswissenschaft, Sprachen und Soziale Arbeit bis hin zu Wirtschaftsrecht und Medieninformatik. Neu hinzugekommen sind im Herbst 2009 die Angewandten Naturwissenschaften. Zur Hochschule gehören neben Standorten in Köln-Deutz und in der Kölner Südstadt auch der Campus Gummersbach; im Aufbau ist der Campus Leverkusen. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung. Kontakt für die Medien Fachhochschule Köln Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Petra Schmidt-Bentum Tel.: 0221/82 75-31 19; Fax: 0221/82 75-33 94 E-Mail: petra.schmidt-bentum@fh-koeln.de

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Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.650 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

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