Ehrenmedaille der Fachhochschule Köln für Kurt Harbodt

Für sein langjähriges Engagement und seine herausragenden Verdienste um das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) der Fachhochschule Köln sowie die Hochschule insgesamt ist Kurt Harbodt mit der Ehrenmedaille der Fachhochschule Köln ausgezeichnet worden.

Im Rahmen des Internationalen Frühjahrssymposiums des ITT zum Thema „Das Klima und der Nexus Wasser-, Energie- und Ernährungssicherheit“ am 29. April überreichte der Präsident der Fachhochschule Köln, Prof. Dr. Christoph Seeßelberg, die Ehrenmedaille an den pensionierten renommierten Unternehmensführer. „In diesem Jahr wird Kurt Harbodt 84 Jahre – seit 25 Jahren hat er großzügig die Fachhochschule Köln und das ITT in unterschiedlichen Positionen unterstützt – und sehr oft dafür andere Verpflichtungen hintan gestellt“, hob der Präsident in seiner Laudatio hervor. „Seine Visionen und strategische Weitsicht, die auf einer ausgezeichneten Bildung und hohen ethischen Ansprüchen basieren – kombiniert mit dem Interesse an Forschung und Lehre an Hochschulen – hatten einen positiven Einfluss auf das ITT und die Fachhochschule Köln und waren hochmotivierend.“ Bescheidenheit und Gemeinschaftssinn seien ebenso kennzeichnend für ihn wie die typischen Tugenden eines klassischen Unternehmers. „Kurt Harbodt“, so der Präsident weiter, „hat immer beispielhaft diese Tugenden nach seiner Pensionierung nicht nur für Fachhochschule Köln eingesetzt. Kurt Harbodt hat immer Forschung und Innovation als wichtigen Motor für die weitere wirtschaftliche Entwicklung betrachtet, wie zum Beispiel als Leiter für Forschung und Entwicklung beim Bayer-Agrarzentrum Limburgerhof“. Zu den Gästen des Symposiums zählten u. a. auch Vertreterinnen und Vertreter internationaler Hochschulpartner aus Chile, Vietnam, Indonesien, Brasilien, Mexiko und Jordanien. Fotos von der Verleihung der Ehrenmedaille können zur honorarfreien Verwendung bei Quellenangabe angefordert werden per E-Mail über pressestelle@fh-koeln.de.

LEBENSLAUF

1930 als Sohn eines Beamten der Deutschen Bundesbahn geboren, wurde Kurt Harbodt während des 2. Weltkriegs mit seiner Schule in Tirol evakuiert. Gegen Ende des Krieges kam er in französische Kriegsgefangenschaft. Nach seiner Freilassung kehrte er an die Schule zurück, machte das Abitur und begann eine Ausbildung zum Industriekaufmann in der Chemischen Industrie mit Weiterbildungsaufenthalten in den USA und Frankreich. 1960 begann seine Karriere als Leiter für Marktforschung und Schulung von Außendienstmitarbeitern bei einem Großunternehmen der Elektroindustrie, 1966 folgte der Aufstieg zum Geschäftsführer einer konzerneigenen Tochter für Stahl und Nichteisenmetalle und Geschäftsführer einer Dachgesellschaft mit Hauptsitz in der Schweiz.

1971 wechselte Kurt Harbodt als Vorstandsvorsitzender zu einem mit BASF verbundenen Unternehmen im Bereich anorganische Chemie und pharmazeutische Produkte. Zusätzlich wurde er Aufsichtsratsmitglied und später Präsident einer internationalen Branchenvereinigung mit Hauptsitz in Washington/DC. Von 1990 bis zu seiner Pensionierung war er Vorstandsvorsitzer einer Tochtergesellschaft im Bereich Umweltschutz und Abfallwirtschaft und zeitgleich als Berater für die Regierung von Südtirol aktiv und für die brasilianische Regierung im Bundesstaat Ceara. Nach seinem Rückzug aus dem Berufsleben Anfang der 1990er Jahre, unterstützte Harbodt mit seinem ganzen Erfahrungswissen als Direktor von Großunternehmen den Bundesstaat Ceara bei seinen Anstrengungen, den ökonomischen und technologischen Rückstand zum Bundesstaat Sao Paulo aufzuholen.

VERDIENSTE

Von seiner internationalen Ausrichtung und seinem besonderen Interesse am Wirtschaftswachstum Brasiliens profitierte auch das ITT. Als Gründungsmitglied des Forschungsinstitutes „Zentrum Portugiesischsprachige Welt („Centro do Mundo Lusófono“) an der Universität zu Köln, das wesentlich von der Fachhochschule Köln unterstützt worden ist, förderte Kurt Harbodt auch die Kooperation zwischen den beiden Hochschulen. Kurt Harbodt war zudem Vorsitzender des Vereins der Freunde und Förderer des ITT, Mitglied im Verein der Freunde und Förderer der Fachhochschule Köln und seit 2000 auch Vorsitzender des Board of Advisors des ITT. Er hat das ITT und die Fachhochschule Köln nicht nur großzügig unterstützt als Spender sondern auch als Ratgeber in strategischen und wissenschaftlichen Fragen. Er spendete nicht nur Preisgelder für herausragende Leistungen von Studierenden sondern u. a. auch für die Ausrichtung von wissenschaftlichen Symposien. In vielen Fällen hat Harbodt für die anwendungsorientierter Lehre und Forschung und auch für Masterarbeiten Kontakte zu gefragten Unternehmen vermittelt sowie selbst Vorträge im Rahmen des Tropenseminars des ITT gehalten. Nach vielen Jahren aktiver Zusammenarbeit mit dem ITT und der Fachhochschule Köln will sich Kurt Harbodt jetzt zurückziehen, vor allem um künftig mehr Zeit mit seiner Familie verbringen zu können. „Persönlichkeiten wie Kurt Harbodt sind als ideales Vorbild sehr motivierend für andere Menschen“, sagte Präsident Seeßelberg. „Wir – das ITT und die Fachhochschule Köln – verdanken Kurt Harbodt und seinen klugen Impulsen sehr viel.“

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.600 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Das Institut für Technologie und Ressourcenmanagement in den Tropen und Subtropen (ITT) zählt zu den drittmittelstärksten Instituten der Fachhochschule Köln. Das ITT bietet drei verschiedene Masterprogramme zum Management natürlicher Ressourcen in den Tropen und Subtropen mit dem Fokus auf Energie, Land und Wasser an: Renewable Energy Management (REM), Natural Resources Management and Development (NRM) und Integrated Water Resources Management (IWRM). Alle Programme unterstützen einen interdisziplinären Ansatz, der sowohl technische als auch ökonomische, soziale und ökologische Aspekte des Managements natürlicher Ressourcen umfasst. Gemeinsam mit zehn Partnerhochschulen weltweit baut das ITT zudem das Exzellenzzentrum für Entwicklungszusammenarbeit CNRD (Center for Natural Resources and Development) auf.

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Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22.650 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.