Forschungsprojekt RIKOV zum besseren Schutz kritischer Infrastrukturen vor terroristischen Anschlägen

Mit 3,5 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Verbundforschungsprojekt „Risiken und Kosten der terroristischen Bedrohungen des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (RIKOV)“. Projektpartner sind die Universität der Bundeswehr München (Projekt-Koordination), das Karlsruher Institut für Technologie, das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der Fachhochschule Köln und die Firma CASSIDIAN/EADS. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt; die Fachhochschule Köln erhält für ihr Forschungsvorhaben 700.000 Euro aus der Gesamtfördersumme.

Am Beispiel des schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPV) erforschen die Partner, wie kritische Infrastrukturen durch ein ganzheitliches Risikomanagement besser vor terroristischen Anschlägen geschützt werden können. Zudem geht es darum, wie präventive und abwehrende Maßnahmen sowohl ökonomisch als auch organisatorisch optimiert werden können.

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr (IRG) der Fachhochschule Köln ist für die ingenieurmäßige Risikobeurteilung sowie die Entwicklung von Sicherheitsmaßnahmen und deren Validierung verantwortlich. Um die absolute und relative Sicherheit von Beteiligten am ÖPV zu erhöhen, sollen potentielle Sicherheitsmaßnahmen gegen terroristische Bedrohungen im ÖPV erfasst und in den ganzheitlichen Kontext des Risikomanagements eingebracht werden. Das Forschungsvorhaben wird geleitet von Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Dr.-Ing. Ompe Aime Mudimu und M.Sc. B.Eng. Florian Brauner. „Die Fachhochschule Köln betreibt im Rahmen des Verbundprojekts angewandte zivile Sicherheitsforschung“, betont Prof. Dr. Dr. Alex Lechleuthner, Leiter des IRG der Fachhochschule Köln. „Die Analyse und wissenschaftliche Auswertung von Informationswegen sowie der Effektivität und Effizienz im Umgang mit Informationen stellt einen bisher in der Gefahrenabwehr nicht beachteten Bereich dar. Ereignisse wie die Anschläge in Madrid (2004) oder der Anschlag auf die Londoner U-Bahn (2005) zeigen eine Vulnerabilität im Bereich des schienengebundenen ÖPV, dessen Sicherheitskonzepte eine wissenschaftlich fundierte Überprüfung benötigen.“ Über Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten werden die Studentinnen und Studenten des Studiengangs Rettungsingenieurwesen aktiv im Sinne des Konzepts „forschendes Lernen“ in das aktuelle Forschungsprojekt eingebunden.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Rund 21.000 Studierende werden von rund 430 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 75 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverbund UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko- Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte und zertifizierte umweltorientierte Einrichtung und zertifiziert als familiengerechte Hochschule.

Das Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr der Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme (F 09) umfasst alle technischen und organisatorischen Elemente der Gefahrenabwehr, die sich mit der Rettung von Menschen, der Erkennung von Gefahren und deren Abwehrplanung beschäftigen wie etwa behördliches und betriebliches Risiko- und Krisenmanagement sowie soziale und methodische Kompetenzen für Führungskräfte. In Verbundforschungsprojekten stehen die wissenschaftliche Analyse und das Bereitstellen von Anwenderexpertise im Vordergrund.

Weitere Informationen
Institut für Rettungsingenieurwesen und Gefahrenabwehr
Dr.-Ing. Ompe Aime Mudimu
Tel.: 0221 / 82 75 - 2206
Email: ompe_aime.mudimu@fh-koeln.de
Florian Brauner, M.Sc., B. Eng.
Tel.: 0221 / 82 75 - 21 49
E-Mail: florian.brauner@fh-koeln.de
www.f09.fh-koeln.de/institute/irg/

Kontakt für Medien
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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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