Hochmoderne Sicherheitssysteme als Leihgabe von Bosch für die Lehre

Zwei hochmoderne Einbruchmeldezentralen und Videotechnik stellt die Bosch Sicherheitssysteme GmbH der Fachhochschule Köln als Leihgabe für Lehre und Forschung zur Verfügung. „Deutschlandweit sind zurzeit nur sechs Systeme im Einsatz “, betonte Prof. Dr. Jörg Reintsema vom Institut für Technische Gebäudeausrüstung (Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme) der Fachhochschule Köln bei der Übergabe auf dem Campus Deutz. „Was bislang ein recht trockener rein rechnerischer Lehrinhalt war, wird jetzt reell überprüfbar.

 Die Studierenden können an den Anlagen selbst nachprüfen, ob sie richtig geplant und alle Faktoren angemessen berücksichtigt haben, um einen optimalen Schutz zu gewährleisten. Mängel und Sicherheitslücken können sofort erkannt, analysiert und behoben werden.“ Offiziell übergeben wurden die technischen Anlagen von Bernhard Kempf, Leiter der Vertriebsniederlassung NRW der Bosch Sicherheitssysteme GmbH. Bernhard Kempf zeigte sich begeistert von der Laborausstattung und den damit verbundenen Möglichkeiten für die Studierenden. Er hob bei der Übergabe die große Verantwortung der Ingenieure hervor: „Hier geht es um nichts weniger als Menschenleben und Infrastrukturen abzusichern. Keiner kann sich erlauben, dass die Anlage nicht richtig funktioniert. Menschenleben in der Welt sicherer zu machen, ist eine tolle Aufgabe.“ Um die Sicherheitstechnik immer weiter zu verfeinern und Mängel auszuschließen, haben die Studierenden auch die Aufgabe, mit allen Mitteln zu versuchen, unterschiedliche Sicherheitsstufen einer Einbruchmeldezentrale zu prüfen. Fotos von der Übergabe und Inbetriebnahme der Einbruchmeldezentrale und Videotechnik können zum honorarfreien Nachdruck bei Quellenangabe abgerufen werden unter: www.fh-koeln.de/pressemitteilungen

„Wir gehen immer weiter weg von der klassischen Lehre hin zu mehr Gruppenarbeit und zu Wochenaufgaben für Teams, zu problembasierten und forschenden Lernen, das ist lerndidaktisch viel besser“, berichtet Prof. Reintsema. Die Einbruchmeldezentrale wird im dritten und fünften Semester im Studienschwerpunkt Elektrische Gebäudesystemtechnik im Bachelorstudiengang Energie- und Gebäudetechnik eingesetzt. „Man kann Einbruchmeldezentralen nur richtig dimensionieren und einrichten, wenn man die Materie verstanden hat“, so Reintsema weiter. Im Labor für Gebäudesystemtechnik können die unterschiedlichen Sicherheitskategorien, die von 1 bis 4 reichen (je nachdem, ob es sich um ein Einfamilienhaus oder ein Bankgebäude handelt), über eine eigens dafür entwickelt Vorrichtung „eingeschaltet“ werden. Die Studierenden können sowohl messtechnisch ermitteln, um was für eine Anlage es sich handelt, als auch die Vor- und Nachteile der verschiedenen Kategorien direkt sehen und so die Anwendung und Umsetzung der vermittelten Lehrinhalte direkt vertiefen. Später in der anwendungsbezogenen Forschung geht es u. a. auch darum, neue Bausteine zu entwickeln und in die Gebäudetechnik zu integrieren, die Anwendungen optimieren. Wie etwa bei Videoanwendungen in der Gebäudetechnik ein Baustein, mit dem die Kamera Brände detektieren und Bilder über die Brandmeldezentrale direkt an die Leitstelle übertragen kann.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 21 800 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 70 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

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