Kompetenz- und anwendungsorientierte Curricula – Fachhochschule Köln schließt Maschinenhaus-Transfer-Projekt mit VDMA ab

Frankfurt am Main/Köln, 20. März 2014 – Die Fakultät für Anlagen, Energie- und Maschinensysteme (Fakultät 09) der Fachhochschule Köln hat als zweiter Fachbereich einer deutschen Hochschule das Maschinenhaus-Transfer-Projekt für mehr Studienerfolg im Ingenieurstudium mit dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) erfolgreich abgeschlossen.

„Die Gespräche mit Verbands- und Industrievertretern haben uns in unserem Weg bestätigt und uns gezeigt, dass unsere Qualitätsmaßnahmen wichtig und richtig sind“, sagte Prof. Dr. Hans Willi Langenbahn, Dekan der Fakultät. So ist das neu entwickelte Curriculum-Konzept der Fachhochschule Köln jetzt fester Bestandteil der Maschinenhaus-Toolbox des VDMA, ein Werkzeugkasten mit Instrumenten guter Lehre. Zum erfolgreichen Abschluss des Projekts überreichte Dr. Norbert Völker, Projektleiter der VDMA-Initiative, Dekan Langenbahn das Teilnahmezertifikat. Fotos von der Zertifkatsübergabe können zum honorarfreien Nachdruck bei Quellenangabe abgerufen werden unter www.fh-koeln.de/pressemitteilungen.

Kompetenz- und anwendungsorientierte Curriculumsentwicklung

Kernstück des zum Wintersemester 2012/13 an der Fakultät 09 eingeführten neuen Curriculums ist, dass die einzelnen Module im Studienverlauf stärker aufeinander abgestimmt sind. Lernziele eines Semesters sind im Folgesemester Eingangsvoraussetzungen für ein neues Modul. „Stellen die Lehrenden beispielsweise fest, dass diese Eingangsvoraussetzungen nur unzureichend erfüllt sind, können sie dies im Rahmen einer Curriculumswerkstatt ansprechen“, erläuterte Langenbahn. „Hier treffen sich die Lehrenden unserer Fakultät regelmäßig zum Ende des Semesters, um Stärken und Schwächen des Lehrplans zu diskutieren und zu überprüfen, ob die in den Modulen der Studiengänge festgelegten Lehr- und Lernziele erreicht werden. Damit haben wir ein wirksames Qualitätsmanagement in der Lehre institutionalisiert.“

Von diesem erfolgreichen Praxisbeispiel einer „kompetenz- und anwendungsorientierten Curriculumsentwicklung können über die Maschinenhaus-Toolbox jetzt auch andere Hochschulen profitieren. „Dieser Ansatz zeigt, wie ein zeitgemäßes Absolventenprofil entwickelt werden kann, das sowohl den Anforderungen der Unternehmen als auch denen einer qualitativ hochwertigen akademischen Ingenieurausbildung entspricht“, sagte Völker. Dazu gehören auch strukturierte Praxisangebote, mit denen sich Studierenden optimal auf ihren Berufsweg vorbereiten können. Vertreter des VDMA und des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW) hatten in den vergangenen Monaten gemeinsam mit der Hochschule die Studienqualität und das Qualitätsmanagement analysiert und Empfehlungen ausgearbeitet. „Wir haben nützliche Anregungen erhalten, um den Praxisbezug noch weiter zu stärken“, erläuterte Langenbahn. Eine stärkere Vernetzung mit der regionalen Wirtschaft sowie Partnerschaften mit Schlüsselunternehmen, die in Studienprojekte direkt eingebunden sind, werden dabei eine wichtige Rolle spielen.

Zurzeit laufen noch 19 weitere Maschinenhaus-Transfers an deutschen Hochschulen. Bis Mitte 2015 sollen es 32 Projekte in ganz Deutschland sein. Alle teilnehmenden Hochschulen erhalten zum Abschluss das „Maschinenhaus-Teilnahmezertifikat“ und werden damit in den Kreis der Transfer-Hochschulen aufgenommen.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 22 800 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professoren unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des Instituts für Tropentechnologie umfasst mehr als 80 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

Über das Maschinenhaus – die VDMA-Initiative für Studienerfolg

Das Maschinenhaus als Campus für Ingenieure besteht aus zwei Phasen: Gemeinsam mit dem Partner, dem Deutschen Zentrum für Hochschul- und Wissenschaftsforschung der HIS – Hochschulentwicklung, wurde das theoretische Fundament gelegt. Zunächst wurden die Studienbedingungen in den Fachbereichen Maschinenbau und Elektrotechnik analysiert. Darauf aufbauend entstand das Referenzmodell für gute Lehre, das mithilfe einer Befragung aller Hochschulen weiter ausgearbeitet wurde. Fallstudien an ausgewählten Pionierhochschulen stellten das zentrale Element zur Praxiserprobung dar.

Phase zwei läuft seit Jahresbeginn 2013. Mit mehreren VDMA-finanzierten Beratertagen in je einer Fachhochschule und Universität pro Bundesland gelangt die Theorie in die Hochschulpraxis. Eine Toolbox mit den erfolgversprechendsten Maßnahmen, Indikatoren und Instrumenten übersetzt das Konzept für die Praxis. Im „Erfahrungsaustausch (ERFA) Maschinenhaus“ kommen Vertreter von Hochschulen zweimal jährlich zusammen, um über aktuelle Fragen rund um das Thema Qualitätsmanagement und Lehre zu diskutieren.

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Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) e.V.
Dr. Norbert Völker
069 / 66 03-1650; Fax 069 / 66 03 - 26 50
norbert.voelker@vdma.org

www.vdma.org/maschinenhaus

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