Neuer Weiterbildungslehrgang „Rationelle Restaurierungsverfahren für Archivalien“

Anmeldeschluss: 5. April 2013

Milliarden schriftlicher Zeugnisse der Gegenwart werden jährlich produziert. Vieles wird nach sorgfältigen Auswahlverfahren in Archiven gesammelt und für künftige Generationen aufbewahrt. Um diese Archivalien langfristig zu erhalten, sind besondere Maßnahmen zur Restaurierung und Konservierung erforderlich. Nach dem tragischen Einsturz des Kölner Stadtarchivs ist der Restau­rierungsbedarf von Archivalien dramatisch gestiegen und damit auch der Bedarf an einschlägig ausgebildeten Restauratorinnen und Restauratoren. Da es viel zu wenige Papierrestauratoren in Relation zu der enorm großen Nachfrage gibt, bietet der Fachhochschule Köln den Weiterbildungs­lehrgang „Rationelle Restaurierungsverfahren für Archivalien“ an, der im Mai 2013 startet. Das Lehrgangsangebot richtet sich an Restauratorinnen und Restauratoren aller Fachrichtungen, die einen Diplom-, Bachelor- oder Masterabschluss sowie einschlägige Berufserfahrungen haben. Die Weiterbildung besteht aus acht jeweils drei- bzw. zweitägigen Seminarveranstaltungen. Nach erfolgreicher Teilnahme erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Zertifikat zur Restauratorin bzw. zum Restaurator mit Schwerpunkt „Rationelle Restaurierungsverfahren für Archivalien“. Wissenschaftlicher Leiter des Weiterbildungslehrgangs, der über das ZaQwW (Zentrum für akademische Qualifikationen und wissenschaftliche Weiterbildung) der Hochschule angeboten wird, ist Prof. Dr. Robert Fuchs, ein international gefragter Experte der Schriftgutrestaurierung vom Institut für Restaurierungs- und Konservierungswissenschaft der Fachhochschule Köln. Die Teilnahmekosten für den 21tägigen Weiterbildungslehrgang betragen 4.680 Euro. Studierende und Alumni der Fachhochschule Köln erhalten einen Rabatt. Stipendien für den Weiterbildungslehrgang haben die Stiftung Stadtgedächtnis und die „Freunde des Archivs“ ausgelobt. Anmeldeschluss ist der 5. April 2013 (E-Mail: weiterbildung@fh-koeln.de).

95 Prozent der ursprünglich 30 Regalkilometer des Bestands des eingestürzten Kölner Stadtarchivs konnten geborgen werden. Davon sind etwa zehn Regalkilometer (rund 30 Prozent) der Archivalien sehr stark zerstört, zerrissen, zerknüllt und auf verschiedene Bergungskartons an unterschiedlichen Standorten verteilt. Eine Mammutaufgabe für Papierrestauratorinnen und -restauratoren , die – so die Schätzung – 30 bis 60 Jahre in Anspruch nehmen wird. Der Erhalt dieser immens großen Mengen an Schriftgut mit unterschiedlichsten Papierträgern sowie die verschiedenen Tinten und Tuschen stellt besondere Anforderungen an die Restauratoren. Zum einen aufgrund der großen Masse, zum anderen aufgrund der verwendeten oft minderwertigen Materialien, die sich zum Teil selbst zerstören. Auch scheinbar unbedeutende Papierfetzen können Historikern wertvolle Informationen über historische Ereignisse liefern. Um Lösungen für die komplexen Fragen, die sich auch bei der Restaurierung von Massenware stellen, zu entwickeln, ist eine rationelle Herangehensweise erforderlich. Für Restauratorinnen und Restauratoren bietet der Weiterbildungslehrgang die Chance, sich ein neues interessantes Betätigungsfeld zu erschließen. In den Bereichen Gemälde oder Holz haben sie mit ähnlichen Materialien zu tun.

Die Fachhochschule Köln ist die größte Hochschule für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Mehr als 21 500 Studierende werden von rund 420 Professorinnen und Professorinnen unterrichtet. Das Angebot der elf Fakultäten und des ITT umfasst mehr als 70 Studiengänge aus den Ingenieur-, Geistes- und Gesellschaftswissenschaften und den Angewandten Naturwissenschaften. Die Fachhochschule Köln ist Vollmitglied in der Vereinigung Europäischer Universitäten (EUA), sie gehört dem Fachhochschulverband UAS 7 und der Innovationsallianz der nordrhein-westfälischen Hochschulen an. Die Hochschule ist zudem eine nach den europäischen Öko-Management-Richtlinien EMAS und ISO 14001 geprüfte umweltorientierte Einrichtung und als familiengerechte Hochschule zertifiziert.

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