Felix Schoeller Photo Award 2017: Matt Hulse ist Gold Award Gewinner.

Fünf Kategoriesieger, der beste Nachwuchsfotograf 2017 und der Sieger in der öffentlichen Abstimmung wurden geehrt.

Am 14. Oktober fand im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück die Preisverleihung zum diesjährigen Felix Schoeller Photo Award statt. Unter den ca. 80 geladenen Gästen befanden sich alle Kategoriesieger, der Sieger des Nachwuchsförderpreises sowie der Sieger des Publikumspreises. Darüber hinaus waren zehn Finalisten anwesend. Die Fotografen repräsentierten 11 Nationen. Die Ehrungen wurden durch Dr. Bernhard Klofat, CEO der Felix Schoeller Group, und Michael Dannenmann, Vorsitzender der fünfköpfigen Jury, vorgenommen. Unterstützt wurden sie dabei durch Simon Plate von Olympus, dem Sponsor des Nachwuchsförderpreises, sowie Marc Hartog, CEO des British Journal of Photography, das den Publikumspreis ausgeschrieben hatte.

In den Kategorien siegten Rodrigo Illescas (Porträt), Saskia Boelsums (Landschaft/Natur), Mario Brand (Architektur/Industrie), Alain Schroeder (Fotojournalismus/Editorial) sowie Matt Hulse (Freie/Konzeptionelle Fotografie). Sie dürfen sich über ein Preisgeld von je 2.000 EUR freuen. Den mit 5.000 EUR dotierten Nachwuchsförderpreis sponsored by Olympus verlieh die Jury dem syrischen Fotografen Hosam Katan; überreicht wurde der Preis von Simon Plate. Der neu geschaffene Publikumspreis, unterstützt und als Online-Voting durchgeführt von dem internationalen Medienpartner British Journal of Photography, ging an den brasilianischen Fotografen Guilherme Bergamini für seine Arbeit „Education for all“.

Zum Höhepunkt der Verleihung wurde Matt Hulse ein zweites Mal auf die Bühne gerufen. Er erhält für seine außergewöhnliche Arbeit „Sniper“ den Felix Schoeller Photo Award in Gold und damit 10.000 EUR zusätzliches Preisgeld.

Dr. Bernhard Klofat, CEO der Felix Schoeller Group, zeigte sich in seinem Eingangsstatement erfreut über die enorme Beteiligung, den hohen Anteil internationaler Profifotografen und die auch in diesem Jahr hohe Qualität der Einreichungen. 2377 Einreichungen aus 92 Einreicherländern seien schon eine sehr beachtliche Zahl, betonte er. Er bekräftigte das Bekenntnis des Unternehmens zu dem Award, aber auch zur Stadt Osnabrück als Keimzelle der Felix Schoeller Group.

Oberbürgermeister Wolfgang Griesert begrüßte die Gäste im Namen der Stadt. Der Felix Schoeller Photo Award bereichere die Kunstlandschaft der Stadt Osnabrück und trage dazu bei, das Profil der Stadt als Kulturstandort zu schärfen. Er würdigte die Arbeit der kompetenten Jury und die herausragenden Fotografien der Einreicher, die dem Betrachter eine Auseinandersetzung mit den behandelten Themen abverlangen.

Simon Plate von OLYMPUS Europe zeigte sich beeindruckt von dem hohen Niveau des künstlerischen Nachwuchses und der starken emotionalen Kraft der Arbeiten. Marc Hartog, CEO des British Journal of Photography, beschrieb die Entstehungsgeschichte des Publikumspreises, der erstmals bei einem Brainstorming zur Medienarbeit für den Photo Award diskutiert wurde. Mehr als 3.000 Stimmen seien für den Gewinner Guilherme Bergamini abgegeben worden, über 15.700 Votings seien insgesamt zu verzeichnen gewesen. 

Ausstellung „Winners & Nominees“ vom 15.10.2017 – 25.02.2018.

Die 150 Fotografien der Nominierten und Gewinner aller Kategorien und des Nachwuchsförderpreises sind nach der offiziellen Ausstellungseröffnung am 15. Oktober 2017 bis zum 25. Februar 2018 im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück/Museumsquartier zu sehen. Darunter Exponate bis zur Formatgröße 120 x 100 cm, gedruckt auf hochwertigen Felix Schoeller Digitaldruck-Papieren, die in enger Kooperation zwischen der Felix Schoeller Group und dem Traditionsunternehmen Canson / Frankreich entwickelt werden.

Bildnachweis: Sn iper © Matt Hulse, Sieger Freie/Konzeptionelle Fotografie und Gold Award 2017


Gold Award Winner Matt Hulse.

Matt Hulse konnte die Jury des diesjährigen Felix Schoeller Foto Awards nicht nur in der Kategorie Freie/Konzeptionelle Fotografie von seiner Arbeit „Sniper“ überzeugen. Auch den Gold Award als Gesamtsieger gewann der in Peking lebende britische Filmemacher, Fotograf und Autor mit dieser Arbeit. Sein Konzept ist extrem einfach und kurz formuliert: „In Asien fotografiere ich Menschen von den Dächern hoher Gebäude aus. Ich verwende dazu ein billiges Mobiltelefon und eine Teleskoplinse für 9 US-Dollar. Wegen des beunruhigend bedrohlichen Gefühls und des schwarzen Humors beim Schießen dieser Fotos habe ich die Bezeichnung SNIPER gewählt.“ Und fügt im letzten Satz hinzu: „Natürlich ist durch meine Fotoshootings niemand zu Schaden gekommen.“ Seit Ende der 90er Jahre spielt Hulse mit den Genres Fotografie und Film, experimentiert und probiert. Zahlreiche seiner Arbeiten wurden in internationalen Festivals ausgezeichnet oder sind für Auszeichnungen nominiert worden.

Michael Dannenmann beschreibt die Juryarbeit und die Entscheidung für Matt Hulses Werk „Sniper“ so: „Beim Felix Schoeller Photo Award kennt die Jury weder Namen noch Herkunft des Einreichers. Die Entscheidungen treffen wir ausschließlich auf Basis der vorgelegten Arbeiten und der schriftlichen Konzepte. Der Gold Award Gewinner wird aus den fünf Kategoriesiegern ermittelt. Am Ende unserer Jury-Sitzung standen wir vor fünf herausragenden Arbeiten aus über 2.300 Einreichungen. Wir haben lange diskutiert und abgewägt. Zum Schluss fiel die Entscheidung auf Matt Hulse, weil sich seine Arbeit deutlich vom Rest unterscheidet. Hulse beweist mit seiner Arbeit, dass künstlerische Qualität nicht an das technische Medium gebunden sein muss. Seine bedrohlich wirkenden Aufnahmen erinnern uns nicht nur an Sequenzen eines Thrillers, sondern mehr noch an manifestierte Bilder in unseren Köpfen. Mit dem Blick eines Scharfschützen zeigt uns Matt Hulse auf seine eigene Art die akute Verletzlichkeit unserer globalen Gesellschaft – ein hoch aktuelles Thema.“

Hosam Katan - Gewinner des Nachwuchsförderpreises.

„Es fällt auf, dass die Qualität der Nachwuchsarbeiten insgesamt sehr nah dran ist an der der Profis. Das gilt besonders für die Arbeit von Hosam Katan“, formuliert Michael Dannenmann den Eindruck der Jury, die sich einstimmig für Katans Arbeit „Living with War“ entschied. „Der Fotograf dokumentiert das Leben der Bewohner von Aleppo während des syrischen Bürgerkriegs. Dabei ist Hosam Katan kein neutraler Beobachter. Sein Insiderblick offenbart gänzlich neue Perspektiven. Die Menschen werden mit Würde, Respekt und sogar mit Humor in den Ruinen ihrer Stadt dargestellt, sie sind zugleich Opfer und Helden.“

Katan wurde 1994 in Aleppo, Syrien, geboren, seit dem 17. Lebensjahr dokumentiert er die Entwicklung der syrischen Revolution. Er arbeitete freiberuflich für Reuters und den „stern“. Katan wurde von einem Heckenschützen angeschossen, überlebte und konnte aus Syrien fliehen. Heute lebt er in Hannover. Hosam Katan erhielt bereits Auszeichnungen bei internationalen Wettbewerben; seine Arbeiten sind in Europa und den USA in verschiedenen Ausstellungen zu sehen gewesen.

Informationen zu den Siegern und Nominierten sowie der diesjährigen Jury unter www.felix-schoeller-photoaward.com



Die Sieger des Felix Schoeller Photo Award 2017 v.l.n.r.: Mario Brand, Saskia Boelsums, Matt Hulse, Alain Schroeder, Hosam Katan, Guilherme Bergamini, Rodrigo Illescas



Der Gold Award Gewinner Matt Hulse (2. v. l.) mit Dr. Bernhard Klofat, CEO Felix Schoeller Group und dem Juryvorsitzenden Michael Dannenmann



v.l.n.r. Dr. Bernhard Klofat, CEO Felix Schoeller Group, Hosam Katan, Kategoriesieger Beste Nachwuchsarbeit und Simon Plate Olympus Europe



Der neu geschaffene Publikumspreis unterstützt vom internationalen Medienpartner British Journal of Photography ging an den brasilianischen Fotografen Guilherme Bergamini (3. v. r.)



Matt Hulse, Kategoriesieger Freie/Konzeptionelle Fotografie und Gold Award Gewinner 2017



Bildnachweis: Living with War © Hosam Katan, Sieger Nachwuchsförderpreis Felix Schoeller Photo Award 2017



Bildnachweis: Education for all © Guilherme Bergamini, Sieger People´s Choice Award   


Bilddateien der Arbeiten aller Sieger und Nominierten 2017 für Veröffentlichungen im Zusammenhang mit dieser Presseinformation oder Informationen zum Felix Schoeller Photo Award stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung! Dazu senden Sie bitte Ihre Anfrage per E-Mail an:

k.graef@graef-advertising.com  

Weitere Presseinformationen und Dateien direkt im Presseraum der Felix Schoeller Photo Award Website.


Hintergrundinformationen zur Felix Schoeller Group:  

Die Felix Schoeller Group mit Sitz in Osnabrück ist ein weltweit tätiges Familienunternehmen, das 1895 gegründet wurde und Spezialpapiere herstellt. Mit ca. 2.322 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern konnten im Jahr 2016 gut 337.000 Tonnen Spezialpapiere produziert und vermarktet werden. Der Umsatz des renommierten Osnabrücker Unternehmens betrug insgesamt ca. 757 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016. Die Felix Schoeller Group entwickelt, produziert und vermarktet Spezialpapiere für fotografische Anwendungen, für Digitaldrucksysteme, für den Verpackungsmarkt, für selbstklebende Anwendungen sowie für die Möbel- und Holzwerkstoff- sowie die Tapetenindustrie. 

Neben dem Standort Osnabrück (Hauptsitz) fertigt die Felix Schoeller Group an vier weiteren deutschen Standorten in Weißenborn und Penig (Sachsen) sowie in Titisee-Neustadt (Baden-Württemberg) und Günzach (Bayern). Darüber hinaus ist die Felix Schoeller Group mit Produktionsstandorten in den USA, Kanada sowie mit einem Joint-Venture in der Russischen Föderation vertreten. Hinzu kommen neun Repräsentanzen, und zwar in Los Angeles, Sao Paulo, Tokyo, Shanghai, Kuala Lumpur, Mumbai, Melbourne, Moskau und Prag.

Die Felix Schoeller Group steht für kompromisslose Qualität, einzigartige Flexibilität und echte Partnerschaft – Best Performing Papers. Worldwide. Seit Juli 2013 ist die Felix Schoeller Group offizieller Premiumpapier-Partner der Deutschen Olympiamannschaft. www.felix-schoeller.com  


Hintergrundinformationen zur Olympus Deutschland:  

Die Olympus Deutschland GmbH ist mit rund 500 Mitarbeitern die größte europäische Vertriebsorganisation. Die Hamburger Tochter der Olympus Europa SE & CO. KG zeichnet für den Vertrieb der gesamten Produktpalette des Opto-Digital-Spezialisten verantwortlich. Dazu gehören die Bereiche Consumer Products (Kameras und Zubehör, Ferngläser, Audio Recorder und professionelle Sprachaufzeichnungssysteme), Medical Systems (Endoskope, Video- und Imaging-Systeme, elektro-chirurgische Geräte, integrierte Lösungen für Endoskopie und OPs, Endo-Therapie-Instrumente) und Scientific Solutions (Mikroskopiesysteme für die Materialwissenschaft, industrielle Endoskope sowie Röntgen-Analysegeräte und Systeme für zerstörungsfreie Prüfverfahren). 

 Als weltweit führender Hersteller optischer und digitaler Präzisionstechnologie entwickelt und vermarktet Olympus innovative Medizintechnik, Digitalkameras sowie Lösungen für Wissenschaft und Industrie. Die preisgekrönten Produkte sind unersetzlich in der Diagnose, Prävention und Heilung von Krankheiten, sie unterstützen Forschung und Entwicklung und erfassen die Vielfalt des Lebens in den unterschiedlichsten Facetten. In den Händen der Kunden machen die Hightech-Produkte von Olympus das Leben der Menschen gesünder, sicherer und erfüllter. www.olympus.de  

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Amtsgericht Osnabrück HRB 201542 | Ust.-IdNr. DE257274254
Geschäftsführender Gesellschafter Hans-Joachim Graef

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Über uns

Der Felix Schoeller Photo Award ist einer der höchstdotierten Fotowettbewerbe im deutschsprachigen Raum. Der Preis ehrt Arbeiten, die Liebe zur Fotografie und höchste Ansprüche an die Qualität der Bilder erkennen lassen. Als Hersteller von Spezialpapieren für größtmögliche Ausdrucke möchten wir mit dem Preis Fotografen auszeichnen und unterstützen, die unsere Leidenschaft für kompromisslos gute Bilder teilen. Der Felix Schoeller Photo Award wird alle zwei Jahre vergeben. Jeder, der die Fotografie liebt oder zeitgemäßes Foto-Design schätzt und sich beruflich damit auseinandersetzt, ist herzlich eingeladen, am Wettbewerb teilzunehmen: Berufsfotografen, Fotodesigner und Fotokünstler, national und international, sowie der fotografische Nachwuchs. Also Fotografen im Studium, in der Berufsausbildung oder im Praktikum. Was zählt, ist allein das Bild. Wir möchten allen Teilnehmern die Möglichkeit geben, ihre Arbeit einem internationalen Publikum zu präsentieren – und erstklassige Arbeiten mit einer Auszeichnung fördern. Und wir möchten hoffnungsvolle Nachwuchstalente entdecken, die wir mit einem eigenen Nachwuchsförderpreis auf ihrem Weg in der Fotografie unterstützen wollen.