10 ungewöhnliche Dinge, die an Flughäfen vergessen wurden

  • Von Barbie bis Baby

  • Nicht abgeholte Fundsachen werden versteigert

  • Infografik zu den merkwürdigsten Fundstücken an Flughäfen

Potsdam, 26.11.2015 – Immer wieder verlieren wir Dinge – den Haustürschlüssel, einen Ohrring, einen Schirm. In der Hektik zwischen Check-In, Gate finden und Boarding bleibt auch gern der ein oder andere Gegenstand ungewollt am Flughafen zurück und Passagiere können nicht einfach mit dem Flieger umdrehen, wenn sie merken, dass sie etwas vergessen haben. Oft haben Reisende, weder Lust, Zeit oder die Möglichkeit, ihre verloren gegangenen Habseligkeiten wieder am Flughafen einzusammeln. Die gesetzliche Aufbewahrungsfrist für diese Fundstücke liegt bei einem halben Jahr. Die bis dahin nicht abgeholten Gegenstände werden versteigert, wie etwa einmal jährlich in Berlin.

Flightright hat eine Liste sowie eine Infografik der kuriosesten Fundstücke zusammengestellt, die Reisende auf Flughäfen in der ganzen Welt zurückgelassen haben.  

  1. Eine Ritterrüstung. Eine Reisende schaffte es gerade rechtzeitig zu ihrem Flieger, ließ dabei jedoch eine komplette, originalgetreue Ritterrüstung am Flughafen zurück. Die Rüstung hatte daraufhineinen Ehrenplatz im Unclaimed Baggage Center, einem Zentrum für nicht abgeholtes Gepäck, in Alabama, USA, das diese Gegenstände für wenig Geld weiterverkauft.

  2. Ein Baby. Eine Familie buchte am Hamburger Flughafen eine so kurzfristige Last Minute Reise, dass ihr bis zum Abflug nur zwei Stunden Zeit zum Packen blieben. Die Eltern waren in Hektik, das Baby jedoch schlief ruhig im Kindersitz. Um es nicht zu wecken, bot die Reisebüroangestellte prompt an, das Baby im Büro zu beaufsichtigen, bis die Familie mit Gepäck wieder am Flughafen ist. Die Eltern nahmen das Angebot an und schafften es in allerletzter Minute zum Check-in. In der Hektik vergaßen sie jedoch, ihr Baby im Reisebüro abzuholen. Mit viel Mühe konnte die Angestellte den Piloten kontaktieren und die gleichwohl erleichterte wie wahrscheinlich peinlich berührte Familie gab ihr daraufhin die Telefonnummer der Großmutter. Wenige Zeit später konnte die Mitarbeiterin des Last Minute Schalters  das mittlerweile schreiende Baby an seine Oma übergeben.

  3. Ein Raketenlenksystem. Manchmal brauchen sogar Leitsysteme einen Stups in die richtige Richtung: Das Raketenlenksystem eines Kampfjets, das unergründlicher Weise an einem US-Verkehrsflughafen zurückblieb, wurde so rasch wie möglich wieder dem eigentlichen Besitzer, nämlich dem Department für Verteidigung, übergeben. Denn wer will schon eine führungslose Rakete?

  4. Reptilien. Was sich anhört wie eine Inszenierung des Spielfilms „Snakes on a plane“ wurde im Januar 2014  bittere Wirklichkeit: 1 600 geschmuggelte Eidechsen und Amphibien wurden in Cargo Containern am Flughafen Oliver Tambo in Südafrika gefunden. Heraus kam das Ganze nur, da der Container den Anschlussflug verpasste und unangenehme Gerüche aus ihm entwichen, was die Frachtabfertiger misstrauisch machte. Für die überlebenden Tiere wurde daraufhin ein neues Zuhause gefunden.

  5. Tontöpfe mit Gruselfaktor. Reisende in Fort Lauderdale sorgten 2013 für eine starke Verspätung ihres Fliegers, als sich herausstellte, dass die Tontöpfe, die sie von ihrer Reise mit nach Hause nehmen wollten, menschliche Schädelfragmente enthielten. Die Fluggäste behaupteten, dass sie sich über den Inhalt ihrer Mitbringsel nicht bewusst gewesen seien. Das Flugpersonal stufte die Funde zwar nicht als Sicherheitsbedrohung ein, übergab sie jedoch der Polizei als Beweisstücke eines Verbrechens.  Die Fluggäste regten sich zwar über die Verzögerung ihrer Reise auf, merkten jedoch, dass es nicht förderlich ist, sich darüber den Kopf zu zerbrechen.

  6. Eine Beinprothese. Vor langer Zeit, als man Beinprothesen noch aus Holz anfertigte, wurde ein künstlicher Unterschenkel am Flughafen von Sydney gefunden und seltsamer Weise nie von seinem Besitzer abgeholt. Ob dieser eventuell durch Alkohol so beflügelt war, dass er seine Beinprothese nicht mehr brauchte, konnte nicht ermittelt werden.

  7. Jeden Sinn für Realität und Anstand. Die Tochter des Korean-Air-Chefs machte mit ihrer Nuss-Affäre Schlagzeilen. Anstatt in einer Schale wurden ihr im Flieger Nüsse in einer Tüte gereicht. Darüber entbrannte sie in eine derartige Wut, dass sie das Flugzeug zur Umkehr veranlasste und anschließend den Chefstuart von Bord schickte. Dieser kuriose Vorfall brachte der Dame wegen Gefährdung der Flugsicherheit eine einjährige Gefängnisstrafe ein.

  8. Edelsteine. Zwei der wertvollsten Edelsteine, die in den letzten Jahren an Flughäfen auftauchten, waren ein riesiger 40,95 karätiger Smaragd sowie ein 5,8 karätiger Diamant. Das brillante Versteck: eine Socke!

  9. Eine wertvolle Barbie Puppe. Kinderspielzeug geht nicht selten verloren. Ein kleines Mädchen freute sich sehr über eine Second-Hand Barbie, die an einem Flughafen gefunden wurde, bis der Kopf der Puppe abfiel. Die Trauer um die kaputte Puppe wurde jedoch sicherlich von den umgerechnet knapp 700 Euro, die im Inneren der Barbie versteckt waren, wieder aufgewogen.

  10. Autos. Nicht nur zurückgelassene Gepäckstücke lassen sich versteigern: Da am Flughafen Frankfurt-Hahn im Hunsrück immer wieder Autos stehen gelassen werden, kamen Mitarbeiter der Parkplatzverwaltung auf die Idee, diese zu versteigern anstatt sie teuer verschrotten zu lassen. Da sich die Besitzer nicht binnen sechs Monaten gemeldet und ihre Fahrzeuge abgeholt  hatten, wurde in letzter Zeit 13 Autos in Hahn versteigert. Ob die lang ersehnte One-Way-Reise wohl endlich Wirklichkeit wurde und die Autos deshalb nicht mehr von ihren Besitzern abgeholt wurden?

Die Infografik zu den merkwürdigsten Funden an Flughäfen steht hier zum Download bereit. Weitere Informationen zu flightright und den Entschädigungsansprüchen von Passagieren unter: www.flightright.de.

Über flightright: flightright ( www.flightright.de ), das Verbraucherportal für Fluggastrechte, startete im Frühjahr 2010. Passagiere haben die Möglichkeit, Entschädigungen für verspätete oder annullierte Flüge direkt über das Portal von flightright einzufordern. flightright beruft sich auf die EU-Verordnung 261/2004. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Wiedergutmachung durch die Fluggesellschaft zu. Weitere Informationen auf http://www.flightright.de .

Abdruck frei – Beleg erbeten an

Medienkontakt: Andrea Feustel | flightright GmbH |

Rudolf-Breitscheid-Straße 162, 14482 Potsdam | +49.331.981.690.44 | andrea.feustel@flightright.de

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Flightright, das Verbraucherportal für Fluggastrechte, hilft Flugpassagieren nach Verspätungen, Umbuchungen oder der Annullierung von Flügen bei der Durchsetzung von Entschädigungsforderungen gegenüber den Fluggesellschaften. Flightright beruft sich auf die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 der Europäischen Union. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro durch die ausführende Fluggesellschaft zu. Das Verbraucherportal wurde im Frühjahr 2010 von Dr. Philipp Kadelbach gegründet.

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