Aus Unrecht wird Geld für guten Zweck: Fluggast und flightright spenden erstrittenen Entschädigungsbetrag an Potsdamer Stiftung Großes Waisenhaus

  • Geld kommt Kinder- und Jugendarbeit im Bereich Darstellendes Spiel zugute
  • Flightright: Verbrauchern geht es oft nur um faire Behandlung und weniger um finanziellen Ausgleich ihres Schadens

Potsdam, 27. Februar 2014 – Die Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ nimmt am Freitag, den 28.02.2014, eine Spende ungewöhnlichen Ursprungs entgegen. Flightright.de – das Portal für Fluggastrechte mit Sitz in Potsdam – übertrug 426 Euro an die Einrichtung. Eigentlich war das Geld mithilfe des Fluggastrechteportals für einen Kunden als Entschädigungsleistung gegen eine deutsche Airline durchgesetzt worden und wird nun einem Theaterprojekt der Kinder- und Jugendarbeit der Stiftung zugute kommen. Darin werden Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen unterstützt und in ihrer persönlichen Entwicklung gefördert.

Das Potsdamer Unternehmen flightright hatte für seinen Kunden Haller* eine Entschädigungssumme von 426 Euro durch die Airline erwirkt, nachdem dieser aufgrund eines technischen Defektes über 22 Stunden später als geplant ans Ziel gekommen war. Flightright hat sich darauf spezialisiert, Entschädigungsansprüche von Flugreisenden entsprechend einer EU-weit-geltenden Verordnung zu prüfen und bis vor Gericht durchzusetzen. Das Gesetz regelt Ansprüche von 250 bis 600 Euro Schadensersatz beispielsweise im Fall von Flugannullierungen und -verspätungen. Auch Herr Haller hatte sich an flightright gewandt, um nach Problemen mit seinem Flug von Punta Cana nach Frankfurt am Main zu seinem Recht zu kommen. Der Kunde wollte das Geld jedoch nicht annehmen. Er überließ es dem juristischen Online-Dienstleister, den ihm zustehenden Betrag zu spenden.

„Unserem Kunden ging es persönlich nicht um die Höhe der Entschädigung, sondern lediglich um die Durchsetzung seines Rechtsanspruchs gegenüber der Fluggesellschaft“, sagt Marek Janetzke, Geschäftsführer von flightright. Und mit seiner Haltung steht Haller nicht alleine da. „Vielen unserer Kunden geht es weniger um das Geld, dass wir für sie erwirken. Sie wollen eine Bestätigung, dass Ihnen Unrecht widerfuhr“, kommentiert Janetzke und ergänzt: „Verbraucher wollen das Gefühl haben, letztlich doch fair behandelt zu werden.“

Es ist schon ärgerlich, wenn ein Flug stark verspätet ist. Wie aber viele Airlines ihren Passagieren in einem solchen Fall begegnen, wird laut Janetzke allerdings von vielen Betroffenen als noch gravierender empfunden. Reisende stehen an fremden Airports ohne Informationen und Betreuung da. Wollen sie im Alleingang ihr Recht in Anspruch nehmen, verweigern viele Fluggesellschaften dies im großen Stil. Diese versuchen, Kunden mit standardisierten Ablehnungsschreiben oder nicht akzeptablen Abfindungen abzufertigen – auch wenn sie wissen, dass sie im Unrecht sind. „Viele Airlines begegnen ihren eigenen Kunden mit großer Arroganz und ohne jede Kundenfreundlichkeit. Dieses Verhalten ist häufig der Auslöser, dass sich Passagiere an flightright wenden“, weiß Janetzke. Der Einsatz von flightright motiviert sich zu einem Großteil aus dem Wunsch, Menschen helfen zu können und zu Gerechtigkeit beizutragen.
Von Hallers Entscheidung, das Geld zu spenden, war das flightright-Team entsprechend sofort begeistert und legte umgehend auch seine Erfolgsprovision zu dem Anteil des Kunden mit drauf. Den Vorschlag, die sich so ergebende Gesamtsumme von 426 Euro der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“ zukommen zu lassen, ergab sich aus dem Wunsch der flightright-Mitarbeiter, benachteiligte Kinder zu unterstützen und dem Unternehmensstandort etwas Gutes zukommen zu lassen.

Malte Detlefsen, Sprecher der Stiftung „Großes Waisenhaus zu Potsdam“, sagt dazu: „Wir freuen uns über diese außergewöhnliche Spende. Sie ist ein tolles Beispiel dafür, wie die Verbindung von einer Einzelpersonen, einem Unternehmen und einer sozialen Stiftung etwas für das Wohl von benachteiligten Kindern und Jugendlichen bewegen kann. Solch ein Engagement ist wichtig für den Zusammenhalt unserer Gesellschaft.“

Die Spende hilft dem Jugendtheaterprojekt „die spielwütigen“ seine Vorhaben für 2014 umzusetzen. Derzeit proben zwei Gruppen: eine richtet sich an Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen, die andere Gruppe setzt sich aus Kindern mit geistigen und körperlichen Behinderungen zusammen.

Weitere Informationen unter:

www.stiftungwaisenhaus.de

http://www.flightright.de

*Name geändert

Über flightright: Flightright (www.flightright.de), das Verbraucherportal für Fluggastrechte, startete im Frühjahr 2010. Passagiere haben die Möglichkeit, Entschädigungen für verspätete oder annullierte Flüge direkt über das Portal von flightright einzufordern. Bis heute konnte flightright bereits 400 000 Passagieren helfen. Flightright beruft sich auf die EU-Verordnung 261/2004. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Wiedergutmachung durch die Fluggesellschaft zu. Weitere Informationen auf http://www.flightright.de

Medienkontakt:
Andrea Feustel | 49.331.981.690.44 | andrea.feustel@flightright.de
Rudolf-Breitscheid-Straße 162 | 14482 Potsdam

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Über uns

Flightright, das Verbraucherportal für Fluggastrechte, hilft Flugpassagieren nach Verspätungen, Umbuchungen oder der Annullierung von Flügen bei der Durchsetzung von Entschädigungsforderungen gegenüber den Fluggesellschaften. Flightright beruft sich auf die Fluggastrechte-Verordnung 261/2004 der Europäischen Union. Diese spricht Betroffenen von Flugausfällen und Verspätungen eine Entschädigung in Höhe von bis zu 600 Euro durch die ausführende Fluggesellschaft zu. Das Verbraucherportal wurde im Frühjahr 2010 von Dr. Philipp Kadelbach gegründet.

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Zitate

Unserem Kunden ging es persönlich nicht um die Höhe der Entschädigung, sondern lediglich um die Durchsetzung seines Rechtsanspruchs gegenüber der Fluggesellschaft.
Marek Janetzke, Geschäftsführer von flightright
Vielen unserer Kunden geht es weniger um das Geld, dass wir für sie erwirken. Sie wollen eine Bestätigung, dass Ihnen Unrecht widerfuhr.
Marek Janetzke, Geschäftsführer von flightright
Verbraucher wollen das Gefühl haben, letztlich doch fair behandelt zu werden.
Marek Janetzke, Geschäftsführer von flightright
Viele Airlines begegnen ihren eigenen Kunden mit großer Arroganz und ohne jede Kundenfreundlichkeit. Dieses Verhalten ist häufig der Auslöser, dass sich Passagiere an flightright wenden.
Marek Janetzke, Geschäftsführer von flightright