Torflandschaften sind die neue Herausforderung im Klimaschutz

Bonn / Jakarta, 18. Mai 2017 – Um Torflandschaften weltweit zu schützen, deren Bewohner zu unterstützen und CO2-Emissionen einzuschränken, trafen sich heute politische Entscheidungsträger, Landwirte und Unternehmer aus aller Welt in Jakarta (Indonesien) zum „Global Landscapes Forum: Peatlands Matter“. Torflandschaften machen nur zirka drei bis fünf Prozent des Festlands der Erde aus, gehören aber zu den weltweit größten CO2-Senken und liegen oft in Gebieten in denen sich Umweltschutz und wirtschaftliche Interessen gegenüberstehen. Millionen der ärmsten Menschen weltweit sind auf Torfgebiete als Lebensgrundlage angewiesen und nutzen sie vor allem für Fischfang und den Anbau von Reis und Nutzpflanzen. Das internationale Forum fördert nachweislich effektive Maßnahmen vor Ort zur Lösung derartiger Interessenskonflikte und zur Umsetzung von neuen nachhaltigen Landwirtschaftspraktiken.



Angeführt vom Zentrum für Internationale Forstwissenschaft (CIFOR), dem UN-Umweltprogramm (UNEP) und der Weltbank, verfolgt das Forum „Peatlands Matter“ das Ziel, jene zerbrechlichen, kohlenstoffreichen Landschaften zu schützen, die eine Schlüsselrolle in der Bekämpfung des Klimawandels darstellen.

Professor Daniel Murdiyarso, Wissenschaftlicher Leiter bei CIFOR, sagt: „Mit seinem internationalen Netzwerk bietet das Global Landscapes Forum eine Plattform für den Austausch zwischen Meinungsführern, Entscheidern und Akteuren vor Ort, um eine Balance zwischen verschiedenen Interessen zu finden und Torfgebiete zu erhalten. Denn Torflandschaften sind nicht nur Heimat zahlreicher bedrohter Tierarten wie Orang-Utans, Nashörner oder Leoparden, sondern stehen auch im Spannungsfeld zwischen der Nutzung als Lebensgrundlage von Millionen Menschen und dem Kampf gegen den Klimawandel.“

Zu Beginn des Jahres identifizierten Wissenschaftler bislang unbekannte Torfflächen beispielloser Größe in den Tropen, wie das größte zusammenhängende Torfgebiet im Kongobecken. Tropische Torfsumpfwälder sind die „Lungen der Welt“ und binden ein Drittel des weltweit gebundenen Kohlenstoffs. Fortschreitende Entwässerung, Abbau oder Brandrodung für landwirtschaftliche Zwecke, vor allem für die Produktion von Palmöl, Zellstoff und Papier, gefährden das enorme Kohlenstoffspeicherpotential ungestörter Torfgebiete. Durch unkontrollierte Nutzung für landwirtschaftliche Zwecke kann das CO2 freigesetzt werden und über Jahrhunderte in der Atmosphäre verbleiben. Im Oktober 2015 verursachten über 115.000 Torfbrände in Indonesien nachweislich zirka 15% der weltweiten jährlichen CO2-Emission innerhalb weniger Monate.

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Weitere Materialien:

Global Landscapes Forum: Peatlands Matter – Concept Note (English)
http://www.landscapes.org/publication/2017-global-landscapes-forum-peatlands-matter-concept-note/  

Pressefotos (frei für redaktionelle Zwecke)
http://bit.ly/pr-fotos-cifor17  

B-roll-Material und weitere Pressematerialien
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Medienseite zur Veranstaltung
http://www.landscapes.org/peatlands/media-resources/  

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Sebastian Hesse | Big Bang & Whisper
PR & Kommunikation für Global Landscapes Forum (GLF)
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Über das Global Landscapes Forum (GLF)

Das Global Landscapes Forum (GLF) wurde in Warschau in 2013 von CIFOR, der Weltbank und UNEP gegründet, um eine unabhängige, wissenschafts-basierte, sektorenübergreifende Plattform zu gründen, um Wissen zu teilen und Initiativen zu gründen, die widerstandsfähige, vielfältige, gerechte und produktive Landflächen wiederherstellen und schützen. Das GLF verbindet tausende unterschiedliche Stakeholder aus über 100 Ländern, bietet Weiterbildungsmöglichkeiten, sammelt und teilt Wissen und forciert Maßnahmen zur nachhaltigen, umweltfreundlichen Entwicklung. Mit Unterstützung der Bundesregierung entsteht bis Ende 2017 das Sekretariat des Global Landscapes Forum in Bonn. www.landscapes.org

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