Aufklärung der Struktur von DNA-Enzymen

HHU-Promovendin erhält Hoechst Doktorandenstipendium

Düsseldorf, 04.08.2017 – Hannah Rosenbach ist Doktorandin am Institut für Physikalische Biologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Sie wurde für ihre hervorragenden Studienleistungen mit dem Hoechst Doktorandenstipendium ausgezeichnet. Das Stipendium ist mit 44.000 Euro dotiert und wird einmal jährlich über die Stiftung Stipendien-Fonds des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) in Kooperation mit der Aventis Foundation vergeben.  

Auch die Erbsubstanz Desoxyribonukleinsäure (DNA) kann chemisch aktiv sein und als Katalysator dienen. In ihrer Doktorarbeit beschäftigt sich Hannah Rosenbach mit der Struktur und dem Reaktionsmechanismus dieser reaktiven DNA. Aufgrund ihrer katalytischen Aktivität werden diese Sequenzen auch als DNA-Enzyme oder DNAzyme bezeichnet.

DNAzyme können nahezu jede beliebige Ribonukleinsäurensequenz mit hoher Effizienz und Spezifität spalten. Damit haben sie ein hohes Potential für therapeutische Anwendungen, denn veränderte Ribonukleinsäuren können schwerwiegende Erkrankungen auslösen. Derzeit befinden sich zwei Vertreter dieser Klasse in klinischen Studien zur Behandlung von Asthma und Krebs.

Ein DNAzym weist eine komplexe dreidimensionale Struktur auf. Diese Struktur befähigt sie erst dazu, chemische Reaktionen zu katalysieren. Warum einige DNA-Stränge diese außergewöhnliche Konformation ausbilden, die es den Biomolekülen ermöglicht, chemische Bindungen zu spalten oder zu bilden, ist bislang wenig verstanden.

Rosenbach will in ihrer Forschungsarbeit die Struktur von DNAzymen in einer aktiven Konformation mit Hilfe von Röntgenbeugung aufklären. Weiterhin sollen fluoreszenzbasierten Methoden mehr Informationen zu dem Mechanismus der DNA-katalysierten Reaktion liefern. Betreut wird die Doktorarbeit von Jun.-Prof. Dr. Ingrid Span am Institut für Physikalische Biologie der HHU.

Zur Person 

Hannah Rosenbach, geboren im Jahre 1992 in Duisburg, studierte Biochemie an der HHU. Nach einem sehr guten Bachelorabschluss absolvierte sie ihr Masterstudium als eine der besten ihres Jahrgangs. Über den gesamten Zeitraum ihres Studiums wurde sie durch das Deutschlandstipendium gefördert. Ihre Masterarbeit verfasste sie 2016 in der Arbeitsgruppe von Jun.-Prof. Span und legte dabei den Grundstein für ihre aktuelle Forschung.

Hoechst Doktorandenstipendium 

Das Stipendium wurde bis 2009 von der Aventis Foundation, einer gemeinnützigen Stiftung mit Sitz in Frankfurt am Main, vergeben. Die Stiftung wurde 1996 von der Hoechst AG als Hoechst Foundation gegründet und im Jahr 2000 in Aventis Foundation umbenannt. Im Zuge einer Kooperation mit dem Fonds der Chemischen Industrie wird das Hoechst Doktorandenstipendium seit 2010 in einem gemeinsamen Auswahlverfahren vergeben. Anträge, Begutachtung, Stipendienvergabe und Betreuung der Stipendiaten übernimmt der Fonds. Die finanziellen Mittel stellt die Aventis Foundation zur Verfügung.

Redaktion / Dr.rer.nat. Arne Claussen
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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 32.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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