Bioaktive Substanzen aus Pflanzen-Pilz-Gemeinschaften

Georg Forster-Forschungsstipendiat an der HHU

13.02.2015 – Dr. Ramsay Kamdem Soup Teoua aus Kamerun forscht in den nächsten 12 Monaten am Institut für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Zusammen mit Institutsleiter Prof. Dr. Peter Proksch wird er Pilze untersuchen, die in Lebensgemeinschaft mit Pflanzen leben und die medizinisch interessante Stoffe produzieren.

Sapium ellipticum ist eine Medizinpflanze aus Kamerun, die mit so genannten endophytischen Pilzen in enger Lebensgemeinschaft lebt. Diese Pilze leben innerhalb der Pflanze, zu beiderseitigem Nutzen: Die Pflanze liefert dem Pilz Nährstoffe, der Pilz produziert Wirkstoffe, die die Pflanze vor Krankheitserregern schützen. Diese Wirkstoffe stehen im besonderen Fokus der Arzneimittelforschung, bieten sie doch neue Ansatzpunkte für die Entwicklung von neuen Arzneistoffen, auch Antibiotika und Zytostatika.

Dr. Kamdem von der Universität von Yaoundé in Kamerun will sich im Rahmen eines Georg-Forster-Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung auf die endophytischen Pilze von Sapium ellipticum konzentrieren. In Düsseldorf will er gezielt mögliche Moleküle isolieren und deren Struktur untersuchen, die gegen Krebszellen eingesetzt werden können. Langfristiges Ziel dieser Untersuchungen ist es neue Zytostatika aus der Natur zur Therapie von Krebserkrankungen zu finden

Zur Person

Dr. Ramsay Kamdem Soup Teoua (geboren 1979 in Baham, Kamerun) studierte Chemie mit den Schwerpunkten Organische Chemie und Industriechemie an den Universitäten von Dschang, Douala und Yaoundé in Kamerun. Er promovierte 2013 in Bereich Organische Chemie/Naturprodukte an der Universität Yaoundé und an der H.E.J.R.I.C. Universität in Karachi/Pakistan.

Seine Forschungsinteressen liegen im Bereich der Synthese, Struktur- und Wirkungsuntersuchung von bioaktiven Naturstoffen und von organischen Molekülen. Seit Januar 2015 arbeitet er für 12 Monate in der Arbeitsgruppe von Prof. Dr. Peter Proksch am Institut für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Georg Forster-Forschungsstipendien der Alexander von Humboldt-Stiftung

Jährlich verleiht die Humboldt-Stiftung bis zu 80 Georg Forster-Forschungsstipendien. Überdurchschnittlich qualifizierte Forscherinnen und Forscher aus Entwicklungs- und Schwellenländer können damit langfristige Forschungsvorhaben ihrer Wahl an einer selbst gewählten deutschen Wissenschaftseinrichtung durchführen. Mit ihren Forschungsvorhaben sollen sie einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung ihres Herkunftslandes und zum Austausch von Wissen und Methoden mit Deutschland leisten.

Neben einem monatlichen Stipendium erhalten die Georg-Forster-Forschungsstipendiaten eine intensive Betreuung inklusive Sprachkursen vor Ort. Darüber hinaus können sie Netzwerke nach Deutschland aufbauen und erhalten als Alumnis zusätzliche Möglichkeiten für zukünftige Forschungsaufenthalte in Deutschland.

Kontakt

Prof. Dr. Peter Proksch
Institut für Pharmazeutische Biologie und Biotechnologie
Telefon: +49 (0)211 81 14163
E-Mail:
proksch@hhu.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 30.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Über uns

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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