Documenta13-Künstlerin studierte Biologie in Düsseldorf

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

27.07.2012 – An Kristina Buchs Installation „The Lover“ kommt der Documenta13-Besucher in Kassel kaum vorbei. Direkt vor der Documenta-Halle hat sie einen Garten gepflanzt, in dem die Künstlerin täglich Schmetterlinge aussetzt. Das biologische Rüstzeug für ihre Arbeit erhielt sie beim Biologiestudium unter anderem an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Jeden Tag setzt Kristina Buch in einem von ihr gestalteten, 10 mal 10 Meter großen Wildgarten auf der Documenta13 in Kassel Schmetterlinge aus. Der Garten beherbergt 180 verschiedene Pflanzenarten, die speziell für heimische Tagfalter ausgewählt wurden. Mehr als 40 heimische Schmetterlingsarten wird Buch hier bis zum Ende der Documenta aussetzen. Kristina Buch zieht die Schmetterlinge selbst, in ihrer Mietwohnung in Kassel.

Am Ende der Documenta13 werden über 3000 Schmetterlinge geschlüpft sein. Die leeren Puppenhüllen der Schmetterlinge installiert Buch täglich im zweiten Teil ihrer Arbeit, in einer Vitrine in der Documenta-Halle. Jeden Tag kümmert sich die Künstlerin um die Pflanzen und Falter. „Die Hingabe zu der Arbeit und dem vermeintlich und auch tatsächlich Vergeblichen an dieser, ist zentraler Teil der Arbeit“, so Buch.

Kristina Buch (29) ist die jüngste Künstlerin, die auf der diesjährigen Documenta ausstellt. Sie studiert an der Düsseldorfer Kunstakademie bei Rosemarie Trockel. Daneben studierte sie Theologie und Biologie, erst am Imperial College London, dann an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Ihr Wissen über Schmetterlinge und die Pflanzenwelt, in der sich die Falter heimisch fühlen, erhielt sie unter anderem durch Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Klaus Lunau (Institut für Sinnesökologie) und Prof. i.R. Dr. Werner Kunz.

„Der Ursprung der Arbeit war sicherlich auch ein Berührtsein vom Flug des Falters, welches mich nicht mehr losgelassen hat – das Verspielte, Unbeholfene, Elegante, nicht Vorhersehbare,“ so Buch. Daraus entwickelte sich das Konzept der Arbeit: „Ein Kernpunkt der Arbeit ist das Metamorphotische, das Transformative und auch das Unberechenbare, das sich im Wachsen des Gartens und in der Entwicklung von der Puppe zum fertigen Schmetterling widerspiegelt. Es geht viel um die Möglichkeit von Freiheit, wie Bedürfnisse und Leidenschaften uns binden und freisetzten können, den Abgrund der Weite und das Leise, nicht Kontrollierbare, nicht Festhaltbare und nicht Besitzliche.“

Wichtig sind für Kristina Buch die verschiedenen Welten – die Biologie, Theologie und die Kunst –, in denen sie sich während ihrer Ausbildung bewegt hat. „Der ständige Wechsel zwischen diesen Welten, das Eintauchen in andere Gedankensysteme und die verschiedenartige Weise, mit der Welt umzugehen, sind für mich Resource der Inspiration.“ Darum kehrt Buch, obwohl inzwischen Studentin an der Kunstakademie, auch immer wieder ins Labor zurück. Zuletzt hat sie noch als Tutorin in der Biologie gearbeitet.

Documenta13

Vom 9. Juni bis zum 16. September 2012 findet in Kassel die 13. Documenta statt. Sie ist eine der weltweit bedeutensten und größten Schauen für zeitgenössische Kunst. Mehr als 300 Künstlerinnen und Künstler stellen ihre Werke an verschiedenen Orten in Kassel aus.

Weitere Informationen: http://d13.documenta.de/de/

Kontakt

Kristina Buch
E-Mail: kristinabuch@web.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Abteilung Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-15896
Fax:   49 211 81-15279
claussen@zuv.hhu.de
www.hhu.de

Die junge Hochschule verfügt bereits über eine gewachsene Tradition: Sie ging aus der 1907 eingerichtete Medizinischen Akademie hervor. Im Jahre 1965 wurde vom Land NRW die heutige Universität gegründet.
Die Hochschule startete mit drei Fakultäten: Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sowie Philosophische Fakultät.

1988 in Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf umbenannt, erlebte die Hochschule ein dynamisches Wachstum. Sie wurde in den 1990ern um zwei weitere Fakultäten erweitert: die Wirtschaftswissenschaftliche und Juristische Fakultät. Heute forschen, lehren und arbeiten auf dem Campus mehr als 20.000 Studierende, mehr als 1.700 Lehrende sowie 850 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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Die junge Hochschule verfügt bereits über eine gewachsene Tradition: Sie ging aus der 1907 eingerichtete Medizinischen Akademie hervor. Im Jahre 1965 wurde vom Land NRW die heutige Universität gegründet. Die Hochschule startete mit drei Fakultäten: Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sowie Philosophische Fakultät. 1988 in Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf umbenannt, erlebte die Hochschule ein dynamisches Wachstum. Sie wurde in den 1990ern um zwei weitere Fakultäten erweitert: die Wirtschaftswissenschaftliche und Juristische Fakultät. Heute forschen, lehren und arbeiten auf dem Campus rund 17.000 Studierende, mehr als 1.700 Lehrende sowie 850 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Start des Wintersemesters 2010/2011 konnte die Hochschule fast 4.000 neue Studierende begrüßen.

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