Ehrendoktorwürde der Universität Niš für Pharmazeuten Holger Stark

Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät

06.07.2016 – Die Universität der serbischen Stadt Niš ernannte am 16. Juni 2016 Prof. Dr. Holger Stark vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zum Ehrendoktor. Die Universität Niš würdigte damit Prof. Starks Forschungen zu Neurotransmittern und seine Bemühungen um die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Universitäten.

Dopamin und Histamin sind wichtige Signalstoffe im Gehirn. Der Botenstoff Dopamin ist ein erregender Neurotransmitter, er beeinflusst unter anderem die Antriebssteuerung des Menschen. Histamin ist an der Immunabwehr körperfremder Stoffe beteiligt, ist aber auch ein kritischer Faktor bei allergischen Reaktionen. Darüber hinaus wirkt sich Histamin im zentralen Nervensystem auf den Schlaf-Wach-Rhythmus aus.

Prof. Dr. Holger Stark vom Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf hat diese Neurotransmitter untersucht und hat dabei unter anderem die Substanz Pitolisant zur Marktreife entwickelt. Dieser Histamin-H3-Rezeptorantagonist wird bei Narkolepsie eingesetzt, einer krankhaften Störung der Schlaf-Wach-Regulation.

Neben seinen Forschungsarbeiten engagiert sich Prof. Stark für die internationale wissenschaftliche Kooperation. So hat er zunächst mit der Fakultät für Arbeitssicherheit und darauf auch mit weiteren Fakultäten der Universität Niš intensive Kontakte aufgebaut. Durch seine Initiative unterzeichnete die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf mit der Universität Niš im Jahr 2014 ein Memorandum of Understanding. Für seine Forschungsleistungen und sein Engagement für die Zusammenarbeit der beiden Universitäten ernannte am 16. Juni 2016 Prof. Dr. Dragan Antić, der Rektor der Universität Niš, Prof. Stark zum Ehrendoktor.

Zur Person

Holger Stark, geb. 1962, studierte Pharmazie an der Freien Universität Berlin. 1991 promovierte er dort zum Thema Prodrugs, im Jahr 1999 habiltierte er mit einer Arbeit zu Histamin- und Dopaminrezeptorliganden zur Beeinflussung des zentralen Nervensystems. Nach seiner ersten Professur (ab 2000) an der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt/Main nahm Prof. Stark im Jahr 2013 einen Ruf an die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an, wo er seitdem am Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie arbeitet.

Prof. Stark gründete einige Start-up-Unternehmen und erhielt zahlreiche Preise sowohl für seine Forschung als auch für seine Lehre. Im Jahr 2016 ernannte ihn die serbische Universität Niš zum Ehrendoktor.

In über 300 Veröffentlichungen legte er seine Forschungsschwerpunkte im Bereich der Neurotransmitter und des Lipidsignaling dar. Neben den pharmakologischen Werkzeugen für neue Untersuchungen brachte er einige Wirkstoffkandidaten in die Klinische Prüfung. Er ist Miterfinder von Pitolisant, dem ersten Histamin-H3-Rezeptorantagonisten zur Behandlung von Narkolepsie mit Marktreife nach der europäischen Zulassungsbehörde.

Seit 2004 gibt er Archiv der Pharmazie – Chemistry in Life Sciences heraus, das älteste Journal auf dem Bereich der Medizinischen Chemie. Neben weiteren Tätigkeiten in verschiedenen Editorial Boards ist er aktiv bei dem serbischen Journal Facta Universitatis, Series Working and Living Environmental Protection.

Universität Niš

Niš ist eine der ältesten Städte Serbiens, sie ist unter anderem Geburtsort des römischen Kaisers Konstantin des Großen. Sie ist mit gut 260.000 Einwohner die drittgrößte Stadt Serbiens.

Die Universität in Niš wurde im Jahr 1965 gegründet. An 13 Fakultäten studieren aktuell rund 28.000 Menschen. Im Jahr 2014 wurde ein Memorandum of Understanding zwischen der Universität Niš und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf zur Intensivierung der wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Fakultät für Arbeitssicherheit in Niš und dem Düsseldorfer Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie unterzeichnet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit sollen unter anderem gemeinsame Forschungsprojekte aufgelegt, Wissenschaftler ausgetauscht und gemeinsame Lehrveranstaltungen und Konferenzen organisert werden.

Kontakt

Prof. Dr. Dr. h.c. Holger Stark
Institut für Pharmazeutische und Medizinische Chemie
Tel.: 0211/81-10478
E-Mail: stark@hhu.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 30.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Über uns

Die junge Hochschule verfügt bereits über eine gewachsene Tradition: Sie ging aus der 1907 eingerichtete Medizinischen Akademie hervor. Im Jahre 1965 wurde vom Land NRW die heutige Universität gegründet. Die Hochschule startete mit drei Fakultäten: Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sowie Philosophische Fakultät. 1988 in Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf umbenannt, erlebte die Hochschule ein dynamisches Wachstum. Sie wurde in den 1990ern um zwei weitere Fakultäten erweitert: die Wirtschaftswissenschaftliche und Juristische Fakultät. Heute forschen, lehren und arbeiten auf dem Campus rund 17.000 Studierende, mehr als 1.700 Lehrende sowie 850 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Start des Wintersemesters 2010/2011 konnte die Hochschule fast 4.000 neue Studierende begrüßen.

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