Erfolgreiche Forschungsreise hat viele Follower

Suche nach der „Durchwachsenen Silphie“

29.09.2016 – Seit drei Wochen bereisen die beiden Biologen Christian Wever und Lukas Becker von der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) die USA. Sie suchen Wildbestände der vielseitigen Pflanze Silphium perfoliatum L., der „Durchwachsenen Silphie“. Mehr als 2000 Leser verfolgen Wevers Reiseerfahrungen in seinem Blog www.silphiumsammelreise.blogspot.de

Am 5. September 2016 starteten Christian Wever und Lukas Becker vom Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen der HHU nach Chicago, um dort ihre Sammelreise durch weite Gebiete der USA zu beginnen. Sie suchen von den Großen Seen im Norden bis nach Mississippi im Süden, New York im Osten und Kansas im Westen nach Samen verschiedener natürlicher Vorkommen der „Durchwachsenen Silphie“. Diese ursprünglich aus den USA stammende Pflanze findet in Europa immer mehr Beachtung als Lieferant von Biomasse, Naturbaustoff und von Arzneimittelrohstoffen.

Inzwischen haben die beiden Düsseldorfer Biologen rund 9600 Kilometer zurückgelegt und dabei 13 US-Bundesstaaten bereist. In ihrem Internet-Blog www.silphiumsammelreise.blogspot.de beschreiben sie ihre Sammelergebnisse und -erlebnisse. Sie berichten von Landschaften, Menschen, Pflanzen und Tieren, denen sie auf ihrem Tripp mit dem Jeep durch die USA begegnen. Und sie erzählen von bemerkenswerten Begegnungen: Seien es besondere Pflanzen und Tiere im Norden Minnesotas (Link: http://silphiumsammelreise.blogspot.de/2016/09/alles-quark-der-norden-von-minnesota.html ), seien es kuriose Entdeckung wie die vom 20. September: Im Supermarkt begegnete ihnen der Glo Fish®. Diese genmanipulierten Zierfische, die durch künstlich hinzugefügte Gene in grellen Farben leuchten, sind der Renner in den Haustierabteilungen. (Link: http://silphiumsammelreise.blogspot.de/2016/09/der-glo-fish-nordamerikas-sicht-auf-gvos.html )

Hin und wieder versperrt auch eine von der Flut unterspülte Brücke den Weg und zwingt zu Umwegen; wohlweislich haben Wever und Becker gleich mehrere Navigationsgeräte dabei, eines weist ihnen dann schon die richtige Umleitung zu den gesuchten Silphien. Viele Silphienbestände wachsen auf Privatgrund, so dass sie schnell in Kontakt mit Einheimischen kommen, von denen die jungen Wissenschaftler meist herzlich aufgenommen werden. Von den Einheimischen erhalten sie nicht nur Hinweise, wo sie die Silphien suchen müssen. Sie erfahren auch viel über Land und Leute, von denen viele – gerade im Norden der USA – deutsche Vorfahren haben. Schließlich gibt es auch immer Tipps, wo es – nach einigen Stunden auf dem Mais-Ernter in North Dakota – den besten Burger in der Gegend gibt. (Link: http://silphiumsammelreise.blogspot.de/2016/09/silphium-und-mais-die-sheyenne.html )

Aktuell ist Halbzeit auf der Sammelreise. Als nächstes geht es nach South Carolina. Es lohnt sich, immer einmal wieder auf den Reiseblog zu schauen: www.silphiumsammelreise.blogspot.de  

Der Projekt SPREAD

Die Forschungsreise wird über das SPREAD-Projekt (Evaluation and development of energy plant Silphium perfoliatum L. as a source of renewable raw materials) aus Fördermitteln des Bioeconomy Science Center finanziert. Aus den gesammelten Silphien-Samen wollen die jungen Wissenschaftler zusammen mit Kollegen aus Düsseldorf, Bonn und Aachen detaillierte Erkenntnisse zu den verschiedenen Formen der Pflanze gewinnen. Diese werden in ein Zuchtprogramm einfließen, um für verschiedene Verwendungszwecke optimierte Silphienarten zu erzeugen.

Weitere Informationen: https://www.uni-duesseldorf.de/home/fileadmin/redaktion/ZUV/Abteilung_Kommunikation/Uni-Magazin/Uni-Magazin_2015_03.pdf

Kontakt

Christian Wever
Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen
E-Mail: christian.wever@hhu.de

Dr. Elena Pestsova
Tel.: 0211/81-12344
E-Mail: elena.pestsova@hhu.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Die junge Hochschule verfügt bereits über eine gewachsene Tradition: Sie ging aus der 1907 eingerichtete Medizinischen Akademie hervor. Im Jahre 1965 wurde vom Land NRW die heutige Universität gegründet. Die Hochschule startete mit drei Fakultäten: Medizinische Fakultät, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät sowie Philosophische Fakultät. 1988 in Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf umbenannt, erlebte die Hochschule ein dynamisches Wachstum. Sie wurde in den 1990ern um zwei weitere Fakultäten erweitert: die Wirtschaftswissenschaftliche und Juristische Fakultät. Heute forschen, lehren und arbeiten auf dem Campus rund 17.000 Studierende, mehr als 1.700 Lehrende sowie 850 weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Start des Wintersemesters 2010/2011 konnte die Hochschule fast 4.000 neue Studierende begrüßen.

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