Humboldt-Stipendiatin forscht in der Gruppentheorie

Mathematik

28.10.2014 – Dr. Anitha Thillaisundarum aus Malaysia arbeitet seit Oktober als Humboldt-Forschungsstipendiatin am Mathematischen Institut der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU). Am Lehrstuhl für Algebra und Zahlentheorie von Prof. Dr. Benjamin Klopsch wird sie in den kommenden Monaten über Probleme in der Gruppentheorie arbeiten.

Dr. Anitha Thillaisundarum, geboren 1985 in Kuala Lumpur in Malaysia, studierte Mathematik in Cambrige, wo sie 2011 promovierte. Nach Forschungsaufenthalten am Harish-Chandra Research Institute in Allahabad in Indien und an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist sie bereits seit 2013 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Dr. Thillaisundarum arbeitet in Düsseldorf in einem Bereich der mathematischen Grundlagenforschung, auf dem Gebiet der Gruppentheorie. Speziell befasst sie sich mit Fragen der geometrischen Gruppentheorie. Sie wird ihr 24-monatiges Stipendium dazu nutzen, zusammen mit Prof. Klopsch über die sogenannte Burnside-Vermutung für endlich-präsentierbare Gruppen zu forschen. Darüber hinaus wird sie sich mit selbstähnlichen Gruppen beschäftigen, die auf unendlichen Bäumen operieren.

Die moderne Gruppentheorie wurde im 19. Jahrhundert begründet, unter anderem durch Arbeiten der Mathematiker Galois, Abel, Klein und Lie. Gruppen – im mathematischen Sinne – sind grundlegende algebraische Strukturen, die uns das systematische Erfassen von Symmetrien ermöglichen. Daher kommt die Gruppentheorie in vielen Bereichen der Mathematik sowie in anderen wissenschaftlichen Disziplinen zum Einsatz. Anwendungsfelder finden sich beispielsweise in der Festkörper- und der Elementarteilchenphysik, ebenso in der Kristallografie, die in die Bereiche Chemie, Biologie und Medizin hineinwirkt.

Humboldt-Forschungsstipendien

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt jährlich rund 450 Humboldt-Forschungsstipendien an promovierte Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland. Sie können damit ein langfristiges Forschungsvorhaben im Rahmen einer selbst gewählten Arbeitsgruppe einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung realisieren.

Kontakt

Prof. Dr. Benjamin Klopsch
Lehrstuhl für Algebra und Zahlentheorie

E-Mail: klopsch@math.uni-duesseldorf.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren über 28.500 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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