Ist die Lichtatmung klimaabhängig?

Humboldt-Forschungsstipendiat in der Pflanzenforschung

25.04.2016 – Seit Januar 2016 forscht der US-amerikanische Mikrobiologe und Pflanzenforscher Dr. Berkley J. Walker als Forschungsstipendiat der Alexander von Humboldt-Stiftung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Der Postdoc aus Urbana- Champaign/Illinois arbeitet in den kommenden 24 Monaten in den Arbeitsgruppen von Prof. Dr. Andreas Weber und Prof. Dr. Peter Westhoff in der Düsseldorfer Biologie. Er will die negativen Auswirkungen der Photorespiration erforschen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Klimawandel.

Photorespiration, auch „Lichtatmung“ genannt, ist eng mit der Photosynthese von Pflanzen verbunden. Dabei wandelt die Pflanze Biomasse und Sauerstoff unter Lichteinfluss in Kohlendioxid um. Sie verliert dadurch ständig große Mengen an Lichtenergie. Dieser Effekt beeinflusst und limitiert auch maßgeblich die Biomasseproduktion von Pflanzen. Man vermutet zudem, dass dieser negative Einfluss der Photorespiration mit steigenden Temperaturen in Folge des Klimawandels noch weiter zunimmt.

Dr. Berkley J. Walker forscht seit Anfang des Jahres am Institut für Biochemie der Pflanzen und am Institut für Entwicklungs- und Molekularbiologie der Pflanzen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. In seiner Zeit in Düsseldorf will der Alexander von Humboldt-Forschungsstipendiat dem temperaturabhängigen Energieverlust durch die Photorespiration auf den Grund gehen. Darüber hinaus will er ermitteln, wie man diesem Verlustmechanismus begegnen kann.

Berkley J. Walker, geboren 1983 in Fort Collins im US-Bundesstaat Colorado, studierte Mikrobiologie an der Brigham Young University in Provo, Utah. Nach Tätigkeiten in der Privatwirtschaft promovierte er 2013 an der Washington State University in Pullman zum Thema „Determining the response of leaf photosynthetic carbon metabolism and energy balance to changes in temperature, CO2 and nitrogen form“. Bis 2015 arbeitete er am US Department of Agriculture an der University of Illinois in Urbana-Champaign, im Januar 2016 trat er sein Forschungsstipendium an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf an.

Humboldt-Forschungsstipendien

Die Alexander von Humboldt-Stiftung ermöglicht jährlich über 2000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland. Zu ihren Instrumenten gehören unter anderem die Humboldt-Forschungsstipendien, die an jährlich rund 450 promovierte Nachwuchswissenschaftler aus dem Ausland vergeben werden. Diese können damit ein langfristiges Forschungsvorhaben im Rahmen einer selbst gewählten Arbeitsgruppe an einer deutschen Universität oder Forschungseinrichtung realisieren.

Kontakt

Prof. Dr. Andreas Weber
Institut für Biochemie der Pflanzen
Tel.: 0211/81-12347

E-Mail: andreas.weber@uni-duesseldorf.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 30.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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