Lichtschalter gegen Krebs – Neue Präzision in der Tumorbekämpfung

Erstes Düsseldorfer iGEM-Team stellt Projekt im Haus der Universität vor

07.10.2016 – Am 11. Oktober 2016 stellen Studierende der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) im Haus der Universität ihre Forschungsergebnisse zu einem neuen Ansatz der Krebstherapie vor. Im Rahmen des Wettbewerbs iGEM (international genetically engineered machine) entwickelt das Team ein neues Konzept der Tumorbekämpfung mithilfe von Licht. Wie dadurch möglicherweise Nebenwirkungen umgangen werden und worum es bei iGEM neben der Labortätigkeit noch geht, wird im Vortrag verständlich erklärt.  

In Krebszellen ist der Mechanismus des programmierten Zelltodes (die Apoptose) geschädigt, was zu unkontrollierter Zellvermehrung und somit zur Entstehung von Tumoren führt. Genau an dieser Stelle setzt das Konzept „Optoptosis“ des Düsseldorfer iGEM-Teams an. Die HHU-Studierenden wollen den programmierten Zelltod wieder in Gang setzen.

Um eine Präzision zu erreichen, die mit keiner bisher angewandten Krebstherapie möglich ist, will sich das erste iGEM-Team der HHU Lichtrezeptoren bedienen, die in Pflanzen das Wachstum und den lichtabhängigen Stoffwechsel regulieren.

Die Details ihres Ansatzes erläutern die jungen Wissenschaftler in ihrem Vortrag am 11. Oktober im Haus der Universität am Schadowplatz in der Düsseldorfer Innenstadt. Sie stellen auch erste Ergebnisse vor. Um zu entscheiden, ob dieser Ansatz Eingang in die Krebstherapie finden kann, ist noch sehr viel Forschungsarbeit zu leisten.

Außerdem geben die Studierenden weitere Einblicke in den internationalen iGEM-Wettbewerb. Denn neben der Forschungsarbeit müssen sie sich auch um die Öffentlichkeitsarbeit und den Austausch mit anderen iGEM-Teams in Deutschland und Europa kümmern.

Synthetische Biologie und der iGEM-Wettbewerb

Die Neukombination von Komponenten unterschiedlichster Organismen, um einen neuen Mechanismus zu erschaffen, ist das Grundprinzip der synthetischen Biologie.

Der seit 2003 von der iGEM-Foundation ausgerichtete Wettbewerb zielt darauf, mithilfe synthetischer Biologie neue Lösungen im Kampf gegen Problemfelder wie Krankheiten oder Umweltverschmutzung zu finden. Zum Wettbewerb zählen neben der wissenschaftlichen Arbeit auch andere Engagements wie Sponsorensuche, Öffentlichkeitsarbeit und die multimediale Präsenz.

Bis 2014 fungierte das MIT (Massachusetts Institute of Technology) in Cambridge (USA) als Austragungsort. Seit 2015 findet das Finale mit allen Teams in Hynes Convention Center in Boston statt. Dort stellt jedes Team sein jeweiliges Thema und Forschungsgebiet einer Jury vor, die Medaillen in verschiedenen Kategorien verleiht. In diesem Jahr nehmen vom 27. bis 31. Oktober 300 Teams aus aller Welt an der finalen Präsentation in Boston teil.

iGEM ist interdisziplinär. Das heißt, sowohl Biologen als auch Physiker, Informatiker und Studierende aus nicht-naturwissenschaftlichen Fachbereichen können in einem Team mitwirken. Jedes Team besteht aus Studierenden einer Universität, aber die Kooperation von Teams unterschiedlicher Universitäten ist durchaus erwünscht und dient als eines der Hauptaugenmerke in der Bewertung.                                 

Die Düsseldorfer Gruppe besteht aus 19 Mitgliedern unterschiedlicher Studiengänge, die sich Ende 2015 zusammengefunden haben, um das erste iGEM-Team der HHU zu gründen. Nach der anfänglichen Phase der Ideenfindung arbeiten die Nachwuchsforscher jetzt an der Umsetzung im Labor. Darüber hinaus konzentrieren sie sich nun auf die Öffentlichkeitsarbeit, um ihre Idee einem großen Publikum zu präsentieren. Neben Reisen nach Marburg, Bielefeld, Aachen, Bonn und Paris haben die Düsseldorfer noch Herausforderungen wie Fernsehauftritte, Radiobeiträge und Umfragen gemeistert.

Weitere Informationen:
www.igem.hhu.de
www.facebook.com/igemhhu

Kontakt

iGEM Düsseldorf
Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf                                            
E-Mail: igem @hhu.de    

iGEM-Team Düsseldorf
Redaktion: Dr.rer.nat. Arne Claussen

Stabsstelle Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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