Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät verleiht 88 Doktortitel und Ehrendoktorwürde

Ehrenpromotion für Prof. Dr. Detlev Riesner

17.07.2013 – Im Rahmen der Promotionsfeier der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität erhielten 88 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler ihre Promotionsurkunden. Darüber hinaus ehrte die Fakultät im Rahmen der Feierstunde Univ.-Prof. em. Dr. Detlev Riesner mit dem Ehrendoktortitel.

„Es ist der Fakultät eine besondere Ehre, heute sowohl viele junge Menschen für ihre wissenschaftlichen Leistungen als auch ein überaus verdientes Mitglied der Fakultät für seine Verdienste um die Düsseldorfer Naturwissenschaften auszuzeichnen“, so Prof. Dr. Christel Marian, Dekanin der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät anlässlich der Promotionsfeier im Sommersemester 2013.

Ehrendoktorwürde an Univ.-Prof. em. Dr. Detlev Riesner

Im Rahmen der Promotionsfeier ehrte die Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf den Physiker Dr. Detlev Riesner mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde. In ihrer Laudatio hebt Dekanin Marian hervor: „Prof. Riesner hat sich insbesondere durch den Aufbau der intensiven Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich im Bereich der Strukturbiologie, durch die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses der Fakultät und der Universität, sowie durch sein großes persönliches und – als Mitglied des Hochschulrates – institutionelles Engagement um die Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät und um die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf verdient gemacht.

Detlev Riesner , geboren 1941 in Stettien, studierte Physik und Biophysik an der Technischen Universität Hannover und promovierte 1970 bei Manfred Eigen an der Technischen Universität Braunschweig. Im Jahr 1974 habilitierte er sich im Fach „Biophysikalische Chemie und Molekularbiologie“. Von 1977 bis 1980 war er Professor für physikalische Biochemie an der Technischen Hochschule Darmstadt. 1980 wechselte er auf den Lehrstuhl für Physikalische Biologie in Düsseldorf, den er bis 2006 innehatte. In seinen Forschungen befasste er sich unter anderem mit Viroiden, kleinen, zirkulären RNA-Molekülen, die unter anderem für einige ökonomische relevante Pflanzenkrankheiten verantwortlich sind. Er entwickelte hierfür auch Methoden für die Aufreinigung von Nukleinsäuren. Seit den 1990er Jahren wandte er sich der Erforschung von Prionen und anderer, proteinöser Krankheiten des zentralen Nervensystems zu.

Neben Gastprofessuren in Peking und San Francisco war Detlev Riesner auch Dekan der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät (1990-1991) und Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (1995-1999). Seit seiner Einrichtung gehört Prof. Riesner darüber hinaus dem Hochschulrat der Universität Düsseldorf an.

Neben seiner Tätigkeit an der Universität Düsseldorf gründete er 1984 mit drei Mitarbeitern die Qiagen N.V., die heute eines der erfolgreichsten Biotechnologie-Unternehmen in Deutschland ist. Heute ist er Aufsichtsratsvorsitzender des Hildener Unternehmens. Darüber hinaus beteiligte er sich an der Gründung weiterer Unternehmen. Von 2001 bis 2004 war er Vorsitzender der Landesinitiative Bio-Gen-Tec NRW.

Detlev Riesner erhielt zahlreiche Preise und Ehrungen. Hierzu zählen unter anderem der Max-Planck-Forschungspreis für internationale Zusammenarbeit, den er 1992 zusammen mit Stanley B. Prusiner erhielt, und das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse (2005).

Insgesamt 88 Promotionen seit Februar 2013

Dekanin Marian beglückwünschte die insgesamt 88 Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler (42 weiblich, 46 männlich), deren Forschungsarbeiten am 17. Juli mit dem Doktortitel ausgezeichnet wurden. Christel Marian dazu: „Die Promotion ist der Schritt in die wissenschaftliche Selbstständigkeit. Die Doktorarbeiten unseren Promovierenden dokumentieren hohe wissenschaftliche Qualität, verbunden mit dem Gespür für kreative Fragestellungen.“

Traditionell war die Biologie mit 41 Promotionen am stärksten vertreten, gefolgt von der Chemie (23), der Pharmazie (9), der Psychologie (7), der Physik (6), sowie der Informatik und der Mathematik mit je einer Promotion. An der Herkunft der Promovierten zeigt sich die Internationalität der Fakultät: Sie kommen in diesem Semester neben Deutschland aus Taiwan, Bulgarien, Tunesien, Polen, der Tschechischen Republik und Indien.

Traditionell wurden im Rahmen der Veranstaltung die originellsten Doktorhüte und am besten geschmückten Doktorwagen prämiert.

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Kommunikation

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren über 23.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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