Physiker Prof. Dr. Hartmut Löwen zum „Outstanding Referee 2017“ gewählt

Auszeichnung der American Physical Society

26.01.2017 – Die American Physical Society (APS), unter anderem Herausgeberin der renommierten Fachzeitschriftengruppe Physical Review , zeichnet jährlich rund 150 Forscherinnen und Forscher als „Outstanding Referee“ aus. Gewürdigt wird damit deren ehrenamtliche Tätigkeit bei der Begutachtung wissenschaftlicher Artikel. In diesem Jahr ehrt sie unter anderem Prof. Dr. Hartmut Löwen vom Institut für Theoretische Physik der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU).

Die sogenannte „Peer-Review“ ist ein entscheidendes Moment im wissenschaftlichen Publikationsprozess. Manuskripte, die bei Fachzeitschriften wie Physical Review eingereicht wurden, werden dabei von Kolleginnen und Kollegen des gleichen Fachgebiets begutachtet. Die Gutachter („Peers“) bleiben anonym. Ihre Arbeit erfolgt ehrenamtlich und ist essentiell für die Qualitätssicherung von wissenschaftlichen Publikationen.

Bei den Publikationen der APS waren in den vergangenen 30 Jahren über 57.000 Gutachter beteiligt. Um deren Engagement anzuerkennen und besonders engagierte Gutachter zu würdigen, hat die Gesellschaft im Jahr 2008 die Ehrung „Outstanding Referee“ eingeführt. In diesem Jahr wurden neben Prof. Löwen rund 150 Personen aus 29 Ländern ausgezeichnet; berücksichtigt werden dabei die Zahl der begutachteten Arbeiten, die Qualität der Gutachten und die Zeit, innerhalb der die Gutachter reagierten.

Prof. Löwen erläutert, warum das Engagement als Gutachter im Peer-Review-Prozess so wichtig ist: „Es ist für mich ein Dienst an der wissenschaftlichen Community, die Qualität wissenschaftlicher Arbeiten so hoch wie möglich zu halten. Dazu gehört es natürlich auch, falsche und irreführende Arbeiten zu identifizieren und abzulehnen.“ Doch die Gutachtertätigkeit bringt auch den Gutachter selbst weiter, so Löwen: „Die neuen Fachartikel erlauben einen Blick hinter die Kulissen und weisen in die Richtung, in die sich ein Forschungsgebiet weiterentwickelt. Einige Untergebiete meines Arbeitsgebiets, der aktiven weichen Materie, verändern sich derart schnell, dass selbst ein kleiner Informationsvorsprung große Vorteile für die Ausrichtung eigener Projekte bringt.“

Seit 2008 zeichnete die APS fünf HHU-Physiker als „Outstanding Referee“ aus. 2008: Prof. Dr. Reinhold Egger (Institut für Theoretische Physik); 2009: Prof. Dr. Christos Likos (Institut für Theoretische Physik, seit 2010 Universität Wien) und Prof. Dr. Thomas Heinzel (Institut für Experimentelle Physik der kondensierten Materie); 2014: Prof. Dr. Dagmar Bruß (Institut für Theoretische Physik); 2017: Prof. Dr. Hartmut Löwen (Institut für Theoretische Physik).

American Physical Society 

Die APS ist eine Non-Profit-Gesellschaft mit dem Ziel, die Weiterentwicklung der Physik zu fördern und das Wissen um die Physik zu verbreiten. Dies geschieht über Publikationen wie die Physical Review -Zeitschriftenfamilie oder die Physical Review Letters , durch Veranstaltungen, Bildungs- und Lobbyarbeit sowie internationale Vernetzung. Die APS hat rund 53.000 Mitglieder sowohl in den USA als auch international.

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation

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Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Landeshauptstadt und eine feste Größe in der deutschen Hochschullandschaft.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 31.000 Studierende. Im Fokus der wissenschaftlichen Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften. Zuletzt konnte im Rahmen der „Exzellenzinitiative“ von Bund und Ländern die Förderung eines Exzellenzclusters in der Pflanzenzüchtungsforschung gewonnen werden.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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