Wie riecht eine „Fernbeziehung“?

Psychologie: Frauen in „Fernbeziehungen“ gesucht

07.02.2019 – Wissenschaftlerinnen der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) untersuchen die Auswirkung einer „Fernbeziehung“ auf das emotionale Erleben und den Körpergeruch. Ein Team von Psychologinnen sucht Frauen, die von wichtigen Lebensbegleiterinnen oder -begleitern entfernt leben und sich auf ein zeitnahes Wiedersehen freuen. Es kann sich dabei um ein Wiedersehen nach einigen Tagen, Wochen oder sogar Jahren handeln. „Ich studiere in Düsseldorf, meine Familie lebt aber in Stuttgart. Ich freue mich immer, wenn meine Mama mich besucht!“ sagt eine Teilnehmerin der bereits laufenden Studie mit Frauen in Fernbeziehungen.

Die Abteilung für Biologische Psychologie und Sozialpsychologie (Leitung: Prof. Dr. Bettina Pause) untersucht die Bedeutung des Körpergeruchs in sozialen Situationen. Dieser enthält eine Fülle von Informationen, die dem Menschen in seinem Alltag nicht immer bewusst werden. Redewendungen wie „jemanden gut riechen können“ oder „sich gegenseitig beschnuppern“ haben wissenschaftlich betrachtet Hand und Fuß. Körpergerüche können Hinweise darauf geben, ob Menschen zueinander passen; der Körpergeruch des Partners oder der Partnerin wird in der Regel mehr geschätzt als der von anderen Personen.

Die Wissenschaftlerinnen um Prof. Pause untersuchen, ob Körpergerüche auch Informationen über das komplexe und vielfältige emotionale Erleben in einer „Fernbeziehung“ transportieren können. In einer Folgestudie wird die Reaktion des Gehirns auf diese Körpergerüche untersucht.

Ablauf der Studie

Die Körpergerüche werden an zwei Terminen gesammelt: einmal innerhalb von zwei Stunden unmittelbar vor dem Wiedersehen mit einer wichtigen Person (Partnerinnen oder Partnern, Freundinnen oder Freunden, Verwandten) in der gewohnten Umgebung der Teilnehmerin; und einmal während leichtem Radeln auf einem Fahrradergometer an der HHU. Zu beiden Terminen werden handelsübliche Wattepads in den Achselhöhlen befestigt, um den Körpergeruch aufzufangen.

Noch Plätze Frei

Gesunde Frauen ab 18 (Nicht-Raucherinnen) sind eingeladen, an der Studie teilzunehmen. Das Wiedersehen mit der wichtigen Person sollte in Düsseldorf oder der nahen Umgebung stattfinden. Der Aufwand wird mit 100 € entschädigt.

Interessierte Frauen können sich in der Abteilung für Biologische Psychologie und Sozialpsychologie bei Studienleiterin Olga Rashidi an der HHU melden.  

Kontakt

M. Sc. Olga Rashidi
Telefon: 0211/81-14383
E-Mail: olga.rashidi@hhu.de

Dr.rer.nat. Arne Claussen
Stabsstelle Presse und Kommunikation

Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf
Universitätsstraße 1
40225 Düsseldorf
Tel.:   49 211 81-10896
Fax:   49 211 81-15279
arne.claussen@hhu.de
www.hhu.de

Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) ist seit 1965 die Universität der Nordrhein-Westfälischen Landeshauptstadt. Die HHU begreift sich als Bürgeruniversität, die ihr Wissen kontinuierlich mit der Gesellschaft im Großraum Düsseldorf teilt. Ihre Verankerung in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft ist ebenso profilgebend wie ihre Ausrichtung als interdisziplinär agierende deutsche Volluniversität.

An ihrer Medizinischen, Mathematisch-Naturwissenschaftlichen, Philosophischen, Wirtschaftswissenschaftlichen und Juristischen Fakultät studieren rund 35.000 Studierende. Im Fokus der Forschung stehen traditionell die Lebenswissenschaften, ergänzt unter anderem durch Schwerpunkte wie Wettbewerbsforschung, Internet und Demokratie, Algebra und Geometrie sowie Sprache – Wissen – Kognition. 2018 wurde der seit 2012 bestehende HHU-Exzellenzcluster CEPLAS, der die künftige Welternährung durch Nutzpflanzen erforscht, im Rahmen der „Exzellenzstrategie“ von Bund und Ländern bestätigt.

Mehr zur HHU im Internet unter www.hhu.de.

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