Ausstellung „Syrian Elsewhere – Syrisch anderswo“

Station der „CrossCulture Tour“ des ifa zeigt in Freiburg Identitäten von Geflüchteten im Umbruch
23. – 30. April 2017, Weingut Dilger, Freiburg im Breisgau

Im April erzählen die syrische Journalistin Rula Asad und der Kunstfotograf Mohan Dehne in ihrer einwöchigen Ausstellung von Identitäten geflüchteter Syrerinnen und Syrer in Europa. 20 fotografische Porträts und Videointerviews beschreiben verschiedene Stadien ihrer Erfahrungen in der neuen Umgebung, stellen aber auch die Frage der Loyalität zur alten Heimat Syrien. Die Ausstellung wird in Kooperation mit AMICA e.V. verwirklicht und bildet den Auftakt der „CrossCulture Tour“ im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen).

Antworten auf die unzähligen Fragen zur humanitären Krise in Syrien zu finden ist schwierig. Rula Asad, freie Journalistin aus Syrien, und Mohan Dehne, syrischstämmiger Kunstfotograf und Dozent, gehen den umgekehrten Weg. In ihrer crossmedialen Ausstellung „Syrian Elsewhere“ stellen sie entscheidende Fragen zur Integration und zum Leben von geflüchteten Frauen und Männern aus Syrien, die höchst unterschiedliche Hintergründe haben: Empfinden sie noch Stolz, Syrerinnen und Syrer zu sein? Wie erklären sie die Loyalität zum Herkunftsland? Wie werden Eltern ihren Kindern nach einigen Jahren im Exil die syrische Identität erklären? Das visuelle Forschungsprojekt beschäftigt sich mit Schlüsselfragen zu den Konzepten der Sicherheit, Identität und Stolz.

2011, kurz vor Ausbruch des syrischen Bürgerkrieges, kam Rula Asad erstmals aus Damaskus nach Europa. Im Rahmen des ifa-Stipendienprogramms „CrossCulture“ arbeitete sie drei Monate bei der Frauenrechtsorganisation AMICA e.V., die sich unter anderem für geflüchtete syrische Frauen und Menschenrechtsaktivistinnen im Libanon einsetzt, sowie dem Radio Dreyeckland in Freiburg im Breisgau. Mohan Dehne, 1963 in Damaskus geboren, lebt und arbeitet seit 2000 als Kunstfotograf und Dozent in den Niederlanden.

Ausstellung „Syrian Elsewhere – Syrisch anderswo“
von Rula Asad und Mohan Dehne
23. – 30. April 2017

Weingut und Brennerei Andreas Dilger, Urachstraße 3, 79102 Freiburg
Öffnungszeiten: www.amica-ev.org
Eintritt frei

Vernissage
So, 23. April 2017, 17:00 – 19:00 Uhr

Diskussion „Identitäten im Umbruch: Syrerinnen und Syrer in Europa“
mit Rula Asad, Mohan Dehne und Prof. Nausikaa Schirilla
Do, 27. April 2017, 19:30 – 21:30 Uhr

Führung für Schulklassen nach Anmeldung: Tel. 0761.5569251
24. bis 27. April 2017 jeweils von 11 bis 13 Uhr

Rula Asad und Mohan Dehne stehen während des Zeitraums der Ausstellung für Interviews zur Verfügung. Ein Termin kann unter 0761.5569251 vereinbart werden.
Eine Pressemappe zur CrossCulture Tour und weitere Pressefotos finden Sie online .


Über die CrossCulture Tour
Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) trägt die „CrossCulture Tour“ zwischen April und Oktober 2017 den interkulturellen Dialog in sieben deutsche Städte. Alumni des CrossCulture Programms machen grenzüberschreitenden Austausch zwischen Menschen und Kulturen in interaktiven Veranstaltungen erfahrbar. Die Schwerpunkte sind mit jenen vier des Programms deckungsgleich: Politik und Gesellschaft, Menschenrechte und Frieden, Nachhaltige Entwicklung sowie Medien und Kultur. „Syrian Elsewhere – Syrisch anderswo“ bildet den Auftakt der Tour. www.ifa.de/crossculturetour

Pressekontakt ifa
Inga Zoller, Stabsbereich Kommunikation, Tel. 0711.2225.212, presse@ifa.de , www.ifa.de

Pressekontakt AMICA e.V.
Heide Serra, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit, Habsburgerstraße 9, D-79104 Freiburg, Tel. 0761.5569253, Fax 0761.5569252, heide.serra@amica-ev.org

Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als „Werk des Friedens inmitten des Kriegs“ gegründet. www.ifa.de/100
Nach einer intensiven Aufbauphase in der Weimarer Republik, der Zweckentfremdung und Gleichschaltung während des Nationalsozialismus und der Neugründung in der jungen Bundesrepublik versteht sich das ifa heute als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Das ifa bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet „Kulturen des Wir“. www.kulturen-des-wir.de

Über AMICA e.V.
Die Hilfsorganisation AMICA e.V. setzt sich seit 1993 für Frauen und Mädchen ein, die unter den Folgen von Krieg und Gewalt in ihren Heimatländern leiden. Gemeinsam mit lokalen Partnern baut AMICA e.V. psychosoziale Frauenzentren auf, in denen Fachkräfte Beratung, therapeutische Begleitung und Maßnahmen zur Existenzsicherung durchführen. Für diese Arbeit wurde AMICA e.V. mehrfach ausgezeichnet. www.amica-ev.org

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Über uns

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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