Freedom of Expression – A Cultural Difference

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Meinungsfreiheit im Kontext des europäisch-islamischen Kulturdialogs

Mittwoch, 25. Oktober 2017, 18.00 Uhr in der Brotfabrik Bonn, Kreuzstraße 16, 53225 Bonn

Eintritt frei – um Anmeldung unter ifa.de/crossculturetour wird gebeten

Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.

Was darf gesagt werden? Was nicht? Debatten um die Meinungsfreiheit, um Satire und ihre Grenzen prägen den europäisch-islamischen Kulturdialog seit vielen Jahren. Im Rahmen der „CrossCulture Tour“, die zwischen April und Oktober 2017 den interkulturellen Dialog in sieben deutsche Städte trägt, geht das ifa gemeinsam mit dem Kooperationspartner Deutsche Welle auf die Suche nach Antworten: Gibt es ein typisch islamische Narrative beim Thema Meinungsfreiheit? Wo liegen die Schnittmengen zu einer europäisch geprägten Lesart, wo die Gegensätze?

In einer Podiumsdiskussion beleuchtet Moderator Atif Tauqeer (Deutsche Welle) gemeinsam mit der Filmemacherin Sabine Jainski, dem Satiriker Dr. Jesko Friedrich, der Journalistin Asma Abidi, dem Islamwissenschaftler Dr. Stephan Milich und dem pakistanischen Sozialwissenschaftler und CrossCulture-Alumnus Abdul Rauf Anjum die Grundlage und Bedeutung der freien Meinungsäußerung in unterschiedlichen Kulturräumen.

Musikalisch flankiert wird die Veranstaltung von „Culture Resonance“. Bei dem jungen Musikertrio aus Bielefeld verschmelzen westliche Musikstile mit Einflüssen aus der Türkei, Indien, Afghanistan oder Turkmenistan mühelos zu einem transkulturellen Hörerlebnis.

Nach der Podiumsveranstaltung sind alle Zuhörer herzlich eingeladen, die Diskussion bei Fingerfood im Foyer der Brotfabrik fortzuführen.

Projektinitiator Abdul Rauf Anjum steht zudem für Interviews zur Verfügung.

Die Gäste des Abends

Sabine Jainski
arbeitet als Filmemacherin, Journalistin und Übersetzerin in Berlin. Im Herbst 2016 strahlte ARTE ihre Dokumentation „Humor und Muslime“ aus. Darin begibt sie sich auf die Suche nach Humor in der islamischen Welt. Sabine Jainski ist für über 30 Dokumentarfilme für das deutsche und französische Fernsehen mitverantwortlich. Zu ihrem Portfolio gehören Portraits außergewöhnlicher Schauspieler, Regisseure, Menschenrechtsaktivisten oder faszinierende Menschen anderer Kontinente.

Dr. Jesko Friedrich ist deutscher Schauspieler, Redakteur und Autor. Der promovierte Germanist ist u.a. für NDR-Satiresendung „extra 3“ tätig und hat gemeinsam mit Dennis Kaupp die Kunst- und Kultfigur „Johannes Schlüter“ entwickelt, mit der sie regelmäßig Politiker aufs Korn nehmen. 2016 haben Friedrich und Kaupp zudem mit dem satirische Song „Erdowie, Erdowo, Erdogan“ international für Aufsehen gesorgt und belegten mit 12 Millionen Klicks Platz 3 der erfolgreichsten YouTube-Filme des Jahres in Deutschland. Im gleichen Jahr hat Friedrich mit extra 3 den Deutschen Comedypreis gewonnen.

Asma Abidi ist tunesische Journalistin und Aktivistin. Sie berichtet über Politik, Menschenrechte und gesellschaftliche Transformationsprozesse in Tunesien. Derzeit absolviert sie den Studiengang "International Media Studies"; ein gemeinsamer Masterstudiengang der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg und der Deutschen Welle Akademie. Als Journalistin und Menschenrechtsaktivistin steht für sie außer Frage: "Niemand sollte sein Leben riskieren oder im Gefängnis sein, um lediglich frei und bedingungslos zu berichten."

Dr. Stephan Milich ist Islamwissenschaftler und Arabist an der Universität zu Köln. Er forscht zur zeitgenössischen arabischen Literatur, Diskursen arabischer Intellektueller zu Nation sowie zum Wandel des Islamverständnisses durch die Dschihad-Propaganda. Er ist Autor zweier Monografien zur arabischen Exillyrik und Mitherausgeber von Sammelbänden zur Kulturproduktion im modernen Irak und zu Konzepten von Heimat in der arabischen Literatur. Zudem übersetzt er Lyrik aus dem Arabischen.

Podiumsgast und Initiator Abdul Rauf Anjum
Abdul Rauf Anjum lebt und arbeitet in Lahore, einer Stadt im Osten der Punjab-Provinz von Pakistan. Sein akademischer Hintergrund liegt im Bereich der Sozialwissenschaften, insbesondere der Geschichte und Politik. Zurzeit arbeitet er als freiberuflicher Entwicklungsberater in den Bereichen Regierungsführung, Konfliktlösung und Bildung. Abdul Rauf absolvierte sein CCP-Praktikum im Dezember 2009 bei der Deutschen Welle in Bonn. Während des Praktikums moderierte er aktuelle Themen und produzierte ein Radiomagazin.

Über die CrossCulture Tour
Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des ifa trägt die „CrossCulture Tour“ zwischen April und Oktober 2017 den interkulturellen Dialog in sieben deutsche Städte. Alumni des CrossCulture Programms machen grenzüberschreitenden Austausch zwischen Menschen und Kulturen in interaktiven Veranstaltungen erfahrbar. Abdul Rauf Anjum ist einer der sieben CCP-Alumni, der eigens für die Veranstaltung von Pakistan anreist. Die CrossCulture Tour wird durch Mittel des Auswärtigen Amts gefördert. www.ifa.de/crossculturetour

Über den Kooperationspartner Deutsche Welle
Die Deutsche Welle ist der Auslandssender Deutschlands. Die Informationsangebote in 30 Sprachen – in Fernsehen, Hörfunk und Internet – richten sich insbesondere an Menschen weltweit, die Entscheidungen treffen, die aktiv mitwirken an der politischen Meinungsbildung. Die Akademie ist Deutschlands führende Einrichtung der Medienentwicklungszusammenarbeit. Die DW mit Standorten in Bonn und Berlin ist öffentlich-rechtlich organisiert und wird aus Steuermitteln des Bundes finanziert.

Pressekontakt ifa
Miriam Kahrmann, Leitung Kommunikation, Tel. 0711.2225.105, Fax 0711.2264.346, presse@ifa.de

Pressekontakt ifa:
ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Miriam Kahrmann, Tel. 0711.2225.105, presse@ifa.de, www.ifa.de

Über das ifa
Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen. Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde 1917 als „Werk des Friedens inmitten des Kriegs“ gegründet. Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Es bietet umfangreiche Aktivitäten zu Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet „Kulturen des Wir“.

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