Geschichten der Vielfalt – „Celebrating Diversity“ am 13. Juli 2017 in Nürnberg

13. Juli 2017, 18:30 Uhr
Caritas-Pirckheimer-Haus, Königstraße 64, 90402 Nürnberg
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache statt.

Bei der vierten Station der „CrossCulture Tour“ anlässlich des 100-jährigen Bestehens des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) schildern die Gäste bei „Celebrating Diversity“ ihre persönlichen Perspektiven auf Diversität und Zusammenleben. Den musikalischen Rahmen des Abends gestaltet das international renommierte Ensemble „Argile“ um den Nürnberger Flötisten Dieter Weberpals.

„Nicht Abgrenzung und Einheitsbrei bereichern unser Miteinander, sondern gelebte Vielfalt.“ Davon ist Jumana Eltgani überzeugt. Die Sudanesin ist Gastgeberin und Moderatorin der Podiumsveranstaltung „Celebrating Diversity“. Mit Rasha Khayat, Reinhard Kleist und Cooper Thompson diskutiert sie darüber, was es braucht, damit ein bereicherndes Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Sichtweisen funktionieren kann. Nach der Diskussion ist Raum für Gespräche bei Getränken und Fingerfood. Die Veranstaltung wird gemeinschaftlich von Jumana Eltgani, dem Nürnberger Menschenrechtszentrum, Terre Des Femmes Nürnberg und dem ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) ausgerichtet.

Über die CrossCulture Tour
Im Rahmen des 100-jährigen Jubiläums des ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) trägt die „CrossCulture Tour“ zwischen April und Oktober 2017 den interkulturellen Dialog in sieben deutsche Städte. Alumni des CrossCulture Programms gestalten einen vielseitigen Austausch zwischen Menschen und Kulturen. Schwerpunkte sind Politik und Gesellschaft, Menschenrechte und Frieden, nachhaltige Entwicklung, sowie Medien und Kultur. Mehr über die Tour und die weiteren sechs Stationen in Deutschland: www.ifa.de/crossculturetour 

Die Redner des Abends

Rasha Khayat
Die gebürtige Dortmunderin wuchs in der Hafenstadt Djiddah in Saudi-Arabien auf. Als sie elf war, siedelte ihre Familie nach Deutschland zurück. Heute arbeitet sie als freie Autorin, Übersetzerin und Lektorin in Hamburg. Die vielseitigen Erfahrungen, die sie auf ihren Reisen u.a. nach Ägypten, Jordanien, Libanon, Syrien und Saudi-Arabien sammelt, teilt sie in ihrem Blog „West-Östliche Diva“.

Reinhard Kleist
Der Illustrator Reinhard Kleist arbeitet für Buchverlage, Magazine, Film- und Fernsehprojekte und veröffentlichte zahlreiche Comics und preisgekrönte Graphic Novels (u.a. „Der Traum von Olympia: Die Geschichte von Samia Yusuf Omar“). Als einer der erfolgreichsten deutschen Comiczeichner stehen seit einigen Jahren auch Workshops, Vorträge und Ausstellungen auf der ganzen Welt auf seinem Programm.

Cooper Thompson
Der US-Amerikaner Cooper Thompson lebt seit 2003 mit seiner deutschen Frau in Nürnberg. Die kulturellen und sprachlichen Unterschiede stellten in den ersten Jahren eine große Herausforderung für ihn dar, wovon auch sein Buch „Deutsche Sprache, meine Sprache?“ zeugt. Bereits in den USA arbeitete er u.a. mit Schulen und religiösen Gruppen zu den Themen kulturelle Vielfalt, Gleichberechtigung und Diskriminierung. In Deutschland führte er seine Arbeit als Berater, Coach und Supervisor fort.

Jumana Eltgani (Moderation)
Jumana Eltgani beschreibt sich selbst als „Produkt der Vielfalt“. Die afrikanische Muslimin wurde in Saudi-Arabien geboren, lebt zurzeit im Sudan und absolvierte einen Teil ihres Studiums in Südafrika. Nach ihrem Chemiestudium wuchs in ihr der Drang nach sozialer Gerechtigkeit. Sie schloss daher ein Studium im Bereich der gemeinwesenorientierten Arbeit an. 2015 unterstützte sie im Rahmen des CrossCulture Programms des ifa das Nürnberger Menschenrechtszentrum. „Leider bereitet uns die Welt, in der wir leben, erhebliche Kopfschmerzen. Uns gelingt es nicht, die Vorzüge einer positiven Vielfalt wahrzunehmen“, reflektiert Jumana Eltgani. Darum initiierte sie „Celebrating Diversity“, ein leidenschaftliches Plädoyer für Vielfalt und der dringend benötigte Gegenentwurf zu nationalistischen Bewegungen.


Presseangebot

Jumana Eltgani steht für ein Pressegespräch in englischer Sprache am Donnerstag, 13. Juli ganztägig bis ca. 18:00 Uhr zur Verfügung. Gespräche mit Reinhard Kleist, Rasha Khayat und Cooper Thompson sind ab 17:möglich.
Um Terminvereinbarung wird gebeten.

Pressekontakt ifa:
ifa (Institut für Auslandsbeziehungen), Miriam Kahrmann, Tel. 0711.2225.105, presse@ifa.de, www.ifa.de

Partner

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) feiert 2017 sein 100-jähriges Bestehen.
Deutschlands älteste Mittlerorganisation für auswärtige Kulturbeziehungen wurde im Ersten Weltkrieg, am 10. Januar 1917, als „Werk des Friedens inmitten des Kriegs“ gegründet.
www.ifa.de/100
Heute versteht sich das ifa als ein Kompetenzzentrum für internationale Kulturbeziehungen und künstlerische Diskurse. Es bietet umfangreiche Aktivitäten zu grenzüberschreitenden Kulturaustausch und ziviler Konfliktbearbeitung an. Grundlage dieser internationalen Ausrichtung ist ein weitreichendes Netzwerk von Partnern im In- und Ausland. Das Leitthema des Jubiläumsjahrs 2017 lautet „Kulturen des Wir“. www.kulturen-des-wir.de

Das Nürnberger Menschenrechtszentrum e. V. (NMRZ)
ist ein unabhängiger, gemeinnütziger Verein. Von Nürnberg aus setzt sich das NMRZ auf lokaler, nationaler und internationaler Ebene für die Menschenrechte ein. Gemeinsam mit anderen Organisationen ergänzt es aus zivilgesellschaftlicher Perspektive die städtische Menschenrechtsarbeit. Das NMRZ informiert über Menschenrechte, belebt den Austausch über Menschenrechte und betreibt Menschenrechtsbildung.www.menschenrechte.org

TERRE DES FEMMES ist eine gemeinnützige Menschenrechtsorganisation für Frauen. Die Organisation setzt sich für Menschenrechte ein und unterstützt Frauen und Mädchen durch internationale Vernetzung, Öffentlichkeitsarbeit, gezielte Aktionen, persönliche Beratung und Förderung von einzelnen Projekten im Ausland. www.frauenrechte.de

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Über uns

Das ifa (Institut für Auslandsbeziehungen) engagiert sich weltweit für ein friedliches und bereicherndes Zusammenleben von Menschen und Kulturen. Es fördert den Kunst- und Kulturaustausch in Ausstellungs-, Dialog- und Konferenzprogrammen. Als Kompetenzzentrum der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik vernetzt es Zivilgesellschaft, kulturelle Praxis, Kunst, Medien und Wissenschaft. Es initiiert, moderiert und dokumentiert Diskussionen zu internationalen Kulturbeziehungen.Das ifa ist weltweit vernetzt und setzt auf langfristige, partnerschaftliche Zusammenarbeit. Es wird gefördert vom Auswärtigen Amt, dem Land Baden-Württemberg und der Landeshauptstadt Stuttgart.

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