„Diese Bilder geben mir Hoffnung“

Nikon begleitet eine wissenschaftliche Studie zur möglichen schmerzlindernden Wirkung von Bildern.

Düsseldorf, 10. Juni 2014 – Rund 13 Millionen Menschen in Deutschland leiden unter chronischen Schmerzen. Das bestätigte jetzt die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS). Die Betroffenen haben oftmals einen langen Leidensweg hinter sich, begleitet von unklaren Diagnosen und starken Medikamenten. So auch bei Manuela Spangenberg aus Thüringen. Die 37-jährige Bürokauffrau leidet seit vier Jahren an unerträglichen Kopfschmerzen. Die Ursache für ihre Schmerzen ist unklar. Die Wirkung von Bildern könnte jetzt eine Alternative zu ihrer medikamentösen Behandlung sein. Nikon hat mit dem Schmerzzentrum Kassel, der Universität Göttingen und der Universitätsklinik Hamburg-Eppendorf eine wissenschaftliche Studie ins Leben gerufen. In dem Forschungsprojekt „Modulation of Pain Experience“ wird die schmerzlindernde Wirkung beim Betrachten von Bildern geliebter Menschen untersucht. Damit knüpft Nikon an das vorangegangene Pilot-Projekt „NIKON-Kraft der Bilder“ an.

Neue Wege aus dem Dauerschmerz
„Ich leide seit vier Jahren an unerträglichen Kopfschmerzen – jeden Tag. Nach etlichen Untersuchungen bei Orthopäden, alternativen Medizinern in Spezialkliniken ist die Therapieform der multimodalen Schmerztherapie – eine Mischung aus Medikamenten, psychologischer Schmerztherapie und Physiotherapie – in Kassel meine große Hoffnung“, sagt Manuela Spangenberg, die auf dem Weg ins Therapiezimmer ist. Sie nimmt auch an der Studie „Modulation of Pain Experience“ von Nikon und dem Schmerzzentrum Kassel teil. Alle Patienten, die wie Manuela Spangenberg dort in Behandlung sind, verbindet die gleiche Leidensgeschichte: Mindestens drei Monate chronisches Schmerzleiden ohne eine klare Diagnose. Für viele ist die Therapie der letzte Ausweg. „Ich hoffe sehr, dass durch diese Therapie meine Schmerzen endlich reduziert werden“, erklärt die Bürokauffrau, die seit vier Jahren an dauerhaften Kopfschmerzen leidet und wegen ihrer Schmerzen oftmals ihren Beruf und ihre Familie vernachlässigen muss.

Das Studienmodell
Klar ist schon heute: Positive Bilder, Erinnerungen und Erlebnisse scheinen laut einer Studie der University of California einen positiven Effekt auf das Schmerzempfinden zu haben. Inwiefern Bilder in der Schmerztherapie eingesetzt werden können und ob es einen direkten Zusammenhang zwischen Schmerzempfinden und dem Betrachten von schönen Fotos gibt, dazu forscht das Schmerzzentrum Kassel in enger Zusammenarbeit mit Nikon und der Universität Göttingen. In dem Studienverlauf wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwiefern das Betrachten von Fotos geliebter Menschen Schmerzen reduzieren kann. Schon jetzt gibt Dr. Andreas Böger, Chefarzt der Klinik für Schmerzmedizin am Rotem Kreuz Krankenhauses Kassel, einen Ausblick: „Die ersten Ergebnisse machen Mut. Wenn mehr als die Hälfte der Probanden ein positives Feedback gibt, ist das ein guter Hinweis auf die Wirksamkeit.“

Strikter Ablauf für exakte Ergebnisse
Es ist 19 Uhr. Die Sitzung beginnt und die Digitalalben werden ausgeteilt. Manuela Spangenberg sitzt mit acht weiteren Patienten im Therapiezimmer. Drei Mal pro Woche findet die Therapiesitzung im Schmerztherapiezentrum Kassel exakt um 19 Uhr statt, da zu dieser Uhrzeit das Schmerzempfinden der Studienteilnehmer am größten ist. An jedem Behandlungstag werden den Patienten fünf Fotos einer Bildkategorie gezeigt: Sympathische Unbekannte, Landschaftsmotive, Wahrnehmungstäuschungen und Fotos geliebter Menschen. Vor und nach dem Betrachten füllen die Patienten Fragebögen aus, die das Ausmaß des Schmerzes erfassen. Die Patienten wissen vorher nicht, welche Kategorie sie zu sehen bekommen. Die heutige Kategorie bei Manuela Spangenberg: geliebte Menschen. „Die Bilder von meiner Familie sehe ich mir am liebsten an. Sie geben mir Hoffnung“, sagt die Patientin.

Volkskrankheit Schmerz
Die Deutsche Schmerzgesellschaft (DGSS) schätzt die Gesamtzahl der Schmerzpatienten auf bundesweit etwa 13 Millionen. Damit sind chronische Schmerzen zur Volkskrankheit geworden. Gleichzeitig ist das Angebot an schmerztherapeutischen Einrichtungen in Deutschland gering. Die Betroffenen sind meist schon seit Jahren auf der Suche nach einer passenden Therapieform und nehmen oftmals starke Medikamente zur Behandlung ein. Die Wirkung von Bildern kann eine Ergänzung zur medikamentösen Behandlung für viele Patienten sein. Das hofft auch Tadashi Nakayama, Geschäftsführer Nikon Deutschland: „Wenn das Forschungsprojekt zeigt, dass das Betrachten von Bildern Schmerzen lindert, könnten wir Millionen Menschen eine neue Perspektive aus dem Dauerschmerz geben.“

Erste Ergebnisse im Spätsommer 2014
Seit dem Sommer 2013 werden die ersten Daten im Schmerzzentrum Kassel erhoben. Bis zum Frühsommer 2014 sollen rund 100 Patienten an der Studie teilgenommen haben. Dann soll geklärt sein: Lindern Bilder Schmerzen? Bei Manuela Spangenberg zeigt das Betrachten der Bilder auf jeden Fall schon jetzt erste positive Auswirkungen „Wenn ich schöne Landschaften oder lachende Familienmitglieder sehe, breitet sich bei mir ein wohltuendes Gefühl aus und ich fühle mich deutlich besser.“

Bild- und Videomaterial zur Aktion Nikon Kraft der Bilder steht zum Download bereit unter
http://178.63.214.116/~Nikon_KraftderBilder/

Weitere Informationen zu Nikon Kraft der Bilder finden Sie unter
http://www.nikon-kraftderbilder.de

Weitere Informationen zu Nikon und seinen Produkten finden Sie hier
http://www.nikon.de

Pressefragen zur Aktion Nikon Kraft der Bilder:
Jung von Matt/relations GmbH
Catharina Kratzsch
T.: +49 (0)221 – 65061 450
F.: +49 (0)221 – 65061 111
E-Mail: catharina.kratzsch@jvm.de

Für alle weiteren Presseanfragen zu Nikon
Grayling Deutschland GmbH
Roman Goodarzi / Marina Engelhardt-Temme
T. +49 (0)211 – 96 485 36
F. +49 (0)211 – 96 485 45
E-Mail: presse@nikon.de