Patientenrechte – mit Information zum Ziel

Patientenrechte – mit Information zum Ziel Bad Dürrheim. Der 12. Bad Dürrheimer Selbsthilfetag am 13. März 2010 steht unter dem Motto „Patientenrechte – mit Information zum Ziel“. Jeder Patient wünscht sich eine vertrauensvolle Kooperation mit dem Arzt und möchte vor allem von seinem behandelnden Arzt informiert werden. Darüber hinaus stürzt aber eine Flut von Informationen aus Broschüren, Büchern, Fernsehen und Internet auf Patienten ein. Oft wird damit das Gegenteil von Informiertheit erreicht. Das vielschichtige Angebot an Information muss mit dem eigenen Wissen beurteilt werden, aber Patienten fühlen sich dabei leicht verunsichert und überfordert. Erwartet wird dennoch, dass sich der Patient aktiv am Behandlungsprozess beteiligt, in eigener Verantwortung Entscheidungen trifft und Mitverantwortung übernimmt. Selbsthilfegruppen helfen Betroffenen, sich für die eigenen Belange einzusetzen. Am Selbsthilfetag stehen mehr als 40 Gruppen zum Gespräch und zur Beratung bereit. Angebote der Patientenberatung werden in Vorträgen im Haus des Gastes vorgestellt. Um 10:30 Uhr spricht Greta Schuler (Sozialarbeiterin) von der „Unabhängigen Patientenberatung Deutschland“ in Stuttgart. Deutschlandweit bieten 22 Beratungsstellen neutrale Informationen sowie nützliche Hinweise zu Gesundheitsangeboten in der Region. „Wir verstehen uns als Lotsen und helfen bei der Orientierung im Gesundheits"dschungel", so Frau Schuler. Einige Beispiele: Welche Rechte habe ich als Patient, was kann ich tun, wenn ich das Gefühl habe, beim Arzt falsch behandelt worden zu sein, wie finde ich eine gute Klinik oder einen Spezialisten, was sind Individuelle Gesundheitsleistungen, wo ist die nächste Selbsthilfegruppe, wo finde ich eine gute Beratungsstelle. Die Unabhängigkeit der Beratung ist Voraussetzung, um die Eigenverantwortung von Patientinnen und Patienten zu stärken. „Dafür sorgen, dass Zustände sich ändern“ – unter diesem Titel berichtet Patientenfürsprecherin Renate Bohrer ab 11:00 Uhr über ihre Arbeit. Patientenfürsprecher bieten Patienten Unterstützung bei Problemen und Beschwerden gegenüber dem Krankenhaus. Frau Bohrer hat diese Funktion am Schwarzwald-Baar Klinikum in Villingen seit einem Jahr. Danach stellt der 2. Vorsitzende Bernd Bierer, ehemaliger Direktor des Amtsgerichts, das Klinische Ethikkomitee am Schwarzwald-Baar Klinikum vor. Zunehmende Möglichkeiten, Leben entscheidend in seinem Verlauf und in seinen Formen zu beeinflussen, und die Absicht, diese Möglichkeiten mit dem –manchmal nur mutmaßlichen- Willen eines Patienten in Einklang zu bringen, stellen vor ethische Fragen. Wann ist etwa die Fortsetzung einer medizinischen Behandlung noch sinnvoll? Wann meint man, dass sie mehr schadet als nützt? Über das Konzept für den Umgang mit medizinischen Grenzfragen berichtet Herr Bierer. Der Selbsthilfetag beginnt um 10:00 Uhr mit der offiziellen Eröffnung im Haus des Gastes. Ab 10:30 Uhr können die Informationsstände der Selbsthilfegruppen im Haus des Bürgers sowie die Vorträge im Haus des Gastes besucht werden. Ab 11:00 Uhr beginnen die Gesprächsrunden mit Vertretern der Selbsthilfegruppen im Herzogin-Luise-Raum (Haus des Bürgers). Ende ist gegen 16:00 Uhr. Den ganzen Tag bietet das Park-Hotel Waldeck-Schrenk Bewirtung mit Mittagstisch und Kaffee/Kuchen an. Der Eintritt zum Selbsthilfetag ist frei!

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