METSÄ TISSUE HAT FÜR 2000 EINEN VERLUST VON 21,7 MILLIONEN EURO ZU VERZEICHNEN # FÜR 2001 RECHNET MAN MIT EINEM EINDEUTI

METSÄ TISSUE HAT FÜR 2000 EINEN VERLUST VON 21,7 MILLIONEN EURO ZU VERZEICHNEN - FÜR 2001 RECHNET MAN MIT EINEM EINDEUTIG PROFITABLEN ERGEBNIS Der Verlust Metsä Tissues vor außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen belief sich im Jahr 2000 auf 21,7 Millionen Euro (1999 Betriebsgewinn 9,1). Der Verlust je Aktie betrug 0,64 Euro (Betriebsgewinn 0,11). Der Umsatz stieg um 4,0 Prozent auf 609,2 Millionen Euro (585,7). Die Eigenkapitalquote belief sich auf 24,9 Prozent (30,5). Der Verlust des Geschäftsjahres belief sich auf 19,3 Millionen Euro (Betriebsgewinn 1,4). Der Aufsichtsrat schlägt vor, dass für das Jahr 2000 keine Dividende ausgeschüttet wird. Das Ergebnis des Berichtszeitraums wurde durch die schnellen Preisanstiege bei den Rohstoffen beeinträchtigt, die nur mit einer Verzögerung durch Preiserhöhungen bei den Produkten ausgeglichen werden konnten. Aufgrund der Preiserhöhungen und der Entwicklungsprojekte rechnet man für 2001 mit einem klaren Betriebsgewinn. Umsatz und Ergebnis Der Umsatz von Metsä Tissue stieg im Vergleich zum Vorjahr um 4,0 Prozent auf 609,2 Millionen Euro (585,7). Im Umsatz von 1999 ist der Umsatz von inzwischen eingestellten Tätigkeiten enthalten, und der Zuwachs beim vergleichbaren Umsatz beträgt 7,6 Prozent. Der Betriebsverlust betrug 11,9 Millionen Euro, das entspricht 1,9 Prozent vom Umsatz (Betriebsgewinn 16,2 Mio. Euro, 2,8 Prozent). Die unbefriedigende Ergebnisentwicklung war vor allem auf den schnellen Kostenanstieg zurückzuführen, der erst nach einer Verzögerung durch Preissteigerungen und effizienzsteigernde Maßnahmen bei der Tätigkeit ausgeglichen werden konnte. Das schlechteste Ergebnis war in der ersten Jahreshälfte zu verzeichnen, aber im dritten Quartal zeichnete sich bei der Ergebnisentwicklung eine Wende zum Besseren ab. Die Abschreibungen beliefen sich auf 37,4 Millionen Euro (33,5). Der Zuwachs bei den Abschreibungen erklärt sich aus der Tatsache, dass bedeutende Investitionen Ende 1999 und Anfang 2000 in Betrieb genommen wurden. Die Nettofinanzierungsaufwendungen des Konzerns betrugen 9,8 Millionen Euro (7,1), das entspricht 1,6 Prozent (1,2) vom Umsatz. Der Anstieg der Finanzierungsaufwendungen erklärt sich aus den gestiegenen Anleihen und aus dem höheren Zinsniveau. Der Verlust vor außerordentlichen Erträgen und Aufwendungen belief sich auf 21,7 Millionen Euro (Betriebsgewinn 9,1), was -3,6 Prozent vom Umsatz entsprach (1,6). Der Verlust nach Steuern und Minderheitsanteil betrug 19,3 Millionen Euro (Betriebsgewinn 1,4). Die wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit lag in allen Marktgebieten auf einer Preissteigerung in Anpassung an die gestiegenen Kosten bei den Produktionsfaktoren. Das Programm zur Anhebung der Preise konnte bis Ende 2000 größtenteils umgesetzt werden, allerdings nicht ebenso schnell, wie die Kosten stiegen. Daher führte die Tätigkeit zu Beginn des Jahres eindeutig zu finanziellen Verlusten. Gegen Ende des Berichtszeitraums waren die Voraussetzungen für eine rentable Geschäftstätigkeit wieder gegeben. Die Preissteigerungen konnten in den nordischen Ländern relativ schneller realisiert werden, wo der Großteil der Produkte unter eigenen Markennamen verkauft wird. In Mitteleuropa dagegen ging das Anheben der Preise wesentlich langsamer vor sich, und die Preissteigerungen können teilweise erst 2001 vorgenommen werden. Programme zur Verbesserung der Kosteneffizienz wurden in allen Werken umgesetzt. Dabei wurden unter anderem die Produktpaletten eingeschränkt und Rationalisierungsinvestitionen durchgeführt. In Mitteleuropa ist der Bedarf zur Entwicklung der Tätigkeit immer noch groß. Der größte Aktionär Metsä Tissues, die Metsä-Serla Oyj, unterschrieb Ende Mai einen Vertrag mit Svenska Cellulosa Aktiebolaget SCA (SCA) über den Verkauf der Metsä-Tissue-Aktien von Metsä-Serla an SCA. Eine der Voraussetzungen des Vertrags war die Genehmigung des Europäischen Kartellamtes. Der von der EU-Komission im Januar 2001 ausgegebene Beschluss verhindert die Realisierung des oben genannten Aktienverkaufs. Kennzahlen Der Verlust je Aktie betrug im Berichtsjahr 0,64 Euro (Gewinn 0,11). Das investierte Kapital der Geschäftstätigkeit betrug am Jahresende 378,9 Millionen Euro (362,7) und der Ertrag aus investiertem Kapital -3,1 Prozent (4,6). Die Eigenkapitalrentabilität betrug -14,9 Prozent (1,8). Finanzierungslage und Liquidität Der Cash-Flow der Geschäftstätigkeit vor Investitionen betrug im Berichtsjahr -15,4 Millionen Euro (22,7). Die Eigenkapitalquote des Konzerns betrug 24,9 Prozent (30,5) und der Verschuldungsgrad 198,8 Prozent (139,1). Die verzinslichen Verbindlichkeiten des Konzerns beliefen sich auf 258,6 Millionen Euro (218,3). Im Februar wurde mit der Nordiska Investeringsbanken ein langfristiger Kreditvertrag über 15 Millionen Euro unterzeichnet, mit dem die in Schweden durchzuführenden Investitionen des Konzerns finanziert werden. Die Liquidität des Konzerns war das ganze Jahr über gut. Die liquiden Mittel beliefen sich am Stichtag auf 19,4 Millionen Euro (17,4). Außerdem verfügt der Konzern über noch nicht verwendete zugesagte Kreditverträge in Höhe von 14,5 (52,2) Millionen Euro, wobei es sich bei 10,0 Millionen um bindende und bei 4,5 Millionen Euro um nicht bindende Verträge handelt. 95 Prozent der verzinslichen Verbindlichkeiten des Konzerns sind an die Marktzinsen gebunden, der Rest ist fest verzinslich. Der Durchschnittszinssatz für die verzinslichen Verbindlichkeiten des Konzerns lag Ende des Geschäftsjahres bei 5,40 Prozent (4,22). Marktlage Alljährlich werden in Europa rund fünf Millionen Tonnen Tissuepapier verkauft. Der Tissuepapiermarkt der Geschäftsbereiche von Metsä Tissue beläuft sich auf rund 3,4 Millionen Tonnen. Der Anteil Metsä Tissues an diesem Markt beträgt 9-10 Prozent. In den nordischen Ländern steigt der Verkauf mengenmäßig alljährlich um rund ein Prozent, in Mitteleuropa um 2- 3 Prozent, und in Polen um 5-7 Prozent. Da die Nachfrage sich immer mehr zu Produkten höherer Qualität hin orientiert, steigt der Gesamtwert des Marktes schneller als der mengenmäßige Zuwachs. In der Tissuepapierbranche hat in den letzten Jahren durch Übernahmen und Fusionen eine bemerkenswerte Konzentration stattgefunden. Der im Herbst 1999 begonnene steile Preisanstieg bei den wichtigsten Rohstoffen setzte sich bis Ende 2000 fort. Der auf Euro lautende Preisanstieg des Hauptrohstoffes Zellstoff betrug 2000 fast 45 Prozent. Auch die Preise für Altpapier stiegen, und zwar besonders stark in Mitteleuropa. Die Preissteigerungen bei den Rohstoffen entsprachen in der Zeit von Spätsommer 1999 bis Ende 2000 fast 25 Prozent vom Umsatz Metsä Tissues aus. Die stark gestiegenen Rohstoffkosten und die ebenfalls gestiegenen Stromkosten führten zu einem Anheben des Preisniveaus auf dem Markt, wenn auch der Kampf um Marktanteile und der in Mitteleuropa vorherrschende äußerst harte Wettbewerb im Einzelhandel die unabwendbaren Preiserhöhungen verzögerte. Rückblick der Geschäftsbereiche Der Umsatz des Geschäftsbereichs Consumer stieg um 12,2 Prozent auf 317,8 Millionen Euro (283,3). Der Betriebsverlust betrug 10,9 Millionen Euro (Betriebsgewinn 6,1), das entsprach -3,4 Prozent vom Umsatz (2,2). In den nordischen Ländern konnte der Konzern die Marktstellung seiner Produktmarken weiterhin festigen. Die Verkaufsmengen entsprachen denen des Vorjahres. In Schweden verlief die Neulancierung der Produktmarke Leni in einer höheren Qualitätsklasse erwartungsgemäß gut. Preiserhöhungen wurden auf allen Absatzmärkten durchgeführt, und in den nordischen Ländern konnten die gestiegenen Kosten durch die Preiserhöhungen beinahe aufgefangen werden. In Deutschland verzögerte der harte Wettbewerb die Preiserhöhungen, so dass sie teilweise erst 2001 durchgeführt werden können. Die Lancierung der Produktmarke Mola in Polen und die gehobene Qualität der Produkte verbesserte das Preisniveau erheblich und festigte die Marktstellung Metsä Tissues. Der Umsatz des Away-from-Home-Bereichs lag mit 165,4 Millionen Euro knapp unter dem des Vorjahres (169,4). Der Betriebsgewinn betrug 0,7 Millionen Euro (6,4), das entsprach 0,4 Prozent vom Umsatz (3,8). Im Umsatz von 1999 ist der Umsatz von inzwischen stillgelegten Tätigkeiten enthalten, und der vergleichbare Umsatz entwickelte sich positiv. In den nordischen Ländern entsprachen die Verkaufsmengen in etwa denen des Vorjahres, und die Preise konnten so weit erhöht werden, dass die Steigerung der Rohstoffkosten dadurch beinahe ausgeglichen wurde. Beim Verkauf der Katrin-Produkte und der Ultimatic-Spendersysteme war ein planmäßiger Zuwachs zu verzeichnen. Die Marktstellung der Katrin-Produkte soll sowohl in den nordischen Ländern als auch in Mitteleuropa weiterhin gefestigt werden. In Mitteleuropa lagen die Verkaufsmengen über denen des Vorjahres. Der Zuwachs blieb jedoch hinter den Erwartungen zurück, weil bei der Beschaffung neuer Kunden die Zielvorgaben nicht erreicht werden konnten. Der Umsatz der Sonstigen Tätigkeit ging auf 133,3 Millionen Euro (145,9) zurück. Der Betriebsverlust betrug 0,6 Millionen Euro (Betriebsgewinn 5,7), das entspricht -0,5 Prozent vom Umsatz (3,9). Im Produktbereich Baking and Cooking wurde der Anteil der eigenen Weiterverarbeitung am Gesamtverkauf gesteigert, und die Geschäftstätigkeit blieb trotz des verschärften Wettbewerbs relativ stabil. Der Verkauf von Tissuerohpapier ging infolge des gestiegenen Anteils der eigenen Weiterverarbeitung, des Streiks im Frühjahr und der durchgeführten Investitionen deutlich zurück. Der bedeutendste Absatzmarkt des Produktbereichs Table Top ist Mitteleuropa, hier konnte gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs beim Verkauf von 9 Prozent verzeichnet werden. Bei der Tätigkeit konzentrierte man sich auf die Lancierung der Fasana-Kollektion und die Verbesserung der Kosteneffizienz. Investitionen Die Gesamtinvestitionen beliefen sich im Berichtszeitraum auf 22,7 (32,8) Millionen Euro und zwar auf Übernahmen in Höhe von 0,5 Millionen Euro (3,7) und auf Anschaffungen des Anlagevermögens in Höhe von 22,2 (29,1) Millionen Euro. Bei den Investitionen handelte es sich größtenteils um Modernisierungs- und Rationalisierungsprojekte, mit denen die Kosteneffizienz verbessert werden konnte. Ein Teil der Investitionen zielte auf die Anhebung des Verarbeitungsgrades und die Entwicklung der Produkteigenschaften ab. Mit der Ende letzten Jahres in Betrieb genommenen CCM-Anlage im Werk Nyboholm konnte erwartungsgemäß Anfang 2000 ein stabiles Produktionsniveau erreicht werden. Im Werk Mänttä wurde die Produktion der Katrin-Ultimatic- Produkte erneuert und ausgebaut. Die Weiterverarbeitungskapazität der Produkte des Bereichs Baking and Cooking wurde vermehrt. Das Werk Katrinefors und die Stadt Mariestad begannen im Frühjahr 2000 ein Gemeinschaftsprojekt zur Errichtung eines Kraftwerks für Deinking-Abfälle und Holzschnitzel. Das Kraftwerk, dessen Bau bis Ende 2001 abgeschlossen wird, verringert die Umweltbelastung des Werkes und gewährleistet die Energieversorgung zu konkurrenzfähigen Preisen bis weit in die Zukunft. Das Projekt hat einen Gesamtwert von 23 Millionen Euro, und es wird von der Katrinefors Kraftvärme AB umgesetzt, die sich zur Hälfte im Besitz von Metsä Tissue befindet. Die Verantwortung von Metsä Tissue an dem Projekt beschränkt sich auf ein langfristiges Kaufabkommen. Mitarbeiter Die Anzahl der Mitarbeiter des Metsä-Tissue-Konzerns betrug im Geschäftsjahr im Durchschnitt 3 205 (3 459). Ende des Jahres betrug die Anzahl der Mitarbeiter 3 048 (3 355). Mitarbeiter nach Ländern: 31.12.1999 31.12.2000 im Durchschnitt Finnland 738 673 730 Übrige nordische Länder 712 700 729 Deutschland 1 452 1 279 1 319 Polen 410 358 384 Sonstige 43 38 43 Insgesamt 3 355 3 048 3 205 Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Wirtschaftsprüfer Die ordentliche Hauptversammlung der Metsä Tissue Oyj wurde am 23.3.2000 abgehalten. In den Aufsichtsrat wurden wiedergewählt: Ari Heiniö, Curt Lindbom, Jussi Länsiö, Antti Oksanen, Juhani Saarela, Arimo Uusitalo und Jorma Vaajoki. Die Tätigkeitsperiode der Aufsichtsratsmitglieder dauert bis Ende der ordentlichen Hauptversammlung des Jahres 2001. Der Aufsichtsrat wählte aus seiner Mitte Antti Oksanen als Vorsitzenden und Arimo Uusitalo als stellvertretenden Vorsitzenden. Als Wirtschaftsprüfer wurden weiterhin die Wirtschaftsprüferassoziation SVH Pricewaterhouse Coopers Oy gewählt, mit Wirtschaftsprüfer Göran Lindell als verantwortlichem Wirtschaftsprüfer. Die Hauptversammlung beschloss auch, das Stammkapital von Metsä Tissue und den Nennwert der Aktien in Euro umzuwandeln. Damit der Nennwert der Aktie bis auf ein Zehntel genau angegeben werden konnte, beschloss die Hauptversammlung weiterhin, das Stammkapital durch eine Gratisemission von 3 232 230 Finnmark zu erhöhen. Danach beträgt das neue Stammkapital der Gesellschaft jetzt 51.000.000 Euro und der Nennwert der Aktie 1,70 Euro. Als Vorstandsvorsitzender war das ganze Geschäftsjahr über Hannu Anttila tätig. Ereignisse nach Ende des Geschäftsjahres Der von der EU-Komission am 31.1.2001 ausgegebene Beschluss verhindert den Verkauf der sich im Besitz von Metsä-Serla befindlichen Aktienmehrheit von Metsä Tissue an SCA. Ausblick in die nahe Zukunft Der fast das ganze Jahr 2000 über anhaltende Unternehmensverkaufsprozess endete im Januar 2001. Metsä Tissue setzt seine Tätigkeit als selbständiges Börsenunternehmen fort. Die Maßnahmen zur Sanierung und Effizienzsteigerung, die sich aufgrund des Verkaufsprozesses verzögert hatten, werden sofort eingeleitet. Schätzungen zufolge wird die Nachfrage nach Tissuepapier in den nordischen Ländern mengenmäßig weiterhin rund ein Prozent ansteigen, in Mitteleuropa dagegen um 3-4 Prozent und in Polen um 5-7 Prozent pro Jahr. Der Zuwachs bei der Produktionskapazität wird den Zuwachs bei der Nachfrage überschreiten, daher bleibt die Marktlage angespannt. Die Umstrukturierung der Branche wird wohl fortgesetzt. Im Laufe des Jahres wurde ein Preiserhöhungsprogramm durchgeführt, das noch nicht ganz abgeschlossen werden konnte. Anfang 2001 wird jedoch auch der noch verbleibende Teil des Programms umgesetzt. Wenn das Programm abgeschlossen ist, können die Kostensteigerungen bei den Rohstoffen größtenteils durch die Preiserhöhungen ausgeglichen werden. Mit den im Jahr 2000 und auch schon davor realisierten Entwicklungsprojekten konnte die Kosteneffizienz deutlich verbessert werden. Vor allem in den deutschen Werken ist es möglich, die Effizienz der Tätigkeit durch eine Sanierung der Produktpalette und eine Beseitigung von Produktionsengpässen zu steigern. Es wird damit gerechnet, dass die Preiserhöhungen und die Maßnahmen zur Effizienzsteigerung die Rentabilität des Konzerns verbessern. Die Kostensteigerung bei den Hauptrohstoffen wird wohl nicht weiter anhalten, ------------------------------------------------------------ Weitere Informationen finden Sie unter http://www.bit.se Für folgende Dateien besteht die Möglichkeit eines Download: http://www.bit.se/bitonline/2001/02/05/20010205BIT00570/bit0001.doc http://www.bit.se/bitonline/2001/02/05/20010205BIT00570/bit0002.pdf

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