Wie tiergestützte Therapie wirken kann

Internationaler Kongress in Hannover

Inklusion von Förderschülern, Rehabilitation bei Hirnschädigungen, Behandlung von Traumatisierten – die Wirkung von tiergestützten Interventionen ist in vielen sozialen und medizinischen Bereichen belegt. Was jetzt nötig ist, um das Feld weiter zu professionalisieren, diskutierten mehr als 400 internationale Wissenschaftler und Praktiker bei einem großen Kongress in Hannover.

Hannover, 23.09.2016 – Tiergestützte Interventionen werden immer beliebter. Das zeigt die Vielfalt der Einsatzbereiche ebenso wie der Ansturm auf den alle zwei Jahre stattfindenden Kongress der Verbände International Society of Animal Assisted Therapy (ISAAT) und European Society of Animal Assisted Therapy (ESAAT). Rund 400 internationale Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis kamen in diesem Jahr in Hannover beim Kongress „Tiergestützte Interventionen – ein innovatives Berufsfeld etabliert sich“ zusammen. „In den Fokus haben wir zentrale Aspekte rund um Qualitätssicherung, Ausbildung und Tierschutz gestellt“, sagt Gastgeberin Ingrid Stephan vom Institut für soziales Lernen mit Tieren. „Je populärer tiergestützte Interventionen werden, umso wichtiger ist es, professionell und einheitlich zu arbeiten.“

Namhafte Experten von den Universitäten Köln, Wien und Berlin sowie von Institutionen wie dem Bundeswehr-Zentralkrankenhaus oder der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz informierten in Vorträgen und Workshops über Studienergebnisse und Behandlungserfolge in Psychotherapie, Rehabilitation, Inklusion, Altenpflege und Prozessbegleitung. Eröffnet wurde der Kongress mit einem Grußwort der SPD-Politikerin Dr. Karin Thissen, die die Schirmherrschaft übernommen hatte. Das Unternehmen Mars Petcare, das sich seit vielen Jahren weltweit für die Mensch-Tier-Beziehung engagiert, unterstützte die Veranstaltung. „Wir freuen uns, dass wir wieder einen Beitrag dazu leisten konnten, dass sich die Beziehung zwischen Menschen und Tieren noch harmonischer und zum beiderseitigen Wohlergehen entwickeln kann“, sagt Kristina Richter, Unternehmenssprecherin von Mars Petcare, eine Tochter von Mars Inc.

Freuten sich über einen lebhaften Kongress mit vielen Teilnehmern (v.l.): Kristina Richter (Mars Petcare), Ingrid Stephan (Institut für soziales Lernen mit Tieren), Dr. Rainer Wohlfarth (ESAAT) und PD Dr. Andrea Beetz (ISAAT).

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