„Untersuchung gibt Sicherheit und dauert nur wenige Minuten“

PFARRKIRCHEN. Seit Mitte April macht in Pfarrkirchen eine mobile Röntgenpraxis im Neuwiesenweg Station. Sie gehört zum Mammographie-Screening Niederbayern, einem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Christiane Eckinger gehört zum Team des sogenannten Mammo-Mobils. Wir haben sie gefragt, was Frauen im Innern des Trailers erwartet und wie das Angebot angenommen wird.

Frau Eckinger, was bedeutet eigentlich Mammographie-Screening?

Christiane Eckinger: Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust, Screening ist ein anderer Begriff für Reihenuntersuchung. Und genau das machen meine Kolleginnen und ich im Mammo-Mobil. Wir arbeiten gerne hier, denn die Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs sind eine sinnvolle Sache. Das Programm gibt es seit 2005 und ist für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren gedacht, weil in dieser Altersgruppe die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen auftritt. Wir möchten, dass sich Frauen bei uns sicher und wohl fühlen. Dann kommen sie auch das nächste Mal – und das ist wichtig für ihre Gesundheit!  

Wie läuft ein Besuch im Mammo-Mobil ab?

Christiane Eckinger: Am Empfang nehmen wir zunächst die Daten der Frauen auf. Viele kommen mit einem festen Termin – ein Vorschlag ist bereits im Einladungsschreiben enthalten, dieser kann aber telefonisch auch individuell vereinbart werden. In der Regel entstehen deshalb kaum Wartezeiten. In einem abgeschlossenen Raum der mobilen Praxis mache ich oder eine meiner Kolleginnen dann von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen. Wir schauen sofort, ob die Qualität der Aufnahmen gut ist und schicken diese dann per Datenleitung an zwei Fachärzte. Diese Ärzte haben eine spezielle Ausbildung und beurteilen die Mammographien unabhängig voneinander. Der Besuch bei uns dauert mit Umkleiden rund 20 Minuten und die Untersuchung tut auch nicht weh. Das Ergebnis bekommen die Frauen dann in der Regel innerhalb von sieben Werktagen schriftlich zugeschickt.

Sind die angebotenen Früherkennungen denn sicher?

Christiane Eckinger: Das Mammographie-Screening, wie wir es hier in Pfarrkirchen bis Mitte Juni anbieten, ist ein Musterbeispiel für Qualität und Sicherheit. Bei diesem Früherkennungsprogramm sind nur Fachärzte mit besonders großer Erfahrung zugelassen. Auch meine Kolleginnen und ich sind speziell ausgebildet. Die Aufnahmen selbst müssen mit hochmodernen Geräten gemacht werden, deren einwandfreie Funktion täglich von einer unabhängigen Stelle in München überwacht wird.

Wie nehmen die Frauen das Angebot an?

Christiane Eckinger: Wir sind viel unterwegs in Niederbayern. Für uns im Mammo-Mobil ist es deutlich spürbar, ob vor Ort die Teilnahme am Screening unterstützt wird. Viele Gynäkologen und Hausärzte erinnern Frauen ab 50 sogar daran, unbedingt zum Screening zu gehen. Seit Mitte April haben hier in Pfarrkirchen über 650 Frauen eine Früherkennungsuntersuchung bei uns machen lassen. Wer noch nicht da war, sollte die verbleibenden Wochen nutzen. Denn je früher Brustkrebs erkannt wird, umso größer ist die Chance, dass die Frau wieder ganz gesund wird.

Kasten:
Noch bis 20. Juni steht das Mammo-Mobil im Neuwiesenweg auf dem P+R Parkplatz am Volksfestplatz. Geöffnet ist es jeweils von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 16.45 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 15.15 Uhr angeboten.

Termine vergibt die zentrale Koordinationsstelle in München unter der Rufnummer 089 / 570 93 40 200. Diese Servicenummer ist werktäglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar. Es gilt der Telefon-Tarif für einen Anruf im deutschen Festnetz. Wer eine Telefon-Flatrate hat, telefoniert sogar umsonst.

Bildunterschrift:

Christiane Eckinger gehört zum Team im Mammo-Mobil. Individuelle Termine ermöglichen allen Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eine Teilnahme an der Früherkennungsuntersuchung auf Brustkrebs – in Pfarrkirchen bereits über 650!

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