"Untersuchung gibt Sicherheit und dauert nur wenige Minuten"

Über 1.400 Frauen waren schon bei der Brustkrebs-Früherkennung in Dingolfing – individuelle Termine beliebt.

DINGOLFING. Seit Mitte Juni steht in Dingolfing auf dem Caprima-Parkplatz eine mobile Röntgenpraxis. Sie gehört zum Mammographie-Screening Niederbayern, einem Programm zur Früherkennung von Brustkrebs. Wir haben Janina Michalczyk vom Team des Mammo-Mobils gefragt, wie das Angebot angenommen wird.

Frau Michalczyk, was bedeutet Mammographie-Screening?

Janina Michalczyk: Die Mammographie ist eine Röntgenaufnahme der Brust, Screening ist ein anderer Begriff für Reihenuntersuchung. Und genau das machen meine Kolleginnen und ich hier. Wir arbeiten gerne im Mammo-Mobil, denn die Früherkennung von Krebs ist eine sinnvolle Sache. Das Screening-Angebot gibt es seit 2005 für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren; in dieser Altersgruppe tritt die Hälfte aller Brustkrebserkrankungen auf.

Wie viel Zeit nimmt ein Besuch im Mammo-Mobil in Anspruch?

Janina Michalczyk: Wartezeiten gibt es in der Regel kaum, denn viele Frauen kommen zu dem Termin, der ihnen in der Einladung vorgeschlagen wurde. Es ist aber auch möglich, telefonisch individuelle Termine zu vereinbaren. Am Empfang nehmen wir zunächst die Daten der Frauen auf. Danach machen wir in einem abgeschlossenen Raum der mobilen Praxis von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen. Wir schauen sofort, ob die Qualität der Aufnahmen gut ist und schicken diese dann per Datenleitung an zwei Fachärzte. Diese Ärzte haben eine spezielle Ausbildung und beurteilen die Mammographien unabhängig voneinander. Der Besuch bei uns dauert mit Umkleiden rund 20 Minuten und die Untersuchung tut auch nicht weh.

Sind die angebotenen Früherkennungen denn sicher?

Janina Michalczyk: Das Mammographie-Screening, wie wir es hier in Dingolfing anbieten, ist ein Musterbeispiel für Qualität und Sicherheit. Es sind nur Fachärzte mit besonders großer Erfahrung zugelassen. Auch meine Kolleginnen und ich sind speziell ausgebildet. Die Aufnahmen selbst müssen mit hochmodernen Geräten gemacht werden, deren einwandfreie Funktion täglich von einer unabhängigen Stelle überwacht wird.

Wie nehmen die Frauen das Angebot an?

Janina Michalczyk: Wir sind viel unterwegs in Niederbayern. Für uns im Mammo-Mobil ist es deutlich spürbar, ob vor Ort die Teilnahme am Screening unterstützt wird. Viele Gynäkologen und Hausärzte erinnern Frauen ab 50 sogar daran, unbedingt zum Screening zu gehen. Hier in Dingolfing haben bereits über 1.400 Frauen eine Früherkennungsuntersuchung bei uns machen lassen. Wer noch nicht da war, sollte die verbleibenden Wochen nutzen. Denn je früher Brustkrebs erkannt wird, umso größer ist die Chance, dass die Frau wieder ganz gesund wird.

Kasten:
Noch bis 5. September steht das Mammo-Mobil in der Stadionstraße 44 auf dem Parkplatz des Caprima. Geöffnet ist es jeweils von Montag bis Donnerstag von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 16.45 Uhr. Freitags werden Untersuchungen von 8.00 Uhr bis 11.45 Uhr und von 12.30 Uhr bis 15.15 Uhr angeboten.

Termine vergibt eine zentrale Koordinationsstelle in München unter der Rufnummer 089 / 570 93 40 200. Diese Servicenummer ist werktäglich von 8 bis 17 Uhr erreichbar. Es gilt der Telefon-Tarif für einen Anruf im deutschen Festnetz . Wer eine Telefon-Flatrate hat, telefoniert sogar umsonst.

Bildunterschrift:

Janina Michalczyk gehört zum Team im Mammo-Mobil, das derzeit in Dingolfing steht. Dort waren bereits über 1.400 Frauen aus der Region und haben eine Früherkennungsuntersuchung auf Brustkrebs machen lassen.

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