Intelligente Straßenrandnutzung minimiert Staubildung

Software der PTV ermittelt Auswirkungen von Ride-Sharing-Angeboten auf die Straßenrandnutzung für neuesten ITF-Report

Karlsruhe, 24.05.2018. Wie wirkt sich die wachsende Anzahl an Mitfahrangeboten auf die Nutzung des Straßenrands aus? Mit Hilfe ihrer Software zur Verkehrsmodellierung und Simulation hat die PTV Group gemeinsam mit dem International Transport Forum (ITF) Staubildung und operative Bedingungen modelliert, die sich durch Ride-Sharing-Dienste im zentralen Geschäftsviertel (CBD) von Lissabon ergeben. Damit soll der öffentliche Bereich bei der Entwicklung neuer Strategien zur möglichen Umverteilung unterstützt werden. Die im Bericht „The Shared Use City: Managing the Curb“ veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass die zunehmende Nutzung von Mitfahrangebote zu einer Verbesserung in puncto Verspätungen führt, dies jedoch nur unter der Prämisse, dass die Vorgänge am Straßenrand effektiv gesteuert werden.

Der Bericht berücksichtigt sämtliche Vorgänge und Angebote, die miteinander um den Raum entlang der Straßen im Stadtgebiet konkurrieren. Hierbei wird ersichtlich, wie die steigende Anzahl an Shared Mobility-Diensten sowie urbane Logistik-Services und immer mehr Paketzustellungen zu Überlastungen am Straßenrand beitragen. Um einen reibungslosen Verkehrsfluss zu gewährleisten, ist es deshalb unabdingbar, sämtliche Aktivitäten durch sinnvoll gewählte und gesteuerte Abhol- und Zustellbereiche sowie Einstiegs- und Ausstiegsmöglichkeiten zu koordinieren.

Besserer Verkehrsfluss, weniger Verspätungen

Die Ergebnisse zeigen, dass sich der Verkehrsdurchfluss um bis zu 50 % verringert, wenn keine ausgewiesenen Ein- und Ausstiegsbereiche für Ride-Sharing-Dienste eingerichtet wurden. In diesem Fall blockieren in zweiter Reihe geparkte Fahrzeuge den Verkehr und verursachen Staus. Im Stadtzentrum von Lissabon konnte man durch die Einrichtung entsprechender Zonen eine 20-prozentige Verbesserung erzielen.

Sollten Straßenrandbereiche vorrangig für Ride-Sharing-Aktivitäten reserviert werden, könnte dies zu geringeren Parkeinnahmen der Städte führen. Analysen mit dem Mikrosimulationstool PTV Visum zeigen jedoch auf, dass mit Einrichtung spezieller Ein- und Ausstiegszonen über 90 Vorgänge in einer Stunde abgewickelt werden können, im Vergleich zum CBD in Lissabon, wo nur ein Vorgang alle fünf Stunden stattfindet. Daher ist es wichtig, einen Preisfestsetzungsmechanismus zu etablieren, bei dem die Fahrgäste eine Gebühr für den Zu- bzw. Ausstieg an verkehrsreichen Plätzen entrichten. Somit können Städte den Verkehr besser steuern und zugleich die Verluste durch entgangene Parkeinnahmen kompensieren. Nicht in allen Stadtgebieten ist es möglich, den Straßenrand für diese neuen Mobilitätsangebote zu nutzen. Doch die Studie zeigt auf, wie man durch eine effektive Gestaltung und Steuerung dieser Bereiche eine umfassende Einbettung der Ride-Sharing-Dienste im urbanen Raum optimal unterstützt.

Analyse in drei Phasen

Die Anzahl neuer Mobilitätsdienste wächst kontinuierlich. Zur Ermittlung der Auswirkung dieses Trends auf die Nutzung des Straßenrands sowie des Verkehrsflusses wurden unterschiedliche Nutzungsszenarien analysiert – sowohl mit und ohne Steuerung des Straßenrandbereichs. Mit Hilfe der gewonnenen Daten konnte man sich ein Bild davon machen, wie sich der Übergang zu diesen neuen Mobilitätsdienstleistungen künftig gestalten lässt.

Die Analyse basierte auf einem dreischrittigen Modellierungsprozess, der eine realistische Darstellung der Verkehrsbedingungen unter Einbeziehung der Ride-Sharing-Dienste ermöglichte. Zuerst wurden die Mitfahranfragen aus den Mobilitätsdaten der Stadt Lissabon mit dem PTV Maas Modeller eingelesen, der die Touren und Routen der Fahrzeugflotte anhand der einzelnen Anfragen der Fahrgäste optimiert zusammenstellt. Im zweiten Schritt wurde der durch Privatfahrzeuge erzeugte Verkehr mit PTV Visum simuliert. Anschließend wurde eine Mikrosimulation der Vorgänge am Straßenrand mit PTV Vissim durchgeführt, einschließlich des Fahrzeugverhaltens einzelner Fahrzeuge und der Interaktion mit dem Hintergrundverkehr.

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Mehr als 2.500 Städte setzen PTV-Produkte ein. Transporte in über einer Million Fahrzeugen werden mit PTV-Software geplant. Das Europäische Verkehrsmodell, das den gesamten Personen- und Güterverkehr in Europa abdeckt, wird mit PTV-Software entwickelt. Auch dafür arbeiten rund um den Globus über 800 Kolleginnen und Kollegen mit Leidenschaft an leistungsstarken Lösungen. Der Hauptsitz im Herzen der Technologieregion Karlsruhe ist Entwicklungs- und Innovationszentrum. Von hier aus plant und optimiert die PTV seit 1979 alles, was Menschen und Güter bewegt.

Die deutsche Gesellschaft PTV Planung Transport Verkehr AG ist ein Unternehmen der PTV Group. www.ptvgroup.com.

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