MEDIENINFORMATION

Jugendliche aus Tschechien staunen über Tausendtonner:

Grenzüberschreitendes Projekt Labora zeigt Chancen der Wirtschaftsregion Erzgebirge auf

Das Geräusch fasziniert. Mit einer Kraft von 2.500 Tonnen donnert die Presse in der noch neuen Halle der a.i.m. all in metal GmbH nach unten, stanzt die Blechbögen und heraus purzeln Teile, die später ihren Platz an Pkws finden. Die Jugendlichen staunen ob der Dimension der Maschine und der modernen Technik, die in dem Unternehmen in Pockau-Lengefeld für höchste Qualität sorgt. Die 12 bis 14- jährigen Schüler aus Chomutov sind Teilnehmer des Projektes LABORA - Länderübergreifende Aktivitäten für Berufsorientierung und Ausbildung. Mit ihrer Exkursion in den sächsischen Teil des Erzgebirges startete am Dienstag das Projekt in seine praktische Umsetzung.

LABORA – grenzüberschreitendes Projekt für Vernetzung und Akzeptanz

Im Oktober vergangenen Jahres begann das grenzüberschreitende Projekt, das der wirtschaftlichen Stärkung der Grenzregion dienen soll im Hinblick auf die langfristige Sicherung des Fachkräftebedarfs in den Schlüsselbranchen des sächsischen und tschechischen Erzgebirges. Gemeinsam mit dem Projektpartner Okresní hospodářská komora v Chomutově (OHK) bietet die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH (WFE) als Leadpartner verschiedene Projektaktivitäten an, welche den Jugendlichen die positiven beruflichen Chancen der Region vermitteln sollen. „Erreicht werden soll nicht nur eine bessere Vernetzung, und Bekanntmachung sondern vor allem auch eine Akzeptanzsteigerung der berufsorientierenden und qualifizierenden Angebote beidseits der Grenze“, betont Nicole Strebe, Projektverantwortliche bei der WFE.

a.i.m. all in metal GmbH mit Willkommenskultur für ausländische Fachkräfte

Die 13-jährige Micha, eine der tschechischen Jugendlichen, erzählt, dass das Erleben eines Schultages am Vormittag an der Heinrich-von-Trebra-Oberschule In Marienberg interessant und überraschend anders war. „Ich finde es gut, dass wir diese Einblicke in eine deutsche Schule und die Wirtschaft bekommen – zumal wir eine Sprachenschule sind und deutsch lernen.“ Gute bis sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache sind für eine Ausbildung in Deutschland essentiell. Kerstin Dittrich, Prokuristin bei der a.i.m. GmbH und verantwortlich für Personal erklärt, warum: „Um dem Unterricht mit den vielen neuen Begriffen an der Berufsschule folgen zu können, sind solide Deutschkenntnisse unerlässlich. Für unsere Arbeiten hier benötigen wir hauptsächlich qualifizierte Fachleute.“ Der Automobilzulieferer, der weiter wachsen will und somit beste berufliche Perspektiven bietet, beschäftigt knapp 400 Mitarbeiter, davon 250 Festangestellte, darunter inzwischen auch einige Mitarbeiter aus Tschechien. Die Erfahrungen sind positiv, die Integration in das erzgebirgische Team unkompliziert. So sind die tschechischen Übersetzungen an einigen Hinweisschildern im Unternehmen wahrscheinlich sprachlich nicht notwendig – aber ein deutliches Zeichen der Unternehmensleitung, die Fachkräfte von der böhmischen Seite des Erzgebirges willkommen zu heißen.

Bedarf an Fachkräften beiderseits der Grenze

Das Kennenlernen der beruflichen Praxis ist einer der wichtigsten Punkte für Jugendliche generell – beiderseits der Grenze.. „Für uns sind solche Unternehmensbesuche wichtig, um die Jugendlichen für die technischen Berufe zu sensibilisieren. Nach 1989 kam es fast zum Wegfall dieser Ausbildungen, da vor allem Dienstleistungsberufe aber auch Bereiche wie Jura und Betriebswirtschaft lukrativ wurden. Nun ist der Bedarf an Fachkräften da, das Defizit wurde in den letzten Jahren erkannt. Somit ist das Projekt LABORA eine gute Chance, uns in der Fachkräftesicherung weiter zu bringen“, so Ivana Košanová, Geschäftsführerin der OHK Komotau.
Die Exkursion der tschechischen Schüler in das Mittlere Erzgebirge war die erste Aktion innerhalb des Projektes, um berufliche Perspektiven der Region Erzgebirge aufzuzeigen. Gemeinsam sollen in den nächsten zweieinhalb Jahren noch mehr deutsche und tschechische Schüler der Klassen 8 und 9 die Wirtschaftsregion in ein- und mehrtägigen Unternehmensexkursionen, verbunden mit Vorträgen zur Wirtschaftsregion und Messebesuchen, erkunden. Ein Augenmerk liegt hierbei auf dem neuen Format „Beruf im Test“ (BiT) auf sächsischer Seite, welches für Mai 2018 erstmalig geplant ist. Das Projekt wird gefördert durch den Europäischen Fond für regionale Entwicklung.

Weiteren Informationen erhalten Sie bei:

Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Nicole Strebe
Telefon: 03733 145115
E-Mail: strebe@wfe-erzgebirge.de
www.berufsorientierung-erzgebirge.de

Weitere Informationen über die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH finden Sie unter: www.wfe-erzgebirge.de und auf www.fachkraefte-erzgebirge.de.

Mit freundlichen Grüßen,
Sabine Schulze-Schwarz

Öffentlichkeitsarbeit
Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH

Tel.: +49 3733 145 114
Fax: +49 3733 145 145
Mail: schulze@wfe-erzgebirge.de
www.wfe-erzgebirge.de

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Über uns

Das Regionalmanagement Erzgebirge ist eine Initiative des Erzgebirgskreises und elf großer Städte des Erzgebirges. Dabei versteht sich das Regionalmanagement Erzgebirge als Dienstleister und Berater, aber auch als Ideengeber und Vermarkter für die Region. Durch ein aktives Regional- und Standortmarketing soll das Erzgebirge als lebenswerte Region und als Wirtschaftsstandort in Deutschland bekannt gemacht werden, einhergehend mit dem Ziel der Fachkräftesicherung. Der Sprecher des Regionalmanagement Erzgebirges ist der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel. Die operative Projektsteuerung übernimmt die Wirtschaftsförderung Erzgebirge GmbH. Im Beirat, dem Wirtschaftsbeirat und den Arbeitsgruppen werden Vertreter der Partner sowie externe Fachleute über laufende Projekte informiert und arbeiten gemeinsam an deren Umsetzung.

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