Konstruktiv und mit neuem Schwung ins Jubiläumsjahr

Die Generalversammlung der Remstalkellerei war geprägt von sachlichen Diskussionen – trotz  tropischer Temperaturen von über 30 Grad.

+++ Weinstadt/Großheppach, den 16. Juni 2015 Am vergangenen Freitag fand in Großheppach die Generalversammlung der Remstalkellerei statt. Dazu fanden sich 270 Wengerter  in der Prinz-Eugen-Halle ein. Neben der wirtschaftlichen Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr schilderte Vorstandsvorsitzender Manfred Felger die Maßnahmen zur Gebäudesanierung sowie den Verlauf des Weinjahres 2014. Laut Felger war 2014 ein recht turbulentes Weinjahr mit Trockenheit im Frühjahr und Sommer sowie der Gefährdung durch die Kirschessigfliege vor dem Herbst. Dennoch können die Remstaler mit der Traubenqualität mehr als zufrieden sein. „Unser Qualitätsmanagement und die gute Organisation der Lesetermine haben sich bezahlt gemacht“, freut sich Felger. Zugleich lobte er den unermüdlichen Einsatz der Wengerter.

Kosteneinsparung und weitere Qualitätssteigerung sind die Maximen der Zukunft

Auch für sein Kellereiteam fand Felger anerkennende Worte. Die Mitarbeiter hätten die Umstrukturierungsmaßnahmen mit großem Engagement mitgetragen. „Nur so konnten wir das erste Jahr ohne hauptamtlichen Geschäftsführer so gut meistern“, so Felger. „Mittlerweile haben wir die Aufgaben verteilt und die Remstalkellerei wieder auf Kurs gebracht.“ Durch die Umstrukturierung und Sparmaßnahmen konnten die Produktionskosten der Remstalkellerei um 6 Cent/Liter gesenkt werden. Gleichzeitig baute die Remstalkellerei ihre Absätze im Bereich der 0,75-Literflaschen aus und setzte längst fällige Preiserhöhungen durch. Das führte zwar nach Angaben der Geschäftsleitung zunächst zu Absatzeinbußen, wird sich aber im Laufe der Zeit bezahlt machen. Laut Felger ist Qualität der einzige Weg, um zukünftig in einem von harter Verdrängung umkämpften Weinmarkt zu bestehen. Felger wurde in dieser Meinung von Dieter Weidmann, dem Vorsitzenden der Württembergischen Weingärtner-Zentralgenossenschaft (WZG), der in seiner Rede auf die Situation des Weinabsatzes im Lebensmittelhandel einging, unterstützt. Die Remstalkellerei hat im vergangenen Jahr rund 800.000 Euro in neue Kühlsysteme, die Sanierung des Trollinger-Saales und des Verwaltungsgebäudes investiert. Somit sieht man sich für die Zukunft gut gerüstet. Für 2015 erwarten die Remstäler eine leichte Steigerung der Auszahlungspreise. Damit steht die Remstalkellerei zwar noch etwas hinter anderen württembergischen Weingärtnergenossenschaften, aber ein positiver Trend ist zu beobachten. Auch die Stimmung unter den Wengertern  war in diesem Jahr sehr sachlich und konstruktiv. Das nutze Felger für einen Aufruf an die Mitglieder, selbst für die Remstalkellerei zu werben.

Vorstand und Aufsichtsrat mit neuen Köpfen

Ein wichtiger Programmpunkt der Generalversammlung war die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat. Diese wurde von Weinstadts früherem Oberbürgermeister Jürgen Hofer durchgeführt, der die Remstalkellerei für ihre offene Kommunikation lobte und mit dem Zitat „ PR begins at home“ ebenfalls einen Aufruf zur positiven Eigenwerbung an die versammelten Wengerter richtete. Die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat fiel mit nur drei bzw. zwei Gegenstimmen sehr deutlich aus. Felger bedankte sich für das entgegengebrachte Vertrauen und leitete direkt zu den Wahlen von Vorstands- und Aufsichtsrat über. Der Vorstand, der nach dem Ausscheiden des früheren Geschäftsführers Schapitz aus nur noch drei Personen bestand, sollte durch ein viertes Mitglied vervollständigt werden. Zur Wahl stand Claus Mannschreck, der bereits seit einem Jahr als Aufsichtsratsmitglied der Remstalkellerei fungierte und von den Vorstandsmitgliedern als geeigneter Kandidat vorgeschlagen wurde. Mannschreck, der viele Jahre Vertriebserfahrung aus der Weinbranche mitbringt, wurde mit einer deutlichen Mehrheit von 213 Stimmen gewählt. Danach wurde Bernhard Schmid in seiner Funktion als Aufsichtsrat bestätigt, Christoph Schwegler, Rüdiger Borck und der 22-jährige Weinbetriebswirtschaftsstudent Benedikt Bauer wurden neu in den Aufsichtsrat gewählt.

Zukunftsprojekt: zentrale Traubenannahme im Remstal

Auf die Wahlen folgte der letzte Programmpunkt. Vorstandsmitglied Manfred Wipfler informierte über den Fortschritt des Projektes „Neukonzeption der Traubenannahme im Remstal“. Demnach habe eine Abstimmung in allen neun Ortsgenossenschaften ein knappes Votum für die Fortführung der Planung einer zentralen Kelter ergeben. Nun werden als nächstes Projektteams gebildet, die mögliche Standorte analysieren und die Finanzierung sowie die Erlössituation für den Verkauf der alten Keltern prüfen werden. Das Projekt wird laut Wipfler in enger Zusammenarbeit und offener Kommunikation mit den örtlichen Verwaltungen ablaufen. Nachdem es keine weiteren Fragen im Publikum gab, wurde die Veranstaltung gegen 21.30 Uhr beendet.





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Über uns

Seit 75 Jahren ist die Remstalkellerei das Synonym für den Weinbau im Remstal. Sie repräsentiert über 1.000 Winzerinnen und Winzer und deren Familien. Die Weine der Remstalkellerei profitieren von der besonderen Lage des Remstals – 100 Meter über dem württembergischen Durchschnitt. Deshalb sind die Weine der Remstalkellerei so fruchtbetont und sortentypisch.

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Unser Qualitätsmanagement und die gute Organisation der Lesetermine haben sich im schwierigen Weinjahr 2014 bezahlt gemacht.
Manfred Felger, Vorstandsvorsitzender