Sea Shepherd kehrt zurück nach Gabun um gegen illegale Fischerei vorzugehen

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7 Juli 2017

Einen Monat nachdem Gabuns Präsident bei der Meereskonferenz der Vereinten Nationen in New York bekannt gegeben hat, neun weitere marine Nationalparks und elf weitere Meeresschutzgebiete zu schaffen, wurde Sea Shepherd dazu eingeladen, der Regierung dabei zu helfen, in den jetzt größten zusammenhängenden Meeresschutzgebieten Afrikas gegen illegale Fischerei vorzugehen.

OPERATION ALBACORE II ist Sea Shepherds zweite Kampagne in Zusammenarbeit mit der gabunischen Regierung, um der illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischerei (IUU-Fischerei) in Westafrika den Kampf anzusagen. Während der Thunfischsaison 2017 werden gabunische Marinesoldaten und Aufseher der Fischereibehörde (ANPA) auf dem Sea Shepherd-Schiff BOB BARKER untergebracht werden, um zusammen mit der Sea Shepherd Crew Gabuns Hoheitsgewässer zu patrouillieren. Diese Patrouillen werden die Grundlage für eine Strafverfolgung bilden, um den bedrohten Lebensraum der Thunfische von Juli bis September 2017 zu verteidigen, zu schützen und zu erhalten.

Die Kampagne wurde offiziell am 05.07.2017 bei einer Pressekonferenz in Libreville, der Hauptstadt Gabuns, vom gabunischen Verteidigungsminister, dem Minister für Forstwirtschaft, Fischerei und Umwelt und Adam Meyerson, dem Kapitän der BOB BARKER angekündigt.

Ebenfalls anwesend war Admiral Giuseppe de Giorgi, ehemaliger Chef der italienischen Marine, welcher der Sea Shepherd Crew bei ihren Patrouillen als Offizier für Navigation und Bootsführer unterstützen wird.

„In den 45 Jahren bei der Marine habe ich den Verfall von vielen Meeresgebieten, den Verlust der Artenvielfalt und die Auswirkungen auf die Tierwelt durch die rücksichtslose Ausbeutung der Meere beobachten müssen. Sea Shepherd befindet sich in einem Krieg gegen Gier und Grausamkeit, um die Ozeane und ihre gefährdeten Lebewesen zu beschützen. Dies ist ein Krieg, für den ich gern bereit bin zu kämpfen“, so Admiral Giuseppe de Giorgi.

Ziel der Kampagne ist es, bereits bestehende Überwachungen und Kontrollen auszuweiten, um IUU-Fischerei zu entdecken und zu stoppen und die Einhaltung von Vorschriften lizensierter Fischer zu überwachen.

Weltweit werden schätzungsweise 11 bis 26 Millionen Tonnen Fisch jährlich durch IUU-Fischerei gefangen. Besonders Entwicklungsländer sind anfällig dafür. Fast 40% der Fischfänge Westafrikas gehen auf illegale Fischerei zurück.

Kampagnenleiter Captain Peter Hammarstedt sagte: „Die Tatsache, dass viele Küstenstaaten nur knappe finanzielle Mittel haben, ist ein Hauptgrund für die starke IUU-Fischerei in den Gewässern vor der Westküste Afrikas. OPERATION ALBACORE ist ein Beispiel für mögliche Erfolge, wenn Regierungen und nichtstaatliche Organisationen zusammenarbeiten, um illegale Fischerei zu bekämpfen. Sea Shepherd ist äußerst stolz auf unsere erfolgreiche Partnerschaft mit Gabun, einer führenden Kraft in puncto Naturschutz“.

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Hi-RES fotos: http://minerva.seashepherdglobal.org:8080/share.cgi?ssid=06LAwo8

Gabunische Marinesoldaten mit der Schlauchbootcrew
Gabunische Marinesoldaten auf Patrouille mit Sea Shepherd
Foto: Alejandra Gimeno/Sea Shepherd Global

Gabunische Marinesoldaten beim Schlauchboottraining
Gabunische Marinesoldaten auf Patrouille mit Sea Shepherd
Foto: Alejandra Gimeno/Sea Shepherd Global

Schlauchboottraining
Ankunft der BOB BARKER in Libreville
Foto: Michael Rauch/ Sea Shepherd Global

Inspektion eines Schleppnetzschiffs
Gabunischer Fischereiaufseher bereitet sich auf die Inspektion eines Schleppnetzschiffs vor
Foto: Michael Rauch/ Sea Shepherd Global

Inspektion eines Schleppnetzschiffs
Gabunische Behörden helfen der Sea Shepherd Crew ein fremdes Schleppnetzschiff zu entern
Foto: Michael Rauch/ Sea Shepherd Global

Toter Hammerhai als Beifang
Toter Hammerhai wurde als Beifang auf einem fremden Schleppnetzschiff entsorgt
Foto: Alejandra Gimeno/ Sea Shepherd Global

Foto der ersten Patrouillencrew
Crew von OPERATION ALBACORE an Bord der BOB BARKER
Foto: Alejandra Gimeno/Sea Shepherd Global

Weitere Informationen, Fotos und Interviewanfragen unter:

Heather Stimmler, Sea Shepherd Global Media Director
E-Mail: heather@seashepherdglobal.org
Tel: +339 7719 7742

OPERATION ALBACORE II:  https://www.seashepherdglobal.org/our-campaigns/operation-albacore/

Über Sea Shepherd Global:

Sea Shepherd ist eine internationale, gemeinnützige Meeresschutzbewegung und wendet innovative Taktiken in Form von Direkten Aktionen an, um die Meere und deren Bewohner zu verteidigen, zu schützen und zu erhalten. 1977 von Captain Paul Watson gegründet, ist Sea Shepherd heute eine weltweite Bewegung mit unabhängigen nationalen und regionalen Gruppen in über 20 Ländern. Mit Ausnahme der Sea Shepherd Conservation Society in den USA (SSCS), haben sie eine gemeinsame Mission, die von Sea Shepherd Global in Amsterdam geleitet wird. Dort wird die Kommunikation, Logistik und eine Flotte von fünf Schiffen für Kampagnen rund um den Globus koordiniert. Sea Shepherd untersucht und dokumentiert die Verletzungen internationaler und nationaler Naturschutzgesetze und erzwingt Naturschutzmaßnahmen dort, wo entsprechende Gesetze bestehen.

Weitere Informationen auf  www.seashepherdglobal.org  und  www.sea-shepherd.de 

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Über uns

Sea Shepherd, gegründet 1977, ist eine internationale, gemeinnützige Naturschutzorganisation, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Zerstörung von Lebensräumen und das Abschlachten von Wildtieren in den Weltmeeren zu beenden, um Ökosysteme und Arten zu schützen und zu erhalten. Sea Shepherd wendet innovative Taktiken der Direkten Aktion an, um zu ermitteln, zu dokumentieren und wenn nötig einzugreifen, um illegale Aktivitäten auf hoher See aufzudecken und ihnen entgegenzutreten. Durch den Schutz der Artenvielfalt unserer fein ausbalancierten marinen Ökosysteme trägt Sea Shepherd dazu bei, dass sie für zukünftige Generationen erhalten bleiben. Weitere Informationen auf http://www.seashepherdglobal.org und www.sea-shepherd.de

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