App.nl: Ein Domainverkauf wie aus dem Bilderbuch

Wie der Domaininhaber Bert Pots mit seiner Internetadresse von digitalen Trends profitieren konnte

Manchmal ist man im Besitz einer Ware und ahnt nicht, wie sehr sich ihr Wert mit der Zeit steigert und für viele andere zum Objekt der Begierde wird. Das kennt man zu genüge von Kunstgegenständen oder Immobilien, da ist das gang und gäbe. Das Gleiche passiert auch bei Internetadressen – nur wissen das viele nicht.

Als der Niederländer Bert Pots vor 16 Jahren die Internetadresse app.nl für sein Unternehmen registrierte, konnte er gar nicht wissen, dass die Bedeutung des Begriffs „App“ in den folgenden Jahren eine ganz andere Dimension und Wertigkeit erreichen würde. Etwa 9 € pro Monat hat ihn damals die Registrierung der Internetadresse app.nl gekostet. Jetzt hat er sie für 18.500€ über die Domainhandelsplattform Sedo verkauft.  

Wir befinden uns im Jahr 1998, als Bert Pots seine Firma Algra, Pots and Partners gründet und eine eingängige Domain für den Internetauftritt sucht. Die Kriterien bei der Auswahl: Der Name sollte möglichst kurz sein und einen Bezug zu seiner Firma haben. Aus Algra, Pots und Partners wurde „AP+P Journalists“. Nachdem ihm sein Ansprechpartner beim Provider seines Vertrauens zu der kurzen Domainvariante app.nl rät, ist die Entscheidung gefallen. Er geht mit seiner Webseite unter app.nl online und ist zufrieden mit der Wahl. Zwar gab es den technischen Ausdruck App damals schon, aber interessant war er für die Allgemeinheit nicht.

Erst mit dem Erscheinen des Apple iPhone wurde der Begriff „App“ landläufig bekannt. Und wertvoller. Denn: Der Wert einer Ware steigt enorm, wenn es diese nur einmal gibt (Knappheit) und mehrere Interessenten dafür anstehen (Hohe Nachfrage). Geht es um eine virtuelle Ware wie eine Domain, ist die Internet-Affinität zusätzlich ausschlaggebend für die Wertermittlung.

Das alles traf auf die Domain app.nl zu. Spätestens als immer mehr Firmen bei Bert Pots gefragt haben, ob er seine Domain app.nl verkaufen möchte, war ihm klar: Ich sitze auf einem kostbaren Schatz.

Domain-Auktion: Faire Ausgangsbasis für alle Interessenten

Das höchste Angebot, das er bis dato erhalten hatte, lag bei 9.000 €. Wie es der Zufall so wollte, plante Bert Pots zur selben Zeit seine neue Geschäftsidee, für die er Startkapital benötigte. Er kontaktierte Sedo um herauszufinden, wie er die Domain am besten verkaufen könne. Seine Ansprechpartnerin Marloes Bouwman-Weitzenkamp, Sedo Country Managerin Niederlande, empfahl ihm die Domain über die GreatDomains Auktion zu versteigern. Begleitet werden würde dies von unterschiedlichen Marketingmaßnahmen, um so alle Interessenten auf die Verfügbarkeit der Adresse aufmerksam zu machen.

Eine Auktion kam aus zwei Gründen in Frage:

1.)    Sedo konnte so die zahlreichen Interessenten parallel auf ein zeitlich begrenztes Angebot aufmerksam machen. Dadurch erhielten alle Interessenten eine faire Chance, Höchstbietender und damit neuer Inhaber der Domain zu sein.

2.)    Bert Pots hatte die Gewissheit, dass er innerhalb von 10 Tagen den Betrag erhalten und umgehend in sein neues Projekt investieren konnte.

Wer wartet mit Besonnenheit, der wird belohnt zur rechten Zeit

Der Plan ging auf. Für 18.500 €, also doppelt so viel wie das letzte Angebot, ging app.nl an den neuen Inhaber. Dieser vertreibt nun über die Seite Projekte zur Appentwicklung. Mit app.nl hat er die beste Domain-Wahl getroffen, denn App ist das ideale Schlüsselwort für seine Dienstleistung. Bert Pots hat den Betrag in seine neue Existenz unter www.congresredactie.nl investiert. Congresredactie berichtet im journalistischen Stil über Kongresse, Konferenzen und Events, mit einem Schwerpunk auf der Produktion von Onlinemagazinen.  

Geschichten wie diese erfahren wir bei Sedo sehr häufig in Gesprächen mit Domainkäufern und Domainverkäufern. Die Geschichte von Bert Pots zeigt, dass überall auf der Welt Domaininhaber sind, die auf einem kostbaren Schatz sitzen. Entweder, weil der Domainbegriff auf einmal zum Trend avanciert wie im Fall app.nl, oder weil ein Zweiter nach genau dieser Domain gesucht hat und keine andere in Frage kommt. Dann werden auch mal 1 Million US-Dollar für eher unscheinbare Domains wie dudu.com ausgegeben.  

Pressekontakt:
Semra Körner
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Lars Fink, Managing Partner, betafabrik GmbH