Kein BAföG? Kein Problem! Mit cleveren Studentenjobs Karrierechancen verbessern

Wer sein Studium durch fachbezogene Nebenjobs finanziert, legt früh den Grundstein für die künftige Karriere

Letzte Woche hat das Deutsche Studentenwerk Zahlen veröffentlicht, aus denen hervorgeht, dass die Zahl der Bafög-Empfänger 2015 erneut gesunken ist. Das vierte Jahr in Folge gibt es weniger BAföG-Empfänger als im Vorjahr. 2015 erhielten 870.000 Schüler und Studenten Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) – 5,9 Prozent weniger als 2014. Grund dafür ist, dass die Freibeträge seit 2010 nicht angepasst wurden und deswegen viele Studenten keinen Anspruch auf Förderung mehr haben. Das klingt alarmierender, als es ist. Denn BAföG ist nicht die zentrale Säule der Studienfinanzierung. In einer Umfrage von Unicum gaben letztes Jahr 27 Prozent der Befragten an, Bafög zu bekommen, während 67 Prozent finanzielle Unterstützung von den Eltern erhalten. 56 Prozent der Studenten haben einen Nebenjob. 

Seit dem Umstieg auf das Bachelor/Master-System klagen viele Studenten über einen straffen Vorlesungsplan, der es ihnen unmöglich macht, nebenher noch Geld zu verdienen. Dennoch arbeitet mehr als jeder zweite Student – und immerhin 45 Prozent entscheiden hier nur nach Verdienst, wie die Unicum-Umfrage ermittelte. Doch ein Nebenjob zahlt im Idealfall nicht nur die Miete. Wer schon während des Studiums Berufserfahrung sammelt, ist nach dem Abschluss anderen Absolventen einige Schritte voraus. IT- und Wirtschaftswissenschaftsstudenten oder angehende Ingenieure etwa profitieren stark von fachbezogenen Nebenjobs, in denen sie Praxiserfahrung sammeln und spezifische Kenntnisse vertiefen können.  Mit berufspraktischem Vorwissen hebt man sich also deutlich von der Masse ab und kann gleichzeitig einen großen Teil seines Studiums finanzieren.

Darüber hinaus gibt weitere Finanzierungsalternativen, die bisher wenig genutzt werden. So bieten etwa zahlreiche staatliche und private Träger Stipendien. Hiervon profitieren nicht nur sehr leistungsstarke Studenten: mystipendium.de listet derzeit ca. 2.300 Programme, wovon 40 Prozent nicht primär nach Noten vergeben werden. Einige haben einen regionalen, anderen eine  politischen Bezug und die Förderungsbeträge reichen von einer einmaligen Zahlung von 50 Euro bis hin zum Vollstipendium in Höhe von 60.000 Euro für die gesamte Studienzeit. Wer sich systematisch informiert und alle Möglichkeiten nutzt, kann das Studium entspannter angehen.

Außerdem besteht die Möglichkeit, einen Bildungskredit zu beantragen. Im Gegensatz zu BAföG muss ein solcher Kredit komplett zurückgezahlt werden. Je nach Anbieter startet die Rückzahlung ab einem bestimmten Einkommen beziehungsweise ein bis zwei Jahre nach dem Abschluss. Wer also nicht ernsthaft seinen Studienabschluss verfolgt, sollte die Finger von dieser Option lassen. Für die stressige Abschlussphase, in der wenig Zeit für Nebenjobs bleibt, ist dies aber eine interessante Möglichkeit.

BAföG ist und bleibt eine solide Möglichkeit, um das Studium zu finanzieren. Wer sich aber auch nach der Reform nicht qualifiziert, ist auf Alternativen angewiesen. Sei es ein Stipendium, ein Bildungskredit oder eben ein Nebenjob, es gibt für jeden Studenten die passende Variante. Und egal für welche Variante man sich entscheidet, eine Investition in das richtige Studium ist Gold wert für die künftige Karriere.  

Julia Bellinghausen / Julia Zhu
Oseon
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In bundesweit zehn Niederlassungen mit rund 1.000 Mitarbeitern pflegt univativ den persönlichen Kontakt zu Unternehmen und 7.000 Studenten und Absolventen an rund 60 renommierten deutschen Hochschulen. univativ bildet so eine Brücke zwischen Hochschulen und Unternehmen, Wissenschaft und Praxis. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.univativ.de .

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